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| Strukturformel | |||||||||||||
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| Allgemeines | |||||||||||||
| Name | Talatisamin | ||||||||||||
| Summenformel | C24H39NO5 | ||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
weißer bis gelblicher Feststoff | ||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | |||||||||||||
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| Eigenschaften | |||||||||||||
| Molare Masse | 421,57 g·mol−1 | ||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest | ||||||||||||
| Schmelzpunkt |
151–152 °C | ||||||||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | |||||||||||||
Talatisamin ist ein hochtoxisches Diterpen-Alkaloid und kommt unter anderem im buntem Eisenhut vor. Es ähnelt strukturell dem Aconitin, welches vorwiegend im blauem Eisenhut vorkommt. Die Ähnlichkeit der Stoffe liegt dem gleichen Grundgerüst zugrunde. Beide Stoffe gehören zu dem Aconitin-Typ der sogenannten Norditerpe oder auch C19-Diterpen-Alkaloide.
Das Molekül weist das für die Stoffklasse charakteristische hexacyclische Ringsystem (Ringe A bis F) auf und hat 12 Stereozentren. Aufgrund des Wasserstoffs an wird Talatisamin dem Aconitin-Typ zugeordnet.
Die Isolierung des Talatisamins erfolgt nach dem klassischen Verfahren der Alkaloidisolierung aus dem frühen 19. Jahrhundert.
Hierzu wird zuerst das Pflanzenmaterial (beispielsweise aus buntem Eisenhut) extrahiert und anschließend wird eine säulenchromatographische Trennung durchgeführt.
Die erste Totalsynthese des Talatisamin wurde in den 1970er Jahren durch Wiesner entwickelt.
2020 publizierte Inoue eine retrosynthetische Strategie und 2021 publizierte Wong eine Synthese durch eine Fragmentkopplungsstrategie.

Die Biosynthese erfolgt ausgehend von Isopren-Einheiten. Dabei wurden zwei verschiedene Synthesewege des Isopentenylpyrophosphat und Dimethylallylpyrophosphat gefunden. Diese stellen die Ausgangsstoffe der Biosynthese dar.
Nach beiden Wegen wird das Dimethylallylpyrophosphat und mehrere Einheiten Isopentenylpyrophosphat zuerst zu Geranylpyrophosphat, dann zu Farnesylpyrophosphat und abschließend Geranylgeranylpyrophosphat verlängert.
Dieses wird dann durch verschiedene enzymatische Schritte (wie Zyklisierung und Oxidation) zuerst in ein -Diterpenalkaloid-Grundgerüst umgewandelt. Von dort ausgehend kann durch Reduktion ein -Diterpenalkaloid-Grundgerüst erhalten werden. Dieses wird durch anschließende Funktionalisierung zu einem ausgereiften -Diterpen-Alkaloid, wie beispielsweise Talatisamin.