GWD Minden

GWD Minden
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Voller Name Turn- und Sportverein Grün-Weiß Dankersen-Minden e. V.
(Hauptverein)
GWD Minden Handball-Bundesliga GmbH & Co. KG
(Handball-Bundesligaspielbetrieb)
Abkürzung(en) GWD
Gegründet31. Mai 1924
Vereinsfarben Grün-Weiß
Halle Kampa-Halle
Plätze 4059
Präsident Markus Stahlhut (interim)
Geschäftsführer Nils Torbrügge
Trainer Island Erlingur Richardsson
Liga 2. Bundesliga
2025/26
Rang 17. Platz (Bundesliga)
DHB-Pokal2. Runde
Websitegwd-minden.de
Heim
Auswärts
Größte Erfolge
NationalDeutscher Meister
1967, 1970, 1971 (Feld)
1971, 1977 (Halle)
DHB-Pokalsieger
1975, 1976, 1979
InternationalIHF-Europapokalsieger
1968, 1969, 1970 (Feld)

Der Turn- und Sportverein Grün-Weiß Dankersen-Minden e. V. (kurz TSV GWD Minden, GWD Minden oder GWD) ist ein Sportverein aus der ostwestfälischen Stadt Minden in Nordrhein-Westfalen, der vor allem durch die Erfolge seiner Handballsparte bekannt ist. Der Spielbetrieb der Bundesligamannschaft, die unter dem damaligen Namen TSV Grün-Weiß Dankersen zu den Gründungsmitgliedern gehört und derzeit in der Handball-Bundesliga spielt, ist in die GWD Minden Handball-Bundesliga GmbH & Co. KG ausgelagert. In der Ewigen Bundesliga-Tabelle belegt sie derzeit den achten Platz. Die Zahl der Mitglieder beläuft sich auf 746. Der Verein war in allen vom Deutschen Handballbund neu eingerichteten oder eingleisig gestalteten bundesweiten Spielklassen im Männerbereich Gründungsmitglied.

Vereinsgeschichte

1924 bis 1926 – Die Gründung des Vereins

Am 31. Mai 1924 fand in der Gastwirtschaft Chr. Piepenbrink in Dankersen – einem Ort mit etwa 5000 Einwohnern (seit der Gebietsreform 1973 ein Stadtteil Mindens) – die Gründungsversammlung einer Deutschen Turnerschaft statt. Während der Versammlung traten 45 Mitglieder männlichen Geschlechts dem zunächst reinen Turnverein bei. Es wurde ein provisorischer Vorstand unter dem Vorsitz von Anton Buhrmester gewählt. Am 20. Juni bestimmten die Mitglieder die Vereinsfarben Grün-Weiß und den Vereinsnamen „Turnverein Deutsche Eiche Dankersen DT“. Offiziell anerkannt wurde der Verein am 26. November mit der Genehmigung der beschlossenen Satzung durch das Amtsgericht Minden.

Geschichte der Handballabteilung

1926 bis 1945 – Die frühen Vereinsjahre, NS-Zeit und Zweiter Weltkrieg

Saisondaten 1926–1939
Saison Liga Pl. Tore Punkte
1926/27 nicht am Spielbetrieb teilgenommen
1927/28 nicht am Spielbetrieb teilgenommen
1928/29 Bezirksklasse Nord 1 ?:? ?:?
1929/30 Gauklasse Gruppe A 1 ?:? 18:2
1930/31 Gauklasse Gruppe A 2 ?:? 15:5
1931/32 Gauklasse Gruppe A 1 ?:? 15:1
1932/33 Meisterklasse ? ?:? ?:?
1933/34 Bezirksklasse ? ?:? ?:?
1934/35 Bezirksklasse 2 ?:? 18:6
1935/36 Bezirksklasse 2 112:85 20:8
1936/37 Bezirksklasse 1 106:78 20:8
1937/38 Bezirksklasse 1 130:75 24:4
1938/39 Bezirksklasse 4 99:103 12:12
grün unterlegt: Aufstieg
rot unterlegt: Abstieg

Es ist bislang nicht endgültig geklärt, wann genau der Handballsport seinen Anfang beim TV Eiche hatte. Spätestens aber im Sommer 1927 nahm erstmals eine Jugendmannschaft am Spielbetrieb teil. Die Herren starteten in der Saison 1928/29 in der Bezirksliga und erreichten durch den ersten Tabellenplatz das Aufstiegsspiel zur Gauklasse, welches gegen den MTV Minden II jedoch mit 4:6 verloren wurde. Durch eine Neueinteilung der Spielklassen aufgrund steigender Meldezahlen wurde ein Entscheidungsspiel gegen TV Jahn Minden II notwendig. Durch einen 3:2-Erfolg gelang der Aufstieg. In der Gauklasse wurde erneut der Staffelsieg geholt. Die folgende Aufstiegsrunde zur Meisterklasse wurde nicht erfolgreich bestritten. Nach einem zweiten Platz in der Saison 1930/31, klappte der Aufstieg eine Saison später durch einen 5:3-Sieg gegen den TV Altenhagen und somit wurde die Saison 1932/33 in der Meisterklasse gespielt.

Durch die Machtergreifung der Nationalsozialisten und die damit verbundene Gründung von Fachverbänden verlor die Deutsche Turnerschaft die Austragung der Meisterschaftsspiele im Handball an die Deutsche Sportbehörde für Leichtathletik. Es kam zu einem Kompetenz-Streit, den beide Verbände erst Mitte September 1933 beendeten, indem sie sich auf die Austragung gemeinsamer Meisterschaften einigten. Obwohl der Minden-Ravensberger Turnbezirk in seiner Spielklasseneinteilung den TV Eiche weiterhin der Meisterklasse zugeordnet hatte, verlor man den Platz in der höchsten Spielklasse aufgrund einer Neuorganisation der Spielklassen und wurde in die Bezirksklasse eingeordnet. In der Saison 1933/34 konnte der Abstieg knapp verhindert werden.

Die folgenden vier Jahre verliefen besser. Auf zwei zweite Plätze, folgten zwei Staffelsiege. In den Saisons 1936/37 und 1937/38 erreichte man bei den ostwestfälischen Bezirksmeisterschaften jedoch nicht den benötigten zweiten Platz, um an den Aufstiegsspielen teilzunehmen. Die letzte Saison vor Kriegsausbruch beendete der TV Eiche auf Rang vier. Danach kam der Spielbetrieb fast komplett zum Erliegen. Einzelne Versuche eine Meisterschaft auszutragen, schlugen aufgrund der vielen Wehrmachts-Einberufungen junger Männer immer wieder fehl. Ende Oktober 1941 wurde das vermutlich letzte Meisterschaftsspiel vor 1946 gegen den TuS Minderheide mit 3:11 verloren.

1945 bis 1961 – TSV Grün-Weiß Dankersen

Bilanz und Erfolge 1946–1961
Saison Feldhandball Hallenhandball
1946 Aufstieg in Gauklasse diverse Titel auf
Kreis- und Bezirksebene
1947 Aufstieg in Oberliga
1948 Oberliga
1949 Abstieg aus Oberliga
1950 3. Platz Gauklasse
1951 Pokalsieger Westfalen
1952 2. Platz Landesliga
1953 1. Platz Landesliga
1954 Aufstieg in Oberliga
1955 4. Platz Oberliga Ostwestfalenmeister
1956 2. Platz Oberliga Vize-West-DM
1957 Oberliga 3. Platz West-DM
1958 Westfalenmeister Vize-Westfalenmeister
1959 Oberliga Vize-Westfalenmeister
1960 Westfalenmeister Vize-Ostwestfalenmeister
1961 Zwischenrunde DM Vize-Westfalenmeister

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Verein am 21. Oktober 1945 neu gegründet. Da der Name „Eiche“ nicht mehr weitergeführt werden durfte, wurde am 6. April 1946 während einer Monatsversammlung der neue Vereinsname TSV Grün-Weiß Dankersen (GWD) gewählt.

1961 bis 1980 – Meisterschaften im Feld- und Hallenhandball, nationale und internationale Pokalsiege

Feldhandball

Saisondaten Feld 1961–1975
Saison nur Endrunde der deutschen Meisterschaft
1962 Finale
1963 Halbfinale
1964 Finale
1965 Finale
1966 nicht qualifiziert
Saison Liga Platz Tore Punkte
1967 Bundesliga Nord 1 248:184 33:3
1968 Bundesliga Nord 2 212:193 23:13
1969 Bundesliga Nord 1 304:200 34:2
1970 Bundesliga Nord 2 212:151 20:8
1971 Bundesliga Nord 2 181:161 19:9
1972 offiziell nur eine Pokalrunde
1973 Bundesliga nicht teilgenommen
Saison nur Endrunde der deutschen Meisterschaft
1974 nicht teilgenommen
1975 nicht teilgenommen
gold unterlegt: Gewinn der deutschen Meisterschaft

Zwischen den Jahren 1921 und 1975 gab es in Deutschland Feldhandball-Meisterschaften. In den 1960er Jahren spielte Grün-Weiß Dankersen sehr erfolgreich um die Meisterschaft mit. Der 1967 eingeführten Feldhandball-Bundesliga gehörte der Verein in sechs der sieben Sommerspielzeiten ihrer Existenz an. In der Saison 1967 gelang es dem TSV nach drei Vizemeisterschaften erstmals auch das Finalspiel zu gewinnen und deutscher Feldhandballmeister zu werden, der erste deutsche Meistertitel der Vereinsgeschichte. 1970 und 1971 folgten zwei weitere Titel. Nach dem Ende der Saison 1972 zog Grün-Weiß sich allerdings aus dem Feldhandball zurück. In den Jahren 1968 bis 1970 gewann man als einzige Mannschaft den Feldhandball-Europapokal. Bei allen drei Austragungen blieb man ohne Punktverlust.

Hallenhandball

Saisondaten Halle 1961–1980
Saison nur Endrunde der deutschen Meisterschaft
1962 Vorrunde
1963 nicht qualifiziert
1964 nicht qualifiziert
1965 Finale
1966 nicht qualifiziert
Saison Liga Pl. Tore Punkte Pokal
1966/67 Bundesliga Nord 2 290:215 19:9
1967/68 Bundesliga Nord 2 237:176 21:7
1968/69 Bundesliga Nord 4 240:200 15:13
1969/70 Bundesliga Nord 2 220:188 20:8
1970/71 Bundesliga Nord 1 210:178 20:8
1971/72 Bundesliga Nord 3 201:181 18:10
1972/73 Bundesliga Nord 2 227:168 23:5
1973/74 Bundesliga Nord 3 314:251 24:12
1974/75 Bundesliga Nord 2 333:292 25:11 P
1975/76 Bundesliga Nord 2 302:259 24:12 P
1976/77 Bundesliga Nord 1 356:279 30:6 2R
1977/78 Bundesliga 3 448:401 38:14 1R
1978/79 Bundesliga 6 462:417 31:21 P
1979/80 Bundesliga 6 401:425 27:25 AF
gold unterlegt: Gewinn der deutschen Meisterschaft
gelb unterlegt: DHB-Pokalsieger

Als Westfalenmeister 1966 qualifizierte sich GWD erst über die Zwischenrunde der Westdeutschen Meisterschaft als einer von vier Vereinen aus dem Westdeutschen HV für die neu geschaffene Bundesliga. In der Nordstaffel der zweigleisigen Liga entwickelte sich sofort eine Rivalität mit dem VfL Gummersbach. In den elf Jahren der Zweigleisigkeit wurde GWD zwei Mal Erster und sechs Mal Zweiter (immer hinter Gummersbach) und landete immer unter den besten vier Mannschaften. 1971 gelang durch einen 14:10 (10:4)-Erfolg im Finale gegen den TV Großwallstadt der Gewinn der Deutschen Meisterschaft. 1975 und 1976 war GWD als Deutscher Vizemeister jeweils für das Endspiel um den 1975 neu geschaffenen DHB-Pokal gesetzt und qualifizierte sich beide Male für den Europapokal der Pokalsieger (erst seit der Saison 1976/77 wird eine 'richtige' Pokalrunde gespielt). 1977 wurde GWD abermals im Endspiel gegen den TV Großwallstadt (21:20) zum zweiten Mal Deutscher Meister im Hallenhandball und ging damit als Titelverteidiger in die erste eingleisige Bundesligaspielzeit.

1980 bis 1995 – Zwei Abstiege, zwei Wiederaufstiege, TSV GWD Minden

Saisondaten 1980–1995
Saison Liga Pl. Tore Punkte Pokal
1980/81 Bundesliga 12 375:380 19:33 VF
1981/82 2. Bundesliga Nord 1 441:368 36:8 AF
1982/83 Bundesliga 7 434:445 22:26 1R
1983/84 Bundesliga 8 459:466 25:27 1R
1984/85 Bundesliga 8 488:501 23:29 AF
1985/86 Bundesliga 13 515:608 14:38 2R
1986/87 2. Bundesliga Nord 3 565:548 33:19 1R
1987/88 2. Bundesliga Nord 3 587:529 34:18 2R
1988/89 2. Bundesliga Nord 4 486:468 30:22 AF
1989/90 2. Bundesliga Nord 10 515:504 25:27 1R
1990/91 2. Bundesliga Nord 5 544:510 32:20 2R
1991/92 2. Bundesliga Nord 3 655:479 45:7 2R
1992/93 2. Bundesliga Nord 3 568:467 35:17 3R
1993/94 2. Bundesliga Nord 2 837:697 53:15 2R
1994/95 2. Bundesliga Nord 1 920:720 60:8 3R
grün unterlegt: Aufstieg
rot unterlegt: Abstieg

Erstmals musste GWD nach der Saison 1980/81 in die 2. Bundesliga absteigen. Doch bereits ein Jahr später war GWD wieder Erstligist. Ein erneuter Abstieg fand in der Saison 1985/86 statt. Nach neun Jahren gelang GWD Minden in der Saison 1994/95 dann der Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga. Am 2. November 1985 gab es einen erneuten Namenswechsel zu TSV GWD Minden, da man sich dadurch ein größeres Interesse der Sponsoren erhoffte.

1995 bis 2002 – Große Investitionen, Fast-Insolvenz und Enttäuschungen

Saisondaten 1995–2002
Saison Liga Pl. Tore Punkte Pokal
1995/96 Bundesliga 14 688:735 22:38 AF
1996/97 Bundesliga 11 776:810 25:35 3R
1997/98 Bundesliga 10 705:703 25:31 3R
1998/99 Bundesliga 10 706:725 27:33 3R
1999/00 Bundesliga 7 872:818 42:26 HF
2000/01 Bundesliga 9 979:969 40:36 HF
2001/02 Bundesliga 9 935:945 36:32 VF

Das erste Jahr nach dem Wiederaufstieg unter dem neuen Trainer Jürgen Kloth verlief weitgehend ruhig. Mit einem guten Saisonstart und Siegen gegen die drei Top-Teams der Liga (zu Hause gegen den THW Kiel und den TBV Lemgo, auswärts bei der SG Flensburg-Handewitt) legte man früh den Grundstein für den Klassenerhalt. Dass die beiden Absteiger HSV Düsseldorf und VfL Bad Schwartau heißen würden, zeichnete sich bereits in der Hinrunde ab. GWD konnte früh für ein weiteres Jahr in der Bundesliga planen und Transferaktivitäten anschieben.

Vlado Šola

Im Dezember 1995 fällte der Europäische Gerichtshof (EuGH) das sogenannte Bosman-Urteil, das die Welt des Profisports über Nacht verändern sollte. Die Ausländerbeschränkung in Vereinen für Spieler aus der EU entfiel und legte den Grundstein dafür, dass fortan die besten Handballspieler der Welt in Deutschland spielten. Die deutschen Bundesliga-Vereine einigten sich darauf, die Saison 1995/96 trotzdem mit nur jeweils einem ausländischen Spieler zu beenden. Doch GWD Minden setzte sich über diese Vereinbarung hinweg und nahm unmittelbar den kroatischen Torwart Vlado Šola unter Vertrag. Somit wurde Šola zum ersten Handballer überhaupt, der vom Bosman-Urteil profitierte. Während vor allem viele Spitzenvereine auch in der Folgesaison zögerlich mit der Neuregelung umgingen, weil sie entweder ihre Gehaltsstruktur nicht gefährden wollten oder keinen Bedarf sahen, ging das Management von Minden um Günter Horn und Hans Moog erneut in die Offensive und verpflichtete reihenweise ausländische Top-Spieler wie Johan Petersson, Sigurður Bjarnason, Tomislav Farkaš und Stéphane Stoecklin. Als neuen Trainer präsentierten sie zudem den Polen Zenon Łakomy.

In der Saison 1996/97 verfügte aus der Stamm-Sieben somit nur Kreisläufer Andreas Bock über einen deutschen Pass. Diese Tatsache stieß beim Rest der Liga zunächst auf Ablehnung und schnell machte eine neue Assoziation des Kürzels GWD (Ganz wenig Deutsche) die Runde. Durch die Stars erhoffte man sich mit sportlichem Erfolg den finanziellen Aufwand decken zu können. Der sportliche Erfolg blieb aus. Am Ende der Saison geriet man sogar noch in leichte Abstiegsgefahr.

GWD ließ lediglich zweimal wirklich aufhorchen. Zum einen beim Auswärtsspiel in der Kieler Ostseehalle, als man kurz vor der Pause bereits mit acht Toren führte, am Ende aber dennoch verlor. Zum anderen beim Auswärtsspiel in der altehrwürdigen Magdeburger Hermann-Gieseler-Halle, als man dem SC Magdeburg mit 23:32 die bis dato höchste Heimniederlage der Vereinsgeschichte zufügte.

Horst Bredemeier

Die Schulden wuchsen auf ca. 2,8 Millionen D-Mark an. Manager Moog verstrickte sich neben dem finanziellen Desaster außerdem in einen Machtkampf mit Torwart und Publikumsliebling Chrischa Hannawald, an dessen Ende Hannawalds Wechsel zur HSG LTV/WSV Wuppertal stand. Das Duo Moog/Horn wurde durch Horst Bredemeier als Manager und Jürgen Riechmann als Geschäftsführer ersetzt. GWD stand kurz vor der Insolvenz und wurde durch Bürgschaften gerettet. Ein langjähriges Entschuldungskonzept wurde in die Wege geleitet.

Stéphane Stoecklin wurde in seiner Zeit in Minden zum Welthandballer 1997 gewählt und Torschützenkönig der Bundesliga in der Saison 1997/98. Danach nahm er ein lukratives Angebot von Honda Suzuka aus Japan an.

Trotz der finanziellen Probleme gelang es Bredemeier weiterhin eine nominell schlagkräftige Mannschaft auf die Beine zu stellen und renommierte Spieler wie Magnus Andersson, Aaron Ziercke, Martin Frändesjö, Alexander Tutschkin und nicht zuletzt den zweifachen Welthandballer Talant Dujshebaev ausgerechnet vom Kreisrivalen TuS Nettelstedt zu verpflichten. Der Verein zählte zu dieser Zeit unter Experten immer wieder zu den Geheimfavoriten auf den Meistertitel. Doch mehr als ein Platz im oberen Mittelfeld wurde nie erreicht und die Europapokalplätze reihenweise verpasst.

Dies lag auch daran, dass es weiterhin Skandale und großes Verletzungspech gab. Tutschkin war in einen Autounfall unter Alkoholeinfluss verwickelt, überlebte schwer verletzt und fiel fast ein halbes Jahr aus. Dujshebaev wurde wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung für einen Tag in Untersuchungshaft genommen. Auch er fiel zuvor bereits mehrere Monate mit einer Fußverletzung aus.

Einzige Erfolgserlebnisse waren zwei Teilnahmen am DHB-Pokal-Final Four in der Alsterdorfer Sporthalle in Hamburg in den Jahren 2000 und 2001. Beide Male scheiterte GWD jedoch im Halbfinale. Besonders enttäuschend war hierbei das Jahr 2001, da es ausnahmsweise keine namhaften Mannschaften in die Halbfinalspiele geschafft hatten und Minden als Favorit ins Spiel gegen die HSG D/M Wetzlar ging, jedoch mit einem 10:17 bereits zur Halbzeit hoch zurücklag. Die Aufholjagd im zweiten Durchgang war nicht mehr von Erfolg gekrönt und man unterlag knapp mit 27:28.

2002 bis 2009 – Steter Abstiegskampf, Intermezzo in Hannover, „Wunder von Flensburg“ und Entschuldung

Saisondaten 2002–2009
Saison Liga Pl. Tore Punkte Pokal
2002/03 Bundesliga 12 930:984 26:42 2R
2003/04 Bundesliga 13 897:1016 23:45 2R
2004/05 Bundesliga 16 931:1016 18:50 3R
2005/06 Bundesliga 13 931:1001 21:47 3R
2006/07 Bundesliga 14 864:994 18:50 2R
2007/08 Bundesliga 15 893:1009 18:50 2R
2008/09 Bundesliga 13 914:1017 25:43 VF

Nach Problemen mit der Zusammenstellung des Etats für die Saison 2004/05 einigte man sich mit den Betreibern der TUI Arena in Hannover (damals noch Preussag-Arena), dass GWD Minden knapp die Hälfte seiner Bundesligaspiele von der heimischen Kampa-Halle in Minden nach Hannover verlegt. Im Gegenzug finanzierte die TUI Arena einen Großteil des Etats. Bereits in der Vorsaison hatten die Mindener ihre Topspiele in Hannover ausgetragen.

Die Bundesliga-Mannschaft des TSV GWD Minden wurde offiziell in GWD Minden-Hannover umbenannt. Alle anderen Mannschaften GWDs spielten jedoch weiterhin als TSV GWD Minden. Die Spiele von GWD Minden-Hannover stießen jedoch zumeist auf geringes Interesse des hannoverschen Publikums.

Im September 2005 kam es zu Streitigkeiten zwischen der Geschäftsführung von GWD Minden-Hannover und dem Eigner der TUI Arena, Günter Papenburg. Papenburg stellte die Zahlungen an GWD Minden-Hannover ein. Er warf den Mindenern vor, sein Geld nicht für eine konkurrenzfähige Mannschaft zu verwenden. Daraufhin kündigte GWD den Vertrag mit der Arena und bestreitet nun wieder alle Spiele in Minden. Außerdem wurde der Namenszusatz „Hannover“ gestrichen, so dass die Profimannschaft nun wieder GWD Minden heißt, während das TSV nur im Namen des Stammvereins zu finden ist.

Die Tabellensituation vor dem 34. Spieltag 2007/08
Pl. Verein Sp. S U N Tore Diff. Pkt.
15. TUSEM Essen 33 7 3 23 896:1022 −126 17:49
16. GWD Minden 33 7 2 24 864:981 −117 16:50
17. TuS N-Lübbecke 33 7 2 24 844:993 −149 16:50
18. Wilhelmshavener HV 33 4 6 23 836:1010 −174 14:52
Die Tabellensituation nach dem 34. Spieltag 2007/08
Pl. Verein Sp. S U N Tore Diff. Pkt.
15. GWD Minden 34 8 2 24 893:1009 −116 18:50
16. TUSEM Essen 34 7 4 23 931:1057 −126 18:50
17. TuS N-Lübbecke 34 8 2 24 874:1019 −145 18:50
18. Wilhelmshavener HV 34 4 6 24 866:1047 −181 14:54

Einen Höhepunkt der Jahre, in denen GWD jede Saison um den Klassenerhalt kämpfte, stellte das wohl dramatischste Finale im Abstiegskampf der Bundesliga-Geschichte (neben der Saison 2018/19) in der Saison 2007/08 dar. Am vorletzten Spieltag unterlag man im Derby dem TuS N-Lübbecke vor heimischer Kulisse. Zwar stand man damit noch immer auf dem Relegationsplatz, doch während es für GWD am letzten Spieltag zum haushohen Favoriten und bereits feststehenden Vizemeister SG Flensburg-Handewitt ging, hatten die direkten Konkurrenten TUSEM Essen (gegen MT Melsungen) und Lübbecke (gegen die Füchse Berlin) Heimspiele gegen Mannschaften aus dem Mittelfeld der Tabelle zu bewältigen. Somit war auch den Mindenern klar, dass wohl nur ein Sieg in Flensburg zum Erreichen der Relegation reichen würde. Dies schien aufgrund des bisherigen Saisonverlaufs in Kombination mit einer extremen Mindener Auswärtsschwäche (1:31 Punkte) nahezu unmöglich.

Doch an diesem letzten Spieltag schien zunächst alles für GWD zu laufen. Man ging schnell in Führung und baute diese sogar aus, sodass zur Halbzeit sogar der direkte Klassenerhalt möglich schien. Lübbecke lag zeitgleich im Hintertreffen, in Essen stand es unentschieden. Doch im zweiten Durchgang schmolz der Mindener Vorsprung und auch in den anderen Hallen wurde es immer enger. Wenige Minuten vor Schluss war der Spielstand in allen drei relevanten Spielen knapp oder remis. Jeder Treffer brachte nun eine vollkommen neue Tabellenkonstellation mit sich. Lübbecke schaffte letztendlich den Sieg, Essen erreichte ein Unentschieden. Damit war klar, dass Minden nur ein Sieg hilft. Beim Stand von 28:29 für GWD hatte Flensburg dann neun Sekunden vor dem Ende die große Gelegenheit zum Ausgleich. Thomas Mogensen war frei durch, doch Torwart Malik Beširević hielt seinen Wurf und lenkte den Ball mit der Hacke ins Toraus. Als dann auch noch die Nachricht vom Essener Unentschieden gegen Melsungen bekannt wurde, war tatsächlich sogar der direkte Klassenerhalt geschafft. Minden, Essen und Lübbecke waren am Saisonende punktgleich. Nur das Torverhältnis entschied über Klassenerhalt (Minden), Relegation (Essen) und Abstieg (Lübbecke). Zur Rückkehr der Mannschaft am späten Abend organisierten die Fans eine spontane Feier und man sprach ab diesem Zeitpunkt nur noch vom „Wunder von Flensburg“.

Der Rest der Liga – allen voran der TuS N-Lübbecke und TUSEM Essen als Leidtragende – sprachen teilweise sogar recht deutlich von Betrug oder zumindest von Wettbewerbsverzerrung durch die Flensburger. Auch im Internet löste das Ergebnis aus Flensburg kontroverse Diskussionen aus, die selbst Monate danach nicht verstummten.

Die folgende Saison 2008/09 wurde die beste unter Trainer Richard Ratka. Der Klassenerhalt wurde sicher erreicht.

2009 bis heute – „Fahrstuhlmannschaft“ und 90-jähriges Bestehen

Saisondaten 2009–heute
Saison Liga Pl. Tore Punkte Pokal
2009/10 Bundesliga 18 847:1004 10:58 3R
2010/11 2. Bundesliga Nord 2 1009:886 50:14 1R
2011/12 2. Bundesliga 1 1196:1029 57:19 2R
2012/13 Bundesliga 14 880:1009 18:50 VF
2013/14 Bundesliga 14 905:976 24:44 2R
2014/15 Bundesliga 16 950:1003 25:47 AF
2015/16 2. Bundesliga 2 1136:998 66:14 VF
2016/17 Bundesliga 12 843:948 24:44 AF
2017/18 Bundesliga 12 896:968 26:42 1R
2018/19 Bundesliga 14 935:960 26:42 AF
2019/20 Abbr Bundesliga 15 690:720 18:34 1R
2020/21 Bundesliga 16 989:1051 28:48 X
2021/22 Bundesliga 16 857:950 18:50 VF
2022/23 Bundesliga 17 932:1093 13:55 2R
2023/24 2. Bundesliga 15 982:1005 27:41 2R
2024/25 2. Bundesliga 2 1063:1001 47:21
2025/26 Bundesliga 17 942:1090 17:51 2R
grün unterlegt: Aufstieg
rot unterlegt: Abstieg
Abbr 
Saison-Abbruch aufgrund der COVID-19-Pandemie

In der Saison 2009/10 stieg GWD als Tabellenletzter in die 2. Bundesliga ab. Trainer Ratka wurde nach nur einem Sieg im Februar entlassen und durch den Schweden Ulf Schefvert ersetzt. Doch auch unter seiner Führung gelang der Mannschaft lediglich ein weiterer Sieg.

Nach dem Abstieg galt Minden in der Saison 2010/11 als klarer Favorit auf den Aufstieg. Doch es gelang lediglich die Vizemeisterschaft in der Nordstaffel der 2. Handball-Bundesliga. In der anschließenden Relegation um den Aufstieg scheiterte man am Vizemeister der Südstaffel TV Hüttenberg. Ein Jahr später wurde man in der ersten Saison der eingleisigen 2. Bundesliga Meister 2012 und stieg wieder in die 1. Liga auf.

Nach durchaus gelungenem Start in der Hinrunde der Bundesliga-Saison 2012/13, verschlechterten vor allem zwei Auswärtsniederlagen bei den direkten Konkurrenten TV Neuhausen und TUSEM Essen die Mindener Position im Abstiegskampf. Im März sah sich die Vereinsführung gezwungen, Trainer Schefvert seines Amtes zu entheben und präsentierte Sead Hasanefendić als seinen Nachfolger. Unter ihm wurden die nötigen Punkte zum Klassenerhalt geholt. GWD Minden machte Hasanefendić ein Angebot zur Fortführung der Zusammenarbeit. Er lehnte jedoch ab und übernahm die tunesische Nationalmannschaft.

Als neuer GWD-Trainer wurde für die Saison 2013/14 der Kroate Goran Perkovac präsentiert, der für dieses Engagement seinen Vertrag bei der Schweizer Nationalmannschaft auflöste. Minden schaffte erneut den Klassenerhalt, auch weil man sich nicht mehr nur auf seine Heimstärke verlassen musste. Am 1. März endete mit einem 24:20-Sieg beim Bergischen HC eine fast fünfjährige und 46 Spiele andauernde Durststrecke in Bundesliga-Auswärtsspielen.

Zum 90-jährigen Bestehen des Vereins folgte der FC Barcelona einer Einladung von GWD Minden und trat am 19. August 2014 zu einem Freundschafts- und Benefizspiel zugunsten der José Carreras Leukämie-Stiftung in der Kampa-Halle an. Minden führte lange und zwischenzeitlich mit sieben Toren Vorsprung. Am Ende setzte sich jedoch Barcelona mit 31:30 (14:19) durch. Im Februar 2015 wurde Trainer Goran Perkovac nach dem Abrutschen auf den 18. Tabellenplatz entlassen und durch Frank Carstens ersetzt. Kurz zuvor waren bereits Spekulationen darüber entbrannt, dass der Wechsel zur neuen Saison bereits festgestanden haben soll. Doch auch mit Carstens konnten die benötigten Punkte zum Klassenerhalt nicht mehr eingefahren werden und GWD musste zum insgesamt vierten Mal aus der Bundesliga absteigen. Hauptursache hierfür waren die extremen Leistungsschwankungen während der Saison. Hohen Siegen gegen favorisierte Gegner wie die Füchse Berlin, den HSV Hamburg oder den SC Magdeburg folgten teils folgenreiche Niederlagen gegen direkte Konkurrenten wie den TBV Lemgo, die HBW Balingen-Weilstetten, den Bergischen HC oder die SG BBM Bietigheim. Am Abstieg änderte auch ein Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung zur vorläufigen Zulassung für den Spielbetrieb der Handball-Bundesliga vor dem Landgericht Dortmund nichts mehr. GWD wehrte sich gegen die Wertung als Absteiger. Der Antrag wurde am 25. Juni zurückgewiesen. Am 30. Juni gab GWD Minden bekannt, dass man keine weiteren Rechtsmittel einlegen werde.

Die 2. Bundesliga startete in der Saison 2015/16 mit 21 Mannschaften. Jedes Team musste somit 40 Spiele absolvieren. GWD konnte bereits am viertletzten Spieltag den Aufstieg feiern. Mit vier Punkten Rückstand auf den HC Erlangen wurde der zweite Tabellenplatz belegt.

In der Saison 2016/17 konnte der Klassenerhalt als Tabellen-Zwölfter am Ende sicher erreicht werden. Am 26. März absolvierte GWD Minden als erst fünfter Verein überhaupt sein 1000. Bundesliga-Spiel. Das Heimspiel gegen den Bergischen HC konnte mit 27:22 gewonnen werden.

Geschichte der anderen Abteilungen des Vereins

Neben der Handballabteilung als heutigem Aushängeschild des Vereins gibt es auch andere Sportabteilungen, welche die Geschichte des TSV mitprägten und auch heute noch bestehen.

Turnen

Der Turnsport war Beweggrund für die Gründung des Vereins im Jahr 1924 und bildete die Grundlage für die späteren Erfolge der Handballer.

Volleyball

Die Volleyballabteilung besteht seit dem 22. September 1975 und trat am 1. Oktober 1976 dem Westdeutschen Volleyball-Verband bei.

Judo

Die im September 1987 gegründete Judoabteilung ist die jüngste Sparte des Vereins. Maßgeblich an dessen Aufstieg beteiligt war Trainer Hasso Heyer, der 20 Jahre lang Judokas ausbildete. Gleich mehrfach errangen Schützlinge Heyers nationale und internationale Titel. Heute zählt die Abteilung rund 40 Mitglieder.

Wappenhistorie

Erfolge und Titel

Feldhandball

Hallenhandball

Statistiken

Bemerkenswertes und Kurioses

Stand: 28. Juni 2021

Vereinsrekorde

Stand: 10. Juli 2017

Spieler und Trainer

Erste Mannschaft

Aktueller Kader der Saison 2026/27

Nr. Nation Name Position Größe Geburtsdatum Alter Geburtsort seit Vertrag bis Letzter Verein
1 Deutschland Malte Semisch Tor 2,08 m 5. Sep. 1992 34 Neustadt am Rübenberge, Deutschland 1. Juli 2019 30. Juni 2027 Füchse Berlin
16 Tibor Ivanišević Tor 1,97 m 16. Aug. 1990 36 Mostar, Jugoslawien 30. Juni 2025 30. Juni 2027 Frisch Auf Göppingen
3 Dänemark Daniel Astrup Pedersen Kreismitte 1,97 m 13. Juli 1999 27 1. Juli 2025 30. Juni 2027 Olympic/Viking Helsingborg HK
4 Deutschland Jan Malte Diekmann Rechtsaußen 1,80 m 15. Mai 2005 21 1. Juli 2022 30. Juni 2027 TuS N-Lübbecke
5 Deutschland Florian Kranzmann Linksaußen 1,92 m 9. Sep. 2002 24 Bielefeld, Deutschland 1. Juli 2015 30. Juni 2028 SV Brackwede
6 Deutschland Nils Müller Rückraum Mitte 1,88 m 23. Jan. 2006 20 2025 Handball Sport Verein Hamburg
7 Deutschland Lasse Franz Rückraum Mitte 1,86 m 15. Juni 2004 22 Bielefeld, Deutschland 2018 30. Juni 2027 TSG Altenhagen-Heepen
8 Karolis Antanavičius Rückraum links 1,94 m 6. Jan. 1998 28 Utena, Litauen 1. Juli 2025 30. Juni 2027 Alpla HC Hard
9 Dänemark Morten Hempel Jensen Rückraum links 1,92 m 1. Nov. 1997 28 Aarhus, Dänemark 1. Juli 2025 30. Juni 2027 Skanderborg Aarhus Håndbold
11 Deutschland Mats Korte Linksaußen 1,84 m 28. Apr. 1997 29 Minden, Deutschland 2009 30. Juni 2028 TSV Hahlen
13 Deutschland Ian Weber Rückraum Mitte 1,90 m 24. Mai 2000 26 Darmstadt, Deutschland 30. Juni 2024 30. Juni 2028 TV Hüttenberg
19 Jakub Štěrba Rechtsaußen 1,85 m 11. Juli 1996 30 Ivančice, Tschechien 30. Juni 2025 30. Juni 2028 ASV Hamm-Westfalen
20 Deutschland Antonio Metzner Rückraum rechts 2,07 m 27. Juni 1996 30 Ludwigshafen am Rhein, Deutschland 30. Juni 2026 30. Juni 2028 HC Erlangen
21 Deutschland Mika Sajenev Kreismitte 2,04 m 30. Juli 2003 23 1. Jan. 2026 30. Juni 2028 HSG Nordhorn-Lingen
22 Deutschland Philipp Vorlicek-Michalczik Rückraum rechts 1,93 m 7. Mai 1995 31 1. Juli 2024 30. Juni 2028 VfL Eintracht Hagen
27 Deutschland Max Staar Rechtsaußen 1,87 m 18. Aug. 1998 28 Hagen, Deutschland 4. März 2015 30. Juni 2027 TV Großwallstadt
73 Deutschland Alexander Weck Rückraum links 1,89 m 25. Sep. 2000 26 1. Juli 2024 30. Juni 2029 Bergischer HC
Stand: 5. August 2026

Trainer- und Betreuerstab

Funktion Nation Name Geburtsdatum Alter
Trainer Erlingur Richardsson 19. Sep. 1972 54
Teamkoordinator Deutschland René Gruszka
Physiotherapeut Deutschland Philipp Roessler 7. Sep. 1976 50
Physiotherapeutin Deutschland Britta Wagner 6. Aug. 1965 61
Arzt Deutschland Arndt Middelschulte
Arzt Deutschland Jörg Pöhlmann
Stand: 8. August 2026

Transfers zur Saison 2026/27

Zugänge
Nation Name abgebender Verein
DeutschlandAntonio MetznerHC Erlangen
Stand: 11. Mai 2026
Abgänge
Nation Name aufnehmender Verein
DeutschlandTom BergnerBergischer HC
DeutschlandNiclas HeitkampTV Emsdetten
DeutschlandMichael SchulzZiel unbekannt
DeutschlandMalte DonkerTVB Stuttgart
DeutschlandKeno DanzenbächerAhlener SG
Stand: 29. Mai 2026

Bekannte ehemalige Spieler

Die Auswahl beschränkt sich auf Spieler, die mindestens ein A-Länderspiel absolviert haben. Es ist die heutige Nationalität angegeben. In Klammern steht der Zeitraum, in dem der Spieler für GWD Minden in der ersten Mannschaft aktiv gespielt hat.

Trainer

(seit 1947)

Mannschaftskapitäne

(seit 1964)

Zweite Mannschaft

Saisondaten 1997-heute
Saison Liga Pl. Tore Punkte Pokal
1997/98 Oberliga Westfalen 4 657:593 28:24 nq
1998/99 Oberliga Westfalen 5 646:619 29:23 nq
1999/00 Oberliga Westfalen 2 610:545 31:17 nq
2000/01 Oberliga Westfalen 3 756:643 36:16 nq
2001/02 Oberliga Westfalen 1 870:762 41:15 nq
2002/03 Regionalliga Nord 5 910:838 38:22 nq
2003/04 Regionalliga Nord 2 959:757 46:14 nq
2004/05 Regionalliga Nord 6 867:841 33:27 nq
2005/06 Regionalliga West 10 957:979 30:34 3R
2006/07 Regionalliga West 8 883:881 29:31 nq
2007/08 Regionalliga West 5 879:818 34:26 2R
2008/09 Regionalliga West 8 934:899 30:30 nq
2009/10 Regionalliga West 10 888:882 29:31 1R
2010/11 3. Liga West 5 907:834 36:24 1R
2011/12 3. Liga West 8 869:853 32:28 nq
2012/13 3. Liga Nord 9 887:866 31:29 nq
2013/14 3. Liga Nord 3 936:844 40:20 1R
2014/15 3. Liga West 9 873:876 27:33 nq
2015/16 3. Liga West 4 872:826 38:22 –
2016/17 3. Liga West 9 852:851 26:34 –
2017/18 3. Liga West 9 868:839 32:28 –
2018/19 3. Liga West 7 888:836 34:26 –
2019/20 Abbr 3. Liga Nord-West 10 624:679 19:29 –
2020/21 Abbr 3. Liga Nord-West 7 115:99 4:4 –
2021/22 3. Liga Staffel B 7 669:652 24:20 –
2022/23 3. Liga Staffel West 13 637:766 13:39 –
grün unterlegt: Aufstieg
Abbr 
Saison-Abbruch aufgrund der COVID-19-Pandemie

Die zweite Männermannschaft von GWD Minden spielte mehrere Spielzeiten in der 3. Liga. Sie dient als Unterbau der ersten Mannschaft, um junge Talente an diese heranzuführen.

In der Vergangenheit konnte sich die Mannschaft gelegentlich auch für den DHB-Pokal qualifizieren. Seit der Saison 2015/16 sind jedoch keine zweiten Mannschaften mehr zugelassen.

Jugendarbeit

Saisondaten 2010-heute
Saison Liga Pl. Tore Punkte DM
2010/11 Regionalliga West 1 787:597 36:8 F
2011/12 Bundesliga Nord 1 805:579 37:7 HF
2012/13 Bundesliga Nord 9 659:693 15:29 nq
2013/14 Bundesliga Ost 3 658:591 32:12 nq
2014/15 Bundesliga West 1 719:518 40:4 VF
2015/16 Bundesliga West 2 682:508 36:8 HF
2016/17 Bundesliga West 1 720:498 42:2 VF
2017/18 Bundesliga West 1 691:520 38:6 HF
2018/19 Bundesliga West 4 667:617 26:18 nq
2019/20 Abbr Bundesliga Nord
Meisterrunde 1
1
3
295:228
320:304
16:2
14:6
nd
Abbr 
Saison-Abbruch aufgrund der COVID-19-Pandemie

Die A-Jugend von GWD Minden ist Gründungsmitglied der A-Jugend-Bundesliga, die zu Beginn der Saison 2011/12 eingeführt wurde und somit die A-Jugend-Regionalligen ersetzte.

Erfolge, Titel und Auszeichnungen

A-Jugend

  • Deutscher Meister (4): 1972, 1978 ∗, 1995, 2000
    • Deutscher Vizemeister (3): 1999, 2003, 2011
  • Westdeutscher Meister (6): 1995, 1999, 2000, 2002, 2003, 2011
    • Vize-Westdeutscher Meister (2): 2009, 2010
  • Westdeutscher Pokalsieger (1): 1997
  • Westfalen-Meister (6): 1995, 1996, 1999, 2000, 2002, 2003
    • Vize-Westfalen-Meister (2): 1997, 2001

B-Jugend

  • Deutscher Meister (2): 1979, 2008
    • Deutscher Vizemeister (2): 2001, 2010
  • Westdeutscher Meister (6): 1997, 2000, 2001, 2007, 2008, 2010
    • Vize-Westdeutscher Meister (2): 2009, 2011
  • Westfalen-Meister (7): 1997, 1998, 2000, 2001, 2007, 2008, 2010

C-Jugend

  • Deutscher Meister (1): 1998 ∗
  • Westdeutscher Meister (3): 1998, 1999, 2000
  • Westfalen-Meister (5): 1998, 1999, 2000, 2006, 2019
    • Vize-Westfalen-Meister (5): 2002, 2004, 2007, 2008, 2009
  • Bezirksmeister (6): 2004, 2006, 2007, 2008, 2009, 2012

D-Jugend

  • Bezirksmeister (4): 2000, 2006, 2010, 2014
  • Bezirkspokalsieger (2): 2001, 2020
∗ 
inoffizieller Titel

Hallen

Kreissporthalle/Kampa-Halle

Die Kampa-Halle in Minden gibt es in ihrer heutigen Form als Multifunktionshalle seit 1999. Ihren Namen verdankt sie dem privaten Sponsor Kampa, der den Umbau finanziell unterstützt hat. Seitdem hat sie bei Handballspielen ein Fassungsvermögen von etwa 4.057 Zuschauern (3.457 Sitz- sowie 600 Stehplätze). Von 1970 bis 1999 hieß sie Kreissporthalle und bot bei maximaler Auslastung etwa 2.600 Zuschauern Platz. In dieser Zeit verfügte die Halle zwar nur einseitig über eine Zuschauertribüne im Süden, diese war jedoch sehr hoch und lag an ihrem höchsten Punkt weit über der Deckenhöhe über dem Spielfeld. Diese Besonderheit verlieh ihr ein sehr prägnantes äußeres Aussehen, welches auch heute noch erkennbar ist. Nach der Modernisierung und der Erweiterung mit einer zusätzlichen Tribüne im Norden, die ebenfalls die Deckenhöhe in der Mitte überragt, hat die Halle nun ein symmetrischeres Aussehen. Für die Zuschauer bedeutet es jedoch große Nachteile, da man vom höchsten Punkt der beiden Tribünen nur die untersten Reihen der jeweils gegenüberliegenden Tribüne sehen kann. Die tiefergelegene Hallendecke über dem Spielfeld stellt somit nicht nur eine Sichtbehinderung dar. Sie ist auch im Hinblick auf eine gute Akustik ein Hindernis.

Die Kampa-Halle soll aufgrund von Brandschutzmängeln zum 31. Dezember 2019 geschlossen werden, sodass GWD Minden erstmals ohne Spielstätte für den Bundesligahandball dasteht. Für die zweite Hälfte der Saison 2019/20 zieht GWD daher in die Halle des Kreisrivalen TuS N-Lübbecke, die Merkur Arena, um und sucht zur Saison 2020/21 nach einer Übergangslösung. Für die Zeit danach ist eine Multifunktionshalle am östlichen Weserufer im Gespräch.

Preussag Arena/TUI Arena

Die TUI Arena war in der Saison 2004/05 Austragungsort von acht Heimspielen. In der darauffolgenden Saison fand nur noch das erste Heimspiel in Hannover statt, bevor es zur Eskalation des Streits mit Betreiber Günter Papenburg kam. Zu Beginn der Zusammenarbeit hieß die Halle noch Preussag Arena, ehe der Name im Herbst 2004 geändert wurde. Sie hatte bei den Handballspielen ein Fassungsvermögen von etwa 10.500 Zuschauern.

Sporthalle Dankersen

Die Sporthalle im Mindener Stadtteil Dankersen wird von allen Reserve- sowie Jugendmannschaften für ihren Trainings- und Spielbetrieb genutzt und bietet etwa 400 Zuschauern Platz.

Zuschauer und Fankultur

Entwicklung der Zuschauerzahlen

Saison Liga Spiele gesamt Ø Entwicklung
2020/21 Bundesliga 19 4 2.948 155 − 94,20 %
2019/20 Bundesliga 13 34.739 2.672 − 4,88 %
2018/19 Bundesliga 17 47.764 2.809 + 5,01 %
2017/18 Bundesliga 17 45.489 2.675 − 4,22 %
2016/17 Bundesliga 17 47.481 2.793 + 30,45 %
2015/16 2. Bundesliga 20 42.822 2.141 − 20,29 %
2014/15 Bundesliga 18 48.352 2.686 + 3,63 %
2013/14 Bundesliga 17 44.075 2.592 + 1,45 %
2012/13 Bundesliga 17 43.450 2.555 + 30,09 %
2011/12 2. Bundesliga 19 37.320 1.964 − 11,57 %
2010/11 2. Bundesliga Nord 17 1 37.760 2.221 − 18,64 %
2009/10 Bundesliga 17 46.407 2.730 – 6,25 %
2008/09 Bundesliga 17 49.500 2.912 + 0,52 %
2007/08 Bundesliga 17 49.250 2.897 + 6,94 %
2006/07 Bundesliga 17 46.059 2.709 – 1,06 %
2005/06 Bundesliga 17 46.544 2.738 − 12,41 %
2004/05 Bundesliga 17 53.140 3.126 + 15,14 %
2003/04 Bundesliga 17 46.150 2.715 + 6,35 %
2002/03 Bundesliga 17 43.400 2.553 + 17,60 %
2001/02 Bundesliga 17 36.900 2.171 – 4,07 %
2000/01 Bundesliga 19 43.000 2.263 − 19,69 %
1999/00 Bundesliga 17 47.900 2.818 + 13,63 %
1998/99 Bundesliga 15 37.200 2.480 + 2,10 %
1997/98 Bundesliga 14 34.000 2.429 – 0,98 %
1996/97 Bundesliga 15 36.800 2.453 + 1,24 %
1995/96 Bundesliga 15 36.350 2.423 + 60,25 %
1994/95 2. Bundesliga Nord 17 25.700 1.512 + 18,22 %
1993/94 2. Bundesliga Nord 17 21.750 1.279 + 10,07 %
1992/93 2. Bundesliga Nord 13 15.100 1.162 + 46,72 %
1991/92 2. Bundesliga Nord 13 10.300 792 − 27,00 %
1990/91 2. Bundesliga Nord 13 14.100 1.085 + 20,56 %
1989/90 2. Bundesliga Nord 13 11.700 900 + 80,00 %
1988/89 2. Bundesliga Nord 13 6.500 500 − 41,45 %
1987/88 2. Bundesliga Nord 13 11.102 854 + 42,10 %
1986/87 2. Bundesliga Nord 13 7.812 601 − 44,91 %
1985/86 Bundesliga 13 14.182 1.091 − 21,79 %
1984/85 Bundesliga 13 18.138 1.395 – 4,58 %
1983/84 Bundesliga 13 19.000 1.462 – 8,17 %
1982/83 Bundesliga 12 19.107 1.592 + 38,43 %
1981/82 2. Bundesliga Nord 11 12.650 1.150 − 31,43 %
1980/81 Bundesliga 13 21.800 1.677 + 9,97 %
1979/80 Bundesliga 13 19.830 1.525 – 9,50 %
1978/79 Bundesliga 13 21.900 1.685 − 13,50 %
1977/78 Bundesliga 13 25.323 1.948
1976/77 Bundesliga Nord 11 2  3
1975/76 Bundesliga Nord 10 2
1974/75 Bundesliga Nord 10 2
1973/74 Bundesliga Nord 9
1972/73 Bundesliga Nord 8 2
1971/72 Bundesliga Nord 7
1970/71 Bundesliga Nord 8 2
1969/70 Bundesliga Nord 7
1968/69 Bundesliga Nord 7
1967/68 Bundesliga Nord 7 3.770 539 + 10,91 %
1966/67 Bundesliga Nord 7 3.400 486
1 
inklusive Relegations-Heimspielen
2 
inklusive Playoff- bzw. K.-o.-Runden-Heimspielen
3 
inklusive wiederholten Heimspielen
4 
In 14 von 19 Spielen waren aufgrund der COVID-19-Pandemie keine Zuschauer zugelassen. Bei den restlichen fünf Spielen war eine stark reduzierte Zuschaueranzahl zugelassen.

Fanclubs

Einziger offizieller Fanclub ist der Fan-Club Grün-Weiß und wurde 1982 gegründet. Daneben gibt es noch die Ultra-Gruppierung Commando 1924 (häufig auch Commando oder C1924), die seit 2003 besteht.

Freundschaften

Rivalitäten

Aufgelistet sind die drei jüngsten sowie eventuell bereits feststehende zukünftige Aufeinandertreffen.

Liste und Statistiken aller bekannten Spiele zwischen GWD Minden und dem TuS N-Lübbecke
Nr. 1 Wettbewerb / Spieltag Datum / Uhrzeit Heim 2 Gast 2 Ergebnis Zuschauer 3 Spielstätte 2
…
108FreundschaftsspielFr., 23. Jan. 2020 19:00GWD MindenTuS N-Lübbecke25:27 (16:11)1.000Kreissporthalle, Lübbecke
Aufstellungen GWD Leon Grabenstein, Malte Semisch – Lucas Meister (2), Maximilian Nowatzki, Joscha Ritterbach (4), Savvas Savvas (2), Christoffer Rambo (3), Mats Korte (1/1), Simon Strakeljahn (2), Juri Knorr (4/1), Miljan Pušica (1), Max Staar (3), Christoph Reißky (2), Justus Richtzenhain (1)
Trainer: Frank Carstens
TuS Péter Tatai, Valentin Beckmann – Jó Gerrit Genz (1), Patryk Walczak (2), Jens Bechtloff (C)ein weißes C in blauem Kreis, Dominik Ebner (2), Łukasz Gierak (5), Marko Bagarić (2), Peter Strosack (5/2), Marvin Mundus, Valentin Spohn (2), Moritz Schade (1), Jan-Eric Speckmann (7/2), Hannes Krassort
Trainer: Emir Kurtagic
109FreundschaftsspielMi., 26. Aug. 2020 20:00TuS N-LübbeckeGWD Minden28:30 (13:17)0Merkur Arena, Lübbecke
Aufstellungen TuS Aljoša Rezar, Johannes Jepsen – Roman Bečvář, Lutz Heiny (2), Dominik Ebner (3), Benas Petreikis (5/3), Marko Bagarić (1), Peter Strosack (C)ein weißes C in blauem Kreis (3), Marvin Mundus, Yannick Dräger (2), Valentin Spohn (5), Marek Nissen, Jan-Eric Speckmann (3), Leoš Petrovský, Tom Skroblien (4/1)
Trainer: Emir Kurtagic
GWD Carsten Lichtlein, Malte Semisch (n.e.) – Lucas Meister (5), Tim Brand, Joscha Ritterbach (2), Justus Richtzenhain, Christoffer Rambo (6/2), Mats Korte (2), Joshua Thiele (1), Aljaksandr Padschywalau (2), Simon Strakeljahn (1), Juri Knorr (3), Miljan Pušica (C)ein weißes C in blauem Kreis (1), Doruk Pehlivan (1), Max Staar (4), Kevin Gulliksen (2)
Trainer: Frank Carstens
110Freundschaftsspiel – Spielothek-Cup 2021 (Spiel um Platz 3)Sa., 21. Aug. 2021 17:00TuS N-LübbeckeGWD Minden25:27 (13:17)?Merkur Arena, Lübbecke
Aufstellungen TuS Aljoša Rezar, Håvard Åsheim – Lutz Heiny (4), Florian Baumgärtner (5), Dominik Ebner, Benas Petreikis (1), Peter Strosack (C)ein weißes C in blauem Kreis, Marvin Mundus, Yannick Dräger (1), Valentin Spohn (7), Tin Kontrec (2), Marek Nissen (3), Jan-Eric Speckmann (2), Leoš Petrovský, Tom Skroblien
Trainer: Emir Kurtagic
GWD Malte Semisch (1), Carsten Lichtlein (C)ein weißes C in blauem Kreis – Lucas Meister (1), Justus Richtzenhain, Christian Zeitz, Mats Korte (4/3), Joshua Thiele (1), Miro Schluroff (1), Nikola Jukić (3), Max Staar (3), Jan Grebenc (6), Mohamed Darmoul (7/3), Ole Günther, Fynn Hermeling, Paul Holzhacker
Trainer: Frank Carstens
Strafen TuS 1× Gelbe Karte Kontrec (10.)
7× Petreikis (4., 19.), Heiny (20.) Ebner (25.), Petrovský (40.), Speckmann (44.), Baumgärtner (52.)
1× Rote Karte Speckmann (44./grobes Foulspiel)
GWD 0× Gelbe Karte
4× Jukić (6.), Schluroff (24.), Staar (35.) Richtzenhain (54.)
1× Rote Karte Richtzenhain (54./grobes Foulspiel)
Siebenmeter TuS 1/0 – verworfen: Skroblien (51.)
GWD 9/6 – verworfen: Korte (34., 44.), Darmoul (40.)
Schiedsrichter Frederic Linker (Recklinghausen) & Sascha Schmidt (Bochum)
68111Handball-Bundesliga 2021/22 – 6. SpieltagSa., 9. Okt. 2021 20:30GWD MindenTuS N-Lübbecke18:23 (7:13)2.481Kampa-Halle, Minden
Aufstellungen GWD Carsten Lichtlein, Malte Semisch – Lucas Meister (1), Maximilian Janke, Florian Kranzmann, Justus Richtzenhain, Christian Zeitz, Mats Korte (3), Joshua Thiele, Niclas Pieczkowski (C)ein weißes C in blauem Kreis (5), Miro Schluroff, Nikola Jukić (2), Max Staar (2), Tomáš Urban (4/4), Jan Grebenc (1)
Trainer: Frank Carstens
TuS Håvard Åsheim, Aljoša Rezar – Lutz Heiny (2), Florian Baumgärtner, Dominik Ebner, Benas Petreikis, Peter Strosack (C)ein weißes C in blauem Kreis (1), Marvin Mundus (1), Yannick Dräger, Tin Kontrec (3), Luka Mrakovčić (1), Valentin Spohn, Marek Nissen, Jan-Eric Speckmann, Leoš Petrovský (1), Tom Skroblien (14/4)
Trainer: Emir Kurtagic
Strafen GWD 1× Gelbe Karte Meister (5.)
5× Staar (18.), Pieczkowski (19.), Meister (24., 54.), Jukić (32.)
TuS 1× Gelbe Karte Petrovský (7.)
4× Spohn (7.), Kontrec (13., 58.), Dräger (47.)
Siebenmeter GWD 6/4 – verworfen: Urban (35., 58.)
TuS 4/4
Schiedsrichter Christian vom Dorff & Fabian vom Dorff (beide Kaarst)
69112Handball-Bundesliga 2021/22 – 24. SpieltagDo., 10. März 2022 19:05TuS N-LübbeckeGWD Minden19:21 (7:10)1.650 (ausverkauft)Merkur Arena, Lübbecke
Aufstellungen TuS Håvard Åsheim, Aljoša Rezar (n.e.) – Rennosuke Tokuda, Lutz Heiny (3), Finn-Jannes Gernus (n.e.), Tom Wolf (n.e.), Benas Petreikis (2), Peter Strosack (C)ein weißes C in blauem Kreis (2), Marvin Mundus, Yannick Dräger, Tin Kontrec, Luka Mrakovčić (1), Marek Nissen, Leoš Petrovský (2), Tom Skroblien (9/2)
Trainer: Emir Kurtagic
GWD Carsten Lichtlein, Malte Semisch – Lucas Meister (3), Maximilian Janke, Florian Kranzmann (2), Justus Richtzenhain, Christian Zeitz, Mats Korte, Joshua Thiele, Niclas Pieczkowski (C)ein weißes C in blauem Kreis (1), Miro Schluroff (4), Max Staar (2), Miro Schluroff, Marko Vignjević (n.e.), Tomáš Urban (4), Jan Grebenc (1), Mohamed Darmoul (6/1)
Trainer: Frank Carstens
Strafen TuS 4× Kontrec (3., 22.), Heiny (8.), Dräger (13.)
GWD 7× Grebenc (13.), Pieczkowski (17., 50.), Richtzenhain (25.), Urban (28.), Zeitz (30.), Thiele (31.)
Siebenmeter TuS 3/2 – verworfen: Skroblien (51.)
GWD 2/1 – verworfen: Darmoul (32.)
Schiedsrichter Robert Schulze & Tobias Tönnies (beide Magdeburg)

Vereinslieder

Die Band zero/zero widmete GWD Minden in ihrem Song Minden aus dem Jahr 2011 folgende Textzeile:

„Du bist treu!
Dein grünes Blut pulsiert in den Adern,
Ob nun Zweite oder Erste: Immer hinter dem Kader!“

und ist als Anspielung auf die Verbundenheit zum Klub unabhängig von dessen Ligazugehörigkeit zu verstehen.

Der Rapper Trauma erwähnt GWD in seinem Song Mi, myself and I aus dem Jahr 2018:

„Spart Euch das Gelächter!
Spitten wie der Weserspucker – GWD und Treffer!“

Sponsoring

Trikot-Hauptsponsoren

Ausrüster

GWD Minden wird seit 1964 ununterbrochen ausschließlich von hummel ausgerüstet und spielt seitdem in Artikeln der inzwischen dänischen Firma.

POOL 100

Am 3. August 1989 stellte der Verein auf einer eigens einberufenen Pressekonferenz das Projekt Pro GWD – Konzept 2000 vor. Wesentlicher Bestandteil dieses Projektes war der GWD POOL 100 und gilt auch heute noch als ein Erfolgsrezept – entgegen dem inzwischen einsetzenden Trend – für den Erhalt von Bundesligahandball in Minden abseits der großen Städte. Inspiriert wurden Teile der Vereinsführung ein Jahr zuvor vom Fußball-Zweitligisten Eintracht Braunschweig und dessen Eintracht POOL 100. Die endgültige Gründung der POOL 100 Sportwerbung Bundesliga GbR erfolgte am 1. Oktober.

Seit dem 1. Juli 2014 ist der GWD POOL 100 aus haftungsrechtlichen und steuerlichen Gründen als wirtschaftlich und organisatorisch eigenständiges Profitcenter in die GWD Minden Handball-Bundesliga GmbH & Co. KG integriert.

Literatur

Commons: GWD Minden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen

  1. ↑ Bei Heimspielen von GWD Minden wird im Gegensatz zu Heimspielen des TuS N-Lübbecke der ursprüngliche Name verwendet.
  2. ↑ Stand: nach Ende der Saison 2020/21.
  3. ↑ Stand: verkündet auf der Jahreshauptversammlung am 15. November 2019

Einzelnachweise

  1. ↑ Michael Lorenz: Sitzfleischorden für „Hotti“. Bei der Jahreshauptversammlung von GWD Minden wird der einstige Weltklassespieler Herbert Lübking für 70-jährige Vereinszugehörigkeit geehrt. In: Rainer Thomas, Sven Thomas (Hrsg.): Mindener Tageblatt. 269, KW 47. Bruns Verlags-GmbH & Co. KG, Minden 20. November 2019, S. 30, hier: oben: „Die Mitgliederzahl bei GWD erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr übrigens von 713 auf 746.“
  2. ↑ vgl. Koch, 2014, S. 33 f.
  3. ↑ Knicker, Jürgen: Turbulente Generalversammlung bei GW Dankersen. Entlastung erst im zweiten Anlauf. Helmut Meisolle neuer Vorsitzender / Ab sofort Namensänderung in GWD Minden. In: Mindener Tageblatt, Nr. 255, 4. November 1985, S. 26.
  4. ↑ Aktenzeichen C-415 93 – das „Bosman-Urteil“. (Memento vom 9. Januar 2017 im Internet Archive) In: Handelsblatt, 15. Dezember 2005, abgerufen am 3. März 2015.
  5. ↑ sg-flensburg-handewitt.de: Vlado Sola: Rückkehr in die Heimat (Memento vom 2. April 2015 im Internet Archive) aus dem Jahr 2006, abgerufen am 4. März 2015.
  6. ↑ rhein-zeitung.de: „Handball-Weltliga“ rüstet weiter auf (Memento vom 2. April 2015 im Internet Archive) vom 11. September 1997, abgerufen am 3. März 2015.
  7. ↑ thw-handball.de: Ein denkwürdiges Spiel gegen GWD Minden vom 21. Dezember 1996, abgerufen am 4. März 2015.
  8. ↑ gwd-minden.de: Schulden bereits um 850.000 Mark gesenkt (Memento vom 2. April 2015 im Internet Archive) vom 1. Dezember 2001, abgerufen am 3. März 2015.
  9. ↑ berliner-zeitung.de: Asterix schmort auf der Ersatzbank vom 3. Juni 1998, abgerufen am 4. März 2015.
  10. ↑ spiegel.de: Handball-Stars Tutschkin und Lawrow verunglückt vom 9. September 1999, abgerufen am 1. März 2015.
  11. ↑ schwaebische.de: Mindener Handballstar Duschebajew in U-Haft (Memento vom 2. April 2015 im Internet Archive) vom 16. Mai 2001, abgerufen am 1. März 2015.
  12. ↑ gwd-minden.de: GWD gelingt Sensation in Flensburg (Memento vom 2. April 2015 im Internet Archive) vom 18. Mai 2008, abgerufen am 15. März 2015.
  13. ↑ Das „Wunder von Flensburg“ im Zwielicht (Memento vom 15. März 2015 im Webarchiv archive.today)
  14. ↑ gwd-minden.de: GWD in Hüttenberg: Trauma statt Traum (Memento vom 2. April 2015 im Internet Archive) vom 28. Mai 2011, abgerufen am 4. März 2015.
  15. ↑ gwd-minden.de: GWD gewinnt, aber verliert dennoch (Memento vom 2. April 2015 im Internet Archive) vom 5. Juni 2011, abgerufen am 4. März 2015.
  16. ↑ gwd-minden.de: GWD Minden macht den Aufstieg perfekt! (Memento vom 2. April 2015 im Internet Archive) vom 27. April 2012, abgerufen am 4. März 2015.
  17. ↑ hallo-minden.de: Benefizspiel GWD gegen FC Barcelona vom 21. August 2014.
  18. ↑ handball-world.com: Minden mit Trainerwechsel: Perkovac macht Platz für Ex-Spieler vom 24. Februar 2015, abgerufen am 25. Februar 2015.
  19. ↑ gwd-minden.de: GWD startet in der zweiten Liga vom 30. Juni 2015, abgerufen am 30. Juni 2015.
  20. ↑ vgl. Koch, 2014, S. 19 ff.
  21. ↑ vgl. Koch, 2014, S. 49 ff.
  22. ↑ vgl. Koch, 2014, S. 31 ff.
  23. ↑ GWD Minden verpflichtet Antonio Metzner – Malte Donker verlässt den Verein zum Saisonende - GWD Minden. 11. Mai 2026, abgerufen am 11. Mai 2026.
  24. ↑ Bergischer HC holt Tom Bergner zurück. 12. Dezember 2025, abgerufen am 12. Dezember 2025 (deutsch).
  25. ↑ Handball: TV Emsdetten verpflichtet U21-Weltmeister. Abgerufen am 25. Juni 2026 (deutsch).
  26. ↑ Ein U-21-Weltmeister: Minden mit zwei Abgängen. 9. April 2026, abgerufen am 9. April 2026 (deutsch).
  27. ↑ Malte Donker wechselt zum TVB Stuttgart. Abgerufen am 11. Mai 2026.
  28. ↑ Minden-Abgang: Neuer Danzenbächer-Klub fix. Abgerufen am 29. Mai 2026.
  29. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 Statistik des schwedischen Handballverbandes (A-Länderspiele Herren) (schwedisch)
  30. 1 2 3 4 5 haslund.info: Statistik des dänischen Handballverbandes (A-Länderspiele Herren), abgerufen am 6. November 2022
  31. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 Statistik des isländischen Handballverbandes (A-Länderspiele Herren) (Memento vom 29. April 2020 im Internet Archive)
  32. 1 2 3 4 Statistik des slowenischen Handballverbandes (A-Länderspiele Herren) (slowenisch)
  33. 1 2 Stephan Müller & Helmut Laaß: Deutsche Handball Länderspiele. (CD; 87 MB) Sport-record.de, 20. Juli 2015, abgerufen am 3. Juli 2021.
  34. 1 2 3 4 5 Statistik des norwegischen Handballverbandes (A-Länderspiele Herren)
  35. 1 2 3 Statistik des spanischen Handballverbandes
  36. ↑ archiv.thw-handball.de Wislander „Welt-Handballer des Jahrhunderts“ vom 17. Juni 2000, abgerufen am 2. September 2020.
  37. ↑ Juri Knorr (Porträt). In: dhb.de. Deutscher Handballbund, abgerufen am 3. Juli 2021.
  38. 1 2 Statistik des belarussischen Handballverbandes (A-Länderspiele Herren)
  39. ↑ ПОДШИВАЛОВ АЛЕКСАНДР. In: handball.by. Belarussischer Handballverband, abgerufen am 26. Juni 2021 (belarussisch).
  40. ↑ Statistik der ungarischen Nationalmannschaft (A-Länderspiele Herren)
  41. ↑ mt,de: GWD im Verletzungspech: Padshyvalau und Nowatzki fallen aus, Michalczik neuer Kapitän vom 9. August 2019, abgerufen am 9. August 2019.
  42. ↑ Datenblatt der Kampa-Halle Minden auf minden-luebbecke.de.
  43. ↑ Volker Krusche: Gespräche laufen - Kalusche bereitet Umzug nach Lübbecke vor. Abgerufen am 31. Oktober 2019.
  44. ↑ Mein Handball Ticket: DKB Handball-Bundesliga - Zuschauer 2017/18 abgerufen am 20. September 2018
  45. ↑ vgl. Koch, 2014, S. 158.

Koordinaten: 52° 17′ 25,5″ N, 8° 57′ 44″ O