| Technische Hochschule Deggendorf | |
|---|---|
| Motto | innovativ & lebendig |
| Gründung | 1994 |
| Trägerschaft | staatlich |
| Ort | Deggendorf |
| Bundesland | Bayern |
| Land | Deutschland |
| Präsident | Waldemar Berg |
| Studierende | 9476 (WS 2025/2026) |
| Mitarbeiter | 1221 (WS 2025/26) |
| davon Dozenten | etwa 430 |
| davon Professoren | 222 (WS 2025/26) |
| Website | www.th-deg.de |
Die Technische Hochschule Deggendorf (THD) ist eine Hochschule für angewandte Wissenschaften im niederbayerischen Deggendorf mit fast 9.500 Studierenden (Stand Wintersemester 2025/26). Neben dem Campus in Deggendorf unterhält die Hochschule einen englischsprachigen Campus in Pfarrkirchen, als auch einen Campus in Cham, sowie zwölf Technologie- und Innovationscampus in Ostbayern. Die Schwerpunkte der Technischen Hochschule Deggendorf liegen in den Bereichen Wirtschaft, Technik, Digitalisierung und Gesundheit.
Am 26. November 1991 beschloss der bayerische Ministerrat die Einrichtung einer Fachhochschule in Deggendorf. Diese wurde 1994 als Fachhochschule Deggendorf–Hochschule für Technik und Wirtschaft mit Anton Baierer als Gründungspräsident gegründet. Diesem folgte 1996 Reinhard Höpfl als Präsident der Hochschule. Am 24. April 1997 erfolgte die Grundsteinlegung für den Hochschulcampus an der Donau, der 1998 bezogen werden konnte.
Zum Wintersemester 1999/2000 waren erstmals über 1.000 Studierende eingeschrieben. Mit dem Innovations- und Technologiecampus ITC1 erfolgte 2001 eine Hochschulnaher Gewerbepark und Gründerzentrum. Im Zuge des Bologna-Prozesses wurden 2002 die Studiengänge auf Bachelor und Master umgestellt. Im Wintersemester 2002/03 wurden erstmals über 2.000 Studierende gezählt. Zuvor als Fachbereiche bezeichnete Abteilungen wurden im Jahr 2006 zu Fakultäten umgewandelt. Über 3.000 Studierende schrieben sich im Wintersemester 2007/08 an der Hochschule ein. Ab 2009 erweiterte sich die Hochschule mit regionalen Außenstellen. Die ersten waren dabei die Technologiecampus in Teisnach, Freyung und Cham.
Im Jahr 2011 wurde der Name in Hochschule für angewandte Wissenschaften geändert, der schon kurz nachher durch die Verleihung des Titels Technische Hochschule durch das bayerische Kabinett wurde die Deggendorfer Hochschule zum 1. Oktober 2013 in die heutige Technische Hochschule Deggendorf, kurz THD, umbenannt wurde. Der englische Name lautet Deggendorf Institute of Technology (DIT). Sie besitzt weiterhin den Status einer Fachhochschule. Peter Sperber wurde 2012 Präsident der Hochschule. 2014 wurde der größte Teil des Erweiterungsbaus in Deggendorf mit insgesamt mehr als 5700 Quadratmetern neuer Nutzfläche eröffnet. 2015 eröffnete die Technische Hochschule Deggendorf den European Campus Rottal-Inn (ECRI) in Pfarrkirchen. Es ist der erste rein englischsprachige Hochschulstandort in Bayern.
2021 wurde der Campus Cham der dritte Studienstandort der THD. Ein eigenständiges Promotionsrecht erhielt die Hochschule im Jahr 2023. Im März 2024 übernahm Waldemar Berg die Hochschulleitung. Im darauf folgenden Wintersemester überschritt die Studierendenzahl erstmals 9.000.

| Semester | Studierendenzahl |
| WS 1999/2000 | 1.121 |
| WS 2002/2003 | 2.146 |
| WS 2007/2008 | 3.159 |
| WS 2010/2011 | 4.052 |
| WS 2013/2014 | 5.061 |
| WS 2016/2017 | 6.068 |
| WS 2019/2020 | 7.158 |
| WS 2021/2022 | 8.324 |
| WS 2022/2023 | 8.429 |
| WS 2023/2024 | 8.619 |
| WS 2024/2025 | 9.060 |
| WS 2025/2026 | 9.476 |
Die Technische Hochschule Deggendorf bietet 57 Bachelor- und 44 Masterstudiengänge an acht Fakultäten und dem Zentrum für Akademische Weiterbildung. Alle grundständigen Bachelor- und konsekutiven Masterstudiengänge können auch im Rahmen eines dualen Studiums absolviert werden.
Das Zentrum für Akademische Weiterbildung der Technischen Hochschule Deggendorf bietet berufsbegleitende Studiengänge in den Bereichen Wirtschaft, Technik und Gesundheit.
Zur THD gehört als eigenständige Fakultät der European Campus Rottal-Inn (ECRI) in Pfarrkirchen. Dieser wurde im Oktober 2015 eröffnet. Am ECRI werden thematisch „nachhaltiges Management in ländlichen Regionen“, Interkulturalität und Internationalität betrachtet. Die Schwerpunkte in Forschung und Lehre am ECRI liegen in den Bereichen internationales Tourismusmanagement, Gesundheits- und Medizintourismus, Wirtschaftsingenieurwesen, Bildung für nachhaltige Entwicklung, digitale Gesundheit und „gesunde und nachhaltige Gebäude“.
Aktuell (WS 2025/26) sind über 1.500 Studierende immatrikuliert, knapp zwei Drittel davon aus dem Ausland aus rund 80 Nationen.

Die Technische Hochschule Deggendorf fördert die Internationalität aktiv durch die Struktur der Hochschulprogramme und ein globales Netzwerk von Bildungseinrichtungen, Wirtschafts- und Forschungspartnern. Derzeit unterhält die Hochschule Partnerschaften zu über 200 Universitäten und Hochschulen weltweit. Der Anteil internationaler Studierender an der THD beträgt fast 52 Prozent (WS 2025/26), damit gehört die Hochschule zu den internationalsten Hochschulen in Bayern.
Zu folgenden Schwerpunkten wird an der Technischen Hochschule Deggendorf geforscht:

| Standort | Forschungsgebiet | Gründung |
|---|---|---|
| Freyung | Angewandte Informatik & Bionik | 2009 |
| Teisnach I | Präzisionsbearbeitung, -messtechnik Optik & Hochfrequenztechnik | 2009 |
| Cham | Mechatronik & Automatisierung | 2010 |
| Bad Kötzting | Gesundheitsförderung und Prävention | 2012 |
| Spiegelau | Glastechnologie | 2012 |
| Grafenau | Digitalisierung, KI & Big Data | 2013 |
| Weißenburg | Digitale Fertigung | 2015 |
| Hutthurm | Simulation | 2019 |
| Parsberg | Nachhaltige Kunststofftechnik, Bewegungsdynamik und Konstruktion | 2019 |
| Teisnach II | Packaging & Advanced Materials, Integrierte Optik, Sichere Digitalisierung | 2019 |
| Plattling | Moderne Mobilität | 2020 |
| Oberschneiding | Akzelerierung & Skalierung | 2021 |
| Vilshofen | Protection - Detection - Reaction | 2022 |
| Wörth-Wiesent | Wasserstoff-Cluster Donau | 2023 |
Für die nähere Zukunft wurden ein neuer Standort und zwei Erweiterungen bestehender Standorte durch das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst genehmigt. Diese sind zum einen Mainburg (nachhaltige Gebäudetechnik), sowie an den bestehenden Standorten Oberschneiding (Bio Transformation Lab) und Cham (Intelligente Robotik), die 2023 genehmigt wurden. Zum anderen wurde im Juli 2024 der Bau eines Technologietransferzentrum „Innovations-Ökosystem“ in Kemnath genehmigt. Dieses wird gemeinsam mit der OTH Amberg-Weiden betrieben.
anwendungsnahe Forschung rund um den Schutz von industrieller Automatisierungstechnik, kritischen Infrastrukturen, Elektroniksystemen in Automobil und Avionik sowie weiteren eingebetteten Systemen vor Bedrohungen, die durch den Einsatz von Informationstechnologie entstehen.
industrielle Röntgen-Computertomographie (CT), zerstörungsfreie Charakterisierung von Werkstoffen und Prüfung von Bauteilen auf Fehlstellen (Risse, Lunker) oder innen- und außenliegende geometrische Merkmale
Forschungs- & Entwicklungsprojekte sowie Dienstleistungen auf den Gebieten der Analytik und Qualitätssicherung (QS) mit den Schwerpunkten Materialien und Bauelemente der Elektronik (z. B. Leiterplatten), dünne Schichten, Oberflächen sowie Mikro- und Nanostrukturen.
optischen Technologien, Prozessentwicklung und -optimierung, Messtechnik, Fertigungstechnik, Hochfrequenztechnik
Eine Besonderheit stellen die 2020 erstmals durchgeführte Graduiertenfeier in angloamerikanischer Tradition für die gesamte Hochschule dar. Nachdem für die ersten Absolventen des ECRI im Jahr 2018 eine Abschlussfeier in dieser Form durchgeführt wurde, führte man dies zwei Jahre später auch für die gesamte Hochschule, sowie dem Campus in Cham ein. Diese beinhaltet unter anderem das tragen eines schwarzen Talars und eines Doktorhuts mit Quaste in der Farbe der jeweiligen Fakultät, dem „Shift the Tassel“ dieser Quaste von rechts nach links und dem abschließenden Wurf des Hutes
An bayerische Fachhochschulen bestand zunächst keine Möglichkeit einer Promotion. Durch Gesetzesänderungen wurde dies in zwei Schritten geändert.
Zunächst wurde es ab 2017 ermöglicht in Kooperation mit nationalen und internationalen Universitäten mit Promotionsrecht, an der Technischen Hochschule Deggendorf zu promovieren Diejenigen, die ihre Doktorarbeit in Kooperation mit einer bayerischen Universität durchführen, können Mitglied in einem der thematischen Verbundkollegs des Bayerischen Wissenschaftsforums (BayWISS) werden. BayWISS ist eine Kooperationsplattform aller angewandten Hochschulen und Universitäten Bayerns, in der über das Fachforum Verbundpromotion seit 2017 zehn hochschulübergreifende themenspezifische Kollegs eingerichtet wurden.
Am 29. September 2023 erhielt die TH Deggendorf dann, nach einer weiteren Gesetzesänderung, auch das eigenständiges Promotionsrecht an forschungsstarken Bereichen. Hierzu wurden mit anderen Hochschulen mittlerweile drei Promotionszentren gegründet. Zusammen mit der TH Augsburg und der HAW Landshut wurde als erstes das Promotionszentrum „Digitale Technologien und ihre Anwendung (DigiTech)“ errichtet. Im Juli 2024 waren 24 Promovierende Teil dieses Zentrums. Ein Jahr später wurde am 16. Juli 2024 das zweite Promotionszentrum „Nachhaltige intelligente Technologien für eine ressourcenoptimierte Produktion (NITRO)“, zusammen mit denselben Partner-Hochschulen durch das bayerische Wissenschaftsministerium anerkannt. Dies wurde am 30. Juni 2025 offiziell eröffnet. Am dritte Promotionszentrum „PRISMA Health – Promoting Research and Innovation for Sustainable Multidisciplinary Approaches in Health.“ soll im Sommersemester 2026 die ersten Promotionen beginnen. Dieses wurde am 18. Juli 2025 genehmigt und besteht in Kooperation mit der TH Rosenheim. Damit ist die TH Deggendorf, neben der Hochschule München, die einzige, welche in allen drei Verleihungsrunden mindestens ein Promotionszentrum einwerben konnte.
Insgesamt betreuen im Sommersemester 2025 an den drei Hochschulen in diesen beiden Zentren 59 Professorinnen und Professoren 68 Promovierende.
Im Wintersemester 2025/26 promovierten 52 Personen an der TH Deggendorf.
Die Hochschule Deggendorf wird durch einen Präsidenten geleitet. Das Amt des Präsidenten wird üblicherweise mit einem der Professoren der Hochschule besetzt. Dieser wird dann für die Zeit seiner Tätigkeit als Präsident von der üblichen Lehrtätigkeit freigestellt.
Präsidenten der THD:
Die Amtsperiode von Peter Sperber endete zum 15. März 2024. Als Nachfolger wurde am 24. November 2022 Waldemar Berg gewählt. Er ist der erste unpromovierte Präsident einer bayerischen Hochschule.
Die Technische Hochschule Deggendorf konnte sich in verschiedenen Rankings Spitzenpositionen sichern und Auszeichnungen entgegennehmen.
Koordinaten: 48° 49′ 47″ N, 12° 57′ 17″ O