TT247

TT247
Grabmal von Samut
Ort el-Chocha
Entdeckungsdatum
Ausgrabung
Vorheriges
TT246
Folgendes
TT248
Grundriss der Grabkapellen TT245, TT246, TT247 und TT248 (TT258 ist die Kapelle ohne Nummer)

Das Grab TT247 (englisch Theban Tomb 247 = Thebanisches Grab Nr. 247) befindet sich in der Nekropole von el-Chocha in Theben-West in Ägypten. Es stammt aus der 18. Dynastie und gehörte Samut (Sa-Mut; Sohn der Mut), der Schreiber und Zähler der Rinder des Amun war. Das Grab wird aus stilistischen Gründen in die Regierungszeit der Könige Thutmosis IV. und/oder Amenophis III. (1. Hälfte 14. Jahrhundert v. Chr.) datiert.

Beschreibung

Bei der Grabanlage des Samut handelt es sich eigentlich nur um eine kleine in den Felsen gehauene Kapelle, die ausgemalt ist. Die Malereien sind heute vergleichsweise gut erhalten. Ein zur Kapelle gehörender Grabschacht für die eigentliche Bestattung konnte bisher nicht lokalisiert werden. Die Kapelle ist etwa 3,5 m lang und maximal nur 1,87 m breit.

Auf drei Wänden und auf der Decke sind Malereien erhalten. Die Südwand zeigt vor allem Totenfeierlichkeiten. Links oben sieht man Samut und seine Gemahlin vor dem Totengott Osiris und der Hathor. Darunter und dahinter findet man den Begräbniszug. Es werden die Grabbeigaben herbeigebracht. Hier sind auch Klageweiber dargestellt. Im untersten Register sieht man das Paar sitzen und Untergebene bringen Opfergaben herbei.

Auf der Ostwand (der Rückwand der Kapelle) sieht man zweimal die Figur des Samut in zwei Registern angeordnet beim Mundöffnungsritual. Die Figuren des Samut stehen in der Mitte, Priester kommen in zwei Registern, um das Ritual zu vollziehen. Die Szene in dem dritten, obersten Register ist stark zerstört. Auch hier kommen Untergebene und bringen Opfergaben, wahrscheinlich für eine nun verlorene Statue. Diese muss in einer Nische gestanden haben, die sich an dieser Stelle befindet.

Die Nordwand ist schlecht erhalten, zeigt aber einst die Familie des Samut. Oben rechts ist er zusammen mit seiner Gemahlin Satamun sitzend dargestellt. Darunter sieht man ein weiteres Paar; es handelt sich um den Schreiber des Königs Neferhabef und seiner Gemahlin, der Sängerin des Amun Henutweret. Vielleicht handelt es sich um die Eltern der Satamun, der Gemahlin des Samut.

Das Grab ist schon mindestens seit Beginn des 20. Jahrhunderts bekannt, wurde aber erst 2025 vollkommen publiziert.

Siehe auch

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Max Wegner: Stilentwickelung der thebanischen Beamtengräber. In: Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Abteilung Kairo. Band 4, S. 144; ihm folgend: Friederike Kampp: Die thebanische Nekropole. Zum Wandel des Grabgedankens von der XVIII. bis zur XX. Dynastie (= Theben. Band 13). von Zabern, Mainz 1996, ISBN 3-8053-1506-6, S. 522–523.
  2. ↑ Bahaa Abdel Gaber Badwy: The tomb of Sa-Mut at el-Khokha (TT 247). In: Polish Archaeology in the Mediterranean. 2025, Band 34, Nr. 3,, S. 142–143, Abbildung 4 (Grundriss).
  3. ↑ Bahaa Abdel Gaber Badwy: The tomb of Sa-Mut at el-Khokha (TT 247). In: Polish Archaeology in the Mediterranean. 2025, Band 34, Nr. 3, S. 149–155.
  4. ↑ Bahaa Abdel Gaber Badwy: The tomb of Sa-Mut at el-Khokha (TT 247). In: Polish Archaeology in the Mediterranean. 2025, Band 34, Nr. 3, S. 155–160.
  5. ↑ Bahaa Abdel Gaber Badwy: The tomb of Sa-Mut at el-Khokha (TT 247). In: Polish Archaeology in the Mediterranean. 2025, Band 34, Nr. 3, S. 160–163.
  6. ↑ Bahaa Abdel Gaber Badwy: The tomb of Sa-Mut at el-Khokha (TT 247). In: Polish Archaeology in the Mediterranean. 2025, Band 34, Nr. 3, S. 137–164.