Die Technische Hochschule Wildau (kurz THWildau) wurde am 22. Oktober 1991 als Technische Fachhochschule Wildau in Wildau gegründet. Sie knüpft an die Tradition der ehemaligen Ingenieurschule Wildau an.
Das Studienangebot umfasst 15 Studiengänge in naturwissenschaftlichen, ingenieurtechnischen, betriebswirtschaftlichen, juristischen, Verwaltungs- und Managementdisziplinen.
Lage
Lage der TH Wildau südlich von Berlin
Die Technische Hochschule Wildau ist eine Campus-Hochschule und liegt südlich von Berlin. Der Campus und die Hochschule sind von Berlin aus im 20-Minuten-Takt mit der S-Bahnlinie 46 Richtung Königs Wusterhausen bis zur Station Wildau direkt erreichbar, d.h. die Hochschule liegt unmittelbar vor der S-Bahn-Station. Durch die Verlängerung der S8 besteht seit Oktober 2022 insgesamt ein 10-Minuten-Takt von und nach Berlin. Mit den Buslinien 736, 737 und 738 kann die Hochschule außerdem direkt erreicht werden. Die Regionalbahnlinie RE2 Richtung Cottbus Hauptbahnhof sowie die Linie RB24 Richtung Senftenberg ermöglichen des Weiteren die Erreichbarkeit der Hochschule aus Berlin mit Umstieg in Königs Wusterhausen.
Mit dem Auto erreicht man die Hochschule über die Bundesautobahn 10 (Berliner Ring) über die Abfahrt Königs Wusterhausen sowie über die Bundesstraße 179.
Geschichte
Campus-Lokomotive erinnert an Lokomotivbau
Der Standort der TH Wildau blickt auf eine lange Tradition zurück: 1897 wurde dort von der Firma Schwartzkopff, später Berliner Maschinenbau AG, ein Lokomotivwerk errichtet. 1949 entstand dann die Ingenieurschule Wildau, welche Maschinenbaustudenten ausbildete.
1991 wurde dann die Technische Fachhochschule Wildau gegründet, welche neben der Ingenieurausbildung auch betriebswirtschaftliche und verwaltungswissenschaftliche Studiengänge anbietet. Der Praxisbezug des Studiums stellt heute immer noch ein wesentliches Kennzeichen der Fachhochschule dar. Kooperationsnetzwerke verbinden die Hochschule mit international tätigen Großunternehmen und Unternehmen der Region. Ihren jetzigen Namen trägt die Hochschule seit dem 1. September 2009. Diesen hatte der Senat der Hochschule am 11. Mai 2009 beschlossen. Die Namensänderung wurde möglich durch die Novelle des Brandenburgischen Hochschulgesetzes 2008.
Organisation
Zuständig für die THWildau ist das Studentenwerk Potsdam, mit einem Büro auf dem Campus.
Studiengänge
HochschulbibliothekHalle 17 mit CampusGroßer Hörsaal in Halle 14Campussport VolleyballHalle 10 mit Mensa und HochschulbibliothekHaus 15 und Campus
Die TH Wildau bietet derzeit 15 Bachelor-Studiengänge und 15 Master-Studiengänge an.
Bachelor-Studiengänge
Fachbereich Ingenieur- und Naturwissenschaften (INW):
Fachbereich Wirtschaft, Informatik und Recht (WIR):
Business Management (M. A.)
Wirtschaftsinformatik (M. Sc.)
Europäisches Management (M. A.)
Wirtschaft und Recht (LL.M.)
Berufsbegleitendes Studium
Seit dem Wintersemester 1992/1993 wird an der THWildau parallel zum Direktstudium die Möglichkeit geboten, ein berufsbegleitendes Fernstudium aufzunehmen. Das Angebot umfasst zurzeit die folgenden Studiengänge:
Betriebswirtschaft, grundständig, Bachelor
Wirtschaftsingenieurwesen, grundständig, Bachelor
Aviation Management, Master
Bibliotheksinformatik, Master
Business Administration, Master
Internationale Master-Studiengänge
Die TH Wildau bietet zudem folgende internationale Master-Studiengänge an:
Der Austausch von Studierenden wird unter anderem durch die Teilnahme am Erasmus-Programm ermöglicht.
Export von Studiengängen
Einige Studiengänge der TH Wildau wurden in andere Länder exportiert. Die Studenten dieser Studiengänge können einen Doppelabschluss der TH Wildau sowie der Partnerhochschule erhalten, indem sie dort einen Teil ihres Studiums mit entsprechenden Prüfungsleistungen absolvieren.
Folgende Studiengänge der TH Wildau wurden in andere Länder exportiert:
Die TH Wildau veranstaltet jährlich auf dem Campus der Hochschule die hochschuleigene Firmenkontaktmesse TH Connect. Die Messe stellt eine Möglichkeit dar, Unternehmen und Studierende ins Gespräch miteinander zu bringen. Studierende der Hochschule haben die Möglichkeit mit Vertretern der teilnehmenden Unternehmen in Kontakt zu treten und sich über das jeweilige Unternehmen zu informieren. Auch Stellen werden auf der Firmenkontaktmesse ausgeschrieben und vor Ort ausgehängt. In den letzten Jahren nahmen an der Messe unter anderem folgende Unternehmen teil: Berliner Verkehrsbetriebe, Rolls-Royce Motor Cars, Knorr-Bremse, Norma (Supermarkt), Bombardier, Techniker Krankenkasse, DB Mobility Logistics, Siemens, Bundesdruckerei.
↑Matthias Grünzig: Nichts gegen Lernfabriken. Studieren in der Lokhalle: Aufbruchstimmung im brandenburgischen Wildau. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 1. September 2014, S. 12.