Tamim Asfour (* im 20. Jh.) ist ein Informatiker und Hochschullehrer am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Er forscht im Bereich Robotik und erhielt 2026 den Greve-Preis der Leopoldina.
Asfour studierte bis 1994 Elektrotechnik an der Universität Karlsruhe (heute KIT). Er ist seit 1998 der maßgebliche Entwickler der humanoiden Roboterserie ARMAR und war seit dem Beginn des Sonderforschungsbereichs 588 „Humanoide Roboter“ im Jahr 2001 darin tätig. 2003 promovierte er mit dem Thema Sensomotorische Bewegungskoordination zur Handlungsausführung eines humanoiden Roboters in Informatik. Er war Adjunct Professor am Georgia Institute of Technology und an der National University of Singapore.
Seit 2012 ist er Professor für Humanoide Robotik Systeme am Institut für Anthropomatik und Robotik der Fakultät für Informatik am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Er ist dort Leiter der Forschungsgruppe für Hochperformante Humanoide Technologien (H²T) und Wissenschaftlicher Sprecher des KIT-Zentrums Information · Systeme · Technologien (KCIST).
Seit 2021 ist er Editor-in-Chief der Zeitschrift „IEEE Robotics and Automation Letters“ der IEEE Robotics and Automation Society. Zudem ist er Sprecher des Robotics Institute Germany.
Asfour forscht im Bereich der humanoiden Robotik und entwickelt seit 1998 die ARMAR-Roboterfamilie am KIT. Er arbeitet in den Bereichen Mechano-Informatik sowie Greifen und Manipulation, außerdem Robotik-Kognition und Lernen aus Beobachtung. Wichtige wissenschaftliche Ergebnisse sind unter anderem die Entwicklung eines episodischen Gedächtnisses für humanoide Roboter, Methoden zur semantischen Manipulation von Szenen sowie die Erweiterung der KIT Whole-Body Human Motion Database um komplexe zweihändige Alltagsbewegungen.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Asfour, Tamim |
| KURZBESCHREIBUNG | Informatiker und Hochschullehrer |
| GEBURTSDATUM | 20. Jahrhundert |