Der Tamazalek (auch Tamazalak, Tamazélak und Tamezlak) ist ein Trockental im Gebirge Aïr in Niger.
Name
Der Name Tamazalek bedeutet „an der Seite“.
Verlauf
Der Tamazalek hat seinen Ursprung im Gemeindegebiet von Dabaga. Dort sind die ersten Uferorte Tchissik, Tagomas, Inzarag, Kodri, Eras N’Gour, Inwabarem und Oumouroudou. Bei Tagomas und Inzarag erhebt sich im Süden der 1271m hohe Berg Guissat. Nach Oumouroudou mündet linksseitig das Trockental Aoudéras ein.
Dann erreicht das Tamazalek das Gemeindegebiet von Tchirozérine. Dort handelt es sich bei den Uferorten um Guermawane, Tessi Lit Tamazalak, Taguifida, Amakass, Tchounene, Tacha und zuletzt Karfo. Der Tamazalek vereinigt sich schließlich mit dem Trockental Tidène zum Trockental Solomi.
Wasserführung und Einzugsgebiet
Das Trockental führt an etwa 5 bis 20 Tagen im Jahr Wasser. Die jährliche Niederschlagsmenge beläuft sich hier auf nur 50mm bis 100mm. Das Einzugsgebiet des Tamazalek erstreckt sich über eine Fläche von etwa 1300km². Es ist durch eine felsige Gebirgslandschaft geprägt und weist einen hohen Abflusskoeffizienten auf.
Umwelt und Wirtschaft
In den Überschwemmungszonen des Trockentals findet sich im Gegensatz zum umliegenden dürren Gebirgsland eine dichte natürliche Vegetation. Ein 90.000ha großer Doumpalmen-Hain am Tamazalek steht unter Naturschutz. Er liegt in der Gemeinde Dabaga. Im Tal wird in überschaubarem Ausmaß Bewässerungslandwirtschaft betrieben.
Literatur
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↑Pierre-Marie Découdras (Hrsg.):Bonjour le Sahara du Niger. Aïr – Ténéré – Kawar – Djado. Guide pour voyageurs curieux. Mit einem Vorwort von Théodore Monod und Fotos von Jean-Marc Durou. Les Créations du pélican, Lyon 1994, ISBN 2-903696-39-X, S.154 (web.archive.org[PDF; abgerufen am 30.Oktober 2026]).
↑A. Aubreville:Le centre de l’Aïr. In: Pierre-Marie Découdras (Hrsg.): Bonjour le Sahara du Niger. Aïr – Ténéré – Kawar – Djado. Guide pour voyageurs curieux. Mit einem Vorwort von Théodore Monod und Fotos von Jean-Marc Durou. Les Créations du pélican, Lyon 1994, ISBN 2-903696-39-X, S.80 (web.archive.org[PDF; abgerufen am 30.Oktober 2026]).
↑Sophie Landrieu, Pierre-Marie Decoudras:Les réseaux au secours du territoire local: dynamique contemporaine des Touaregs de la vallée de Tidène (massif de l’Aïr, Niger). In: François Bart, Serge Morin, Jean-Noël Salomon (Hrsg.): Les montagnes tropicales: identités, mutations, développement (=Espaces Tropicaux. Nr.16). DYMSET/CRET, Pessac 2001, ISBN 2-906621-30-7, S.549.
123Heinz Bender:Schutz und Nutzung von Boden und Wasser im Niger: Einfluss der Nachhaltigkeitsforderung auf ein anwendungsorientiertes Forschungsprogramm. In: Probleme nachhaltiger Nutzung tropischer Böden in Entwicklungsländern, besonders Afrikas (=Hartmut Leser [Hrsg.]: Geomethodica. Vol. 18). Geographisches Institut der Universität Basel, Basel 1993, S.148–149.
↑Issouf Bayard, Franck Giazzi:Population et activités économiques au sein de la Réserve Naturelle Nationale de l’Aïr et du Ténéré. In: Franck Giazzi (Hrsg.): La Réserve Naturelle Nationale de l’Aïr et du Ténéré (Niger). La connaissance des éléments du milieu naturel et humain dans le cadre d’orientations pour un aménagement et une conservation durables. Analyse descriptive. Union internationale pour la conservation de la nature et de ses ressources, Gland 1996, ISBN 2-8317-0249-6, S.329.