| TSG Markkleeberg | |
|---|---|
| Name | Turn- und Sportgemeinschaft Markkleeberg von 1903 e. V. |
| Vereinsfarben | grün-weiß |
| Gründung | 18. September 1990 in Markkleeberg, Sachsen |
| Vereinssitz | Markkleeberg |
| Mitglieder | 1483 (Stand: 1. Januar 2011) |
| Abteilungen | 13 |
| Vorsitzender | Rainer Leipnitz (Präsident) |
| Website | www.tsg-markkleeberg.de |
Die TSG Markkleeberg, offiziell Turn- und Sportgemeinschaft Markkleeberg von 1903 e. V., ist ein Sportverein aus Markkleeberg im Landkreis Leipzig. Zu DDR-Zeiten erlangte der Verein, als die Fußballmannschaft zwischen 1982 und 1990 in der DDR-Liga unter den Namen TSG Chemie Markkleeberg und TSG Markkleeberg spielte, Bekanntheit. Nach der Wende sorgten zwischen 2014 und 2026 die unter dem Namen Neuseenland-Volleys Markkleeberg antretenden Volleyballmannschaften für die größten Erfolge. Die Männermannschaft spielte in der Saison 2016/17 in der Dritten Liga Ost und die Frauenmannschaft zwischen 2022 und 2024 in der Dritten Liga Ost, in der Saison 2024/25 in die 2. Bundesliga Süd und in der Saison 2025/26 in die 2. Bundesliga Pro.
Durch die wirtschaftlichen Veränderungen im Gefolge der politischen Wende von 1989 mussten sich die bisherigen Betriebsgemeinschaften nach dem bundesdeutschen Vereinsrecht neu organisieren. Am 17. Juli 1990 wurde bei einer Vollversammlung die „Umgründung“ unter dem Namen Turn- und Sportgemeinschaft Markkleeberg von 1903 e. V. beschlossen und in das Vereinsregister wurde der Verein am 18. September 1990 eingetragen. Damit berief man sich auf die Vorkriegsgeschichte des 1903 gegründeten VfL Gautzsch. Im Dezember 1991 trat der Verein dem Landessportbund Sachsen bei.
Alle Sektionen außer der Sektion Fußball stimmten im Vorhinein der Umgründung zu und blieben den Verein enthalten. Die Abteilung Fußball ging ihren eigenen Weg und verließen den Verein am 30. Juni 1990. Am selben Tag gründete die Abteilung den 1. FC Markkleeberg. Obwohl die Abteilung Turnen zuerst der Umgründung zugestimmt hat, entschied sie sich Ende 1990 dazu, aus der TSG Markkleeberg auszuscheiden und einen eigenen Verein zu gründen. Am 4. Oktober 1990 wurde von der Abteilung Turnen der Turnverein Markkleeberg von 1871 gegründet.
Nach vielen Jahren in der Kreisliga Leipzig-Land gelang in der Saison 1970/71 der Aufstieg in die Bezirksklasse Leipzig, die nach Umstrukturierungen im DDR-Fußball inzwischen zur 4. Liga aufgewertet worden war. Bis 1977 kam es in der Bezirksklasse zu den Derbys zwischen der TSG Chemie Markkleeberg und der BSG Medizin Markkleeberg. Während die BSG Medizin nach der Saison 1976/77 in die Kreisklasse absteigen musste, gelang der TSG Chemie der Aufstieg in die drittklassige Bezirksliga Leipzig. In der Bezirksliga entwickelte sich die TSG Chemie schnell zu einer Spitzenmannschaft und nach zuvor drei zweiten Plätzen gewann die Mannschaft in der Saison 1981/82 die Bezirksmeisterschaft und qualifizierte sich damit für die zweitklassige DDR-Liga.
| Saison | Liga | Staffel | Platz | Punkte | FDGB-Pokal |
|---|---|---|---|---|---|
| 1982/83 | DDR-Liga | Staffel C | 6 | 20:24 | nicht qualifiziert |
| 1983/84 | DDR-Liga | Staffel C | 5 | 25:19 | 1. Hauptrunde |
Die TSG Chemie wurde in die Staffel C eingeordnet und erreichte in der Saison 1982/83 als bester Aufsteiger den sechsten Platz. In der Liga trafen die Markkleeberger auf den Rivalen BSG Chemie Leipzig; die beiden Derbys gingen verloren.
In der zweiten Saison bestätigte die Mannschaft die Leistung aus der letzten Saison und sicherte sich mit dem fünften Platz den Verbleib in der DDR-Liga. In dieser Saison trafen die Markkleeberger auf die Lokalrivalen BSG Chemie Böhlen und BSG Stahl Nordwest Leipzig. Während man im Heimspiel unentschieden spielte, verlor die Mannschaft aus Markkleeberg das Auswärtsspiel gegen Chemie Böhlen. Im Hinspiel gegen Stahl Nordwest Leipzig siegte die TSG Chemie und das Auswärtsspiel endete mit einem Unentschieden.
| Saison | Liga | Staffel | Platz | Punkte | FDGB-Pokal |
|---|---|---|---|---|---|
| 1984/85 | DDR-Liga | Staffel B | 8 | 33:35 | 2. Hauptrunde |
| 1985/86 | DDR-Liga | Staffel B | 13 | 31:37 | 1. Hauptrunde |
| 1986/87 | DDR-Liga | Staffel B | 10 | 32:36 | 1. Hauptrunde |
| 1987/88 | DDR-Liga | Staffel B | 8 | 35:33 | 1. Hauptrunde |
| 1988/89 | DDR-Liga | Staffel B | 8 | 34:34 | 1. Hauptrunde |
| 1989/90 | DDR-Liga | Staffel B | 17 | 27:41 | 1. Hauptrunde |
Nach der Saison 1983/84 wurde die DDR-Liga reformiert und aus einer fünfgleisigen zu einer zweigleisigen Liga verändert. Die TSG Chemie Markkleeberg wurde in die Staffel B einsortiert, und in der ersten Saison belegte man den achten Platz. In der Liga standen wieder Derbys gegen die BSG Chemie Böhlen an. Wie in der letzten Saison endete das Heimspiel mit einem Unentschieden und im Auswärtsspiel verloren die Markkleeberger gegen die Böhlener.
In der darauffolgenden Saison konnte die Mannschaft die Leistung aus der letzten Saison nicht ganz bestätigen und belegte am Saisonende den 13. Platz. Im FDGB-Pokal konnte die TSG Chemie ihr bestes Ergebnis erreichen. In der ersten Hauptrunde setzten sich die Markkleeberger mit 1:0 gegen die BSG Rotation Berlin durch und trafen in der 2. Hauptrunde auf den damaligen Erstligisten 1. FC Lokomotive Leipzig. Das Spiel verlor man mit 2:0 und schied aus dem FDGB-Pokal aus.
In der Saison 1986/87 belegten sie den 10. Platz, und auch in dieser Saison kam es zu den Derbys gegen die BSG Chemie Böhlen. Nachdem sie in dem Heimspiel gegen Böhlen verloren hatten, spielten sie im Auswärtsspiel unentschieden.
In der Saison 1987/88 erreichte die Mannschaft aus Markkleeberg erneut den achten Platz und landete das erste Mal vor den Rivalen aus Böhlen. Das Heimspiel endete unentschieden und das Auswärtsspiel gewannen die Böhlener. In dieser Saison trafen die Markkleeberger wieder auf den Rivalen BSG Chemie Leipzig, und beide Spiele gegen diese Mannschaft gingen verloren.
In der darauffolgenden Saison bestätigte die TSG ihre Leistung aus der Vorsaison und belegte erneut den achten Platz. Während die Spiele gegen den Rivalen BSG Chemie Leipzig erneut verloren gingen, konnte die TSG Markkleeberg erstmals beide Duelle gegen die BSG Chemie Böhlen gewinnen.
In der Saison 1989/1990 belegte die Mannschaft am Ende der Saison den 17. Platz. Obwohl die Platzierung den Abstieg bedeutet, musste die TSG trotzdem nicht absteigen. Dafür stiegen neben dem Tabellenletzten BSG Union Mühlhausen die BSG Aufbau dkk Krumhermersdorf, der MSV Eisleben und die BSG Chemie Buna Schkopau ab.
Die Fußballabteilung trug ihre Heimspiele auf dem Sportplatz „An der Lauer“ aus. 1989 musste dieser Sportplatz dem Braunkohletagebau weichen. Er befand sich ungefähr dort, wo sich heutzutage der Nordstrand des Cospudener Sees befindet.
Als neues Stadion der TSG Markkleeberg diente der Zentralsportpark Markkleeberg, der 2006 in Sportpark „Camillo Ugi“ umbenannt wurde – nach dem ehemaligen deutschen Meister und Nationalspieler Camillo Ugi. ![]()
Die Volleyballabteilung bestand schon zur DDR-Zeit. Bekanntheit erlange sie zwischen 2015 und 2026 vor allem durch die unter den Namen Neuseenland-Volleys Markkleeberg antretenden Mannschaften. So spielte die Männermannschaft in der Saison 2016/17 in der Dritten Liga Ost. Die Damenmannschaft feierte noch größere Erfolge und spielte sich über die Dritte Liga Ost, die 2. Bundesliga Süd bis in die 2. Bundesliga Pro vor.
Zur Saison 2026/27 entschied sich ein großer Teil der Abteilung um die Neuseenland-Volleys Markkleeberg die TSG Markkleeberg zu verlassen und sich den neu gegründeten VC Markkleeberg anzuschließen. In kleinerer Form soll die Volleyballabteilung bei der TSG aber erhalten bleiben.