Talge-Wilsten Gemeinde Beesten | ||
|---|---|---|
| Koordinaten: | 52° 27′ N, 7° 29′ O | |
| Fläche: | 8,66 km² | |
| Eingemeindung: | 6. Juli 1965 | |
| Postleitzahl: | 49832 | |
| Vorwahl: | 05905 | |
Lage von Talge-Wilsten in Niedersachsen | ||
Talge-Wilsten ist ein Ortsteil der Gemeinde Beesten im niedersächsischen Landkreis Emsland. Bis 1965 bildete Talge-Wilsten eine eigenständige Gemeinde im Landkreis Lingen.
Talge-Wilsten umfasst den Teil der Gemeinde Beesten, der nordwestlich der Großen Aa liegt. Wilsten liegt im Wesentlichen südwestlich der Landstraße von Beesten und Talge nordöstlich von ihr. Beide Orte sind Streusiedlungen ohne einen ausgeprägten Dorfkern.
Die beiden Bauerschaften Talge und Wilsten gehörten vor den Napoleonischen Kriegen zum Amt Freren der Grafschaft Lingen, die seit 1702 zu Preußen gehörte. Von 1808 bis 1810 gehörten beide Orte zum Département Ems des Großherzogtums Berg und von 1811 bis 1813 zum Kanton Freren im Departement der Oberen Ems des Französischen Kaiserreichs. 1814 fielen Talge und Wilsten an das Königreich Hannover und gehörten dort wieder zum Amt Freren. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts bildeten die beiden Orte eine Gemeinde, die seit 1867 zur preußischen Provinz Hannover und seit 1885 zu deren Landkreis Lingen gehörte. Der Name der Gemeinde in amtlichen Verzeichnissen lautete im 19. Jahrhundert Talge und ungefähr seit der Jahrhundertwende Talge-Wilsten.
Am 6. Juli 1965 wurde Talge-Wilsten Teil der Gemeinde Beesten, die seit 1977 zum Landkreis Emsland gehört.
| Jahr | Einwohner | Quelle |
|---|---|---|
| 1812 | 467 | |
| 1845 | 420 | |
| 1871 | 334 | |
| 1885 | 275 | |
| 1895 | 311 | |
| 1905 | 324 | |
| 1925 | 384 | |
| 1939 | 556 | |
| 1950 | 603 | |
| 1961 | 432 | |
Die Hofstellen Loher Straße 2 und Reitbachstraße 2, das Heuerhaus Wilster Straße 7d sowie zwei sogenannte Schwedenkreuze an der Wilster Straße stehen in Talge-Wilsten unter Denkmalschutz.
Der Schützenverein St. Georg Talge-Wilsten betreibt Schießsport und widmet sich der Pflege des Schützenbrauchtums.