
Der Tabarro ist ein von römisch-katholischen Klerikern verwendetes Kleidungsstück.
Der Tabarro ist ein großer, ärmelloser Mantel aus Wolle, der mit einer seidenen Pellegrina versehen ist. Er bedeckt den Körper vollständig und reicht bis zu den Füßen. Idealerweise soll er aus einem vollen Kreis geschneidert werden. Außerdem hat der gewöhnliche Tabarro im Gegensatz zu jenem des Papstes zusätzlich einen umgeschlagenen Kragen aus Samt.
In erster Linie dient der Tabarro dem Schutz vor der Kälte im Winter. Gewöhnlich wird er im Gegensatz zum Ferraiolo nicht bei öffentlichen Zeremonien genutzt. Hauptsächlich wird er zur Chorkleidung getragen, gemäß dem „Caeremoniale Episcoporum“ eventuell auch zur einfachen Soutane. Der Papst trägt ihn fast ausschließlich zur Soutane. Nainfa beschreibt ihn als "nicht strikt offiziellen Umhang, der vor allem zwecks des Komforts getragen wird".
Der Tabarro entstammt der römischen Mode. Nainfa berichtet 1909, dass er auch unter us-amerikanischen Schneidern bekannt gewesen sei, dort aber oft zu kurz, ohne Pellegrina und zu eng geschneidert worden wäre.
Die Farbe des Tabarro ändert sich je nach Rang des Trägers. Bevor dies durch die apostolische Instruktion „Ut sive sollicite“ vom 31. März 1969 geändert wurde, trugen Kardinäle einen roten und (Erz-)Bischöfe sowie Hausprälaten einen purpurroten Tabarro, der im Falle der Kardinäle, Patriarchen und gewöhnlicherweise auch der Erzbischöfe jeweils mit einer goldenen Zierborte besetzt war. (Im Gegensatz zum Papst, dessen Tabarro mit einer Zierkordel besetzt ist, hatten diese Prälaten eine Zierborte). Dies galt auch für die Prälaten, die einer Ordensgemeinschaft entstammten. Diese trugen einen Tabarro in der Farbe ihres Habits, den sie ebenfalls mit einer goldenen Zierborte schmückten, wenn sie Erzbischof, Patriarch oder Kardinal wurden. Prälaten di mantellone und einfache Kleriker trugen schon immer einen schwarzen Tabarro.
Wurde der Tabarro mit einer Schnalle, und nicht wie beim Papst zuletzt üblich mit Paramentenknöpfen, verschlossen, so hatte diese für den Papst und die Kardinäle gold, für andere Prälaten silber und für einfache Kleriker schwarz zu sein. Zu informellen Anlässen konnten alle Prälaten schon immer auch einen schwarzen Tabarro tragen. In Zeiten der Trauer trugen Kardinäle einen violetten Tabarro mit rotem Kollar und roten Vorstößen, alle anderen Kleriker, auch die Bischöfe, einen vollständig schwarzen.

Heute verwenden alle Kleriker einen vollständig schwarzen Tabarro. Allein der Papst trägt noch immer einen roten Tabarro mit einer rot-goldenen Zierkordel entlang der Ränder des Mantels, der Pellegrina und der Kapuze. Ebenfalls ist es Apostolischen Legaten für die Dauer ihres Einsatzes weiterhin gestattet, einen roten Tabarro zu tragen, der nunmehr mit einer roten Zierkordel besetzt ist.