Immunsuppressivum

Immunsuppressiva sind Substanzen, welche die Funktionen des Immunsystems vermindern. Immunsuppressiv wirkende Medikamente werden z. B. bei folgenden Indikationen angewendet:

Diese Medikamente sind nicht ohne Nebenwirkungen und Risiken. Insbesondere bei den weniger selektiv wirkenden Substanzen kommt es zu einer durch die Hauptwirkung bedingten Einschränkung der Abwehrmechanismen, was das Infektionsrisiko steigert und die Vermehrung und Verbreitung maligner Zellen im Organismus erleichtert – also das Risiko einer Krebserkrankung erhöht.

Wirkstoff-Gruppen

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Glucocorticoide

Glucocorticoide, wie beispielsweise Prednisolon oder Dexamethason, sind Bestandteil der meisten immunsuppressiven Therapieschemata. Sie wirken in sehr frühen Phasen der Immunreaktion und vermitteln ihre Effekte über verschiedene Mechanismen. Sie greifen in die Transkription von Zytokinen ein und unterdrücken damit deren Synthese. Dadurch hemmen sie die Aktivierung von Lymphozyten, vermindern die Entwicklung der Monozyten zu Makrophagen und hemmen die Phagozytoseaktivität der Makrophagen.

Zytostatika

Die meisten Zytostatika wirken immunsuppressiv. Als Immunsuppressiva werden vor allem

eingesetzt.

Antikörper

Zur Immunsuppression stehen polyklonale und monoklonale Antikörper zur Verfügung. Zu den polyklonalen Antikörpern gehören polyklonale Antithymozyten-Globuline, die zur Prophylaxe von Abstoßungsreaktionen eingesetzt werden. Aufgrund der bahnbrechenden Arbeiten von Milstein, Köhler und Jerne wurde in den letzten Jahrzehnten eine Vielzahl monoklonaler Antikörper entwickelt und in die Therapie eingeführt. Eine tabellarische Zusammenstellung findet sich unter Monoklonaler Antikörper.

Calcineurininhibitoren

TOR-Inhibitoren

Sonstige

Siehe auch

Weiterführende Literatur

Einzelnachweise

  1. 1 2 Mutschler Arzneimittelwirkungen : Lehrbuch der Pharmakologie, der klinischen Pharmakologie und Toxikologie ; mit einführenden Kapiteln in die Anatomie, Physiologie und Toxikologie. Stuttgart, WVG, 2013. 10., vollständige überarbeitete und erweiterte Auflage.
  2. ↑ Susanne Donner: Krebsrisiko steigt nach Organspende massiv In: derbund.ch, 11. September 2018, abgerufen am 11. September 2018.