| Tan-Tan طانطان ⵟⴰⵏⵟⴰⵏ | ||||
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| Basisdaten | ||||
| Staat: | ||||
| Region: | Guelmim-Oued Noun | |||
| Provinz: | Tan-Tan | |||
| Koordinaten | 28° 27′ N, 11° 6′ W | |||
| Einwohner: | 86.134 (2014) | |||
| Fläche: | 19,9 km² | |||
| Bevölkerungsdichte: | 4.328 Einwohner je km² | |||
| Höhe: | 35 m | |||
Tan-Tan (Tamazight: ⵟⴰⵏⵟⴰⵏ, arabisch طانطان, DMG Ṭānṭān) ist eine über 80.000 Einwohner zählende Stadt in der Nähe des Atlantischen Ozeans im Süden Marokkos. Tan-Tan ist die Hauptstadt der Provinz Tan-Tan in der Region Guelmim-Oued Noun.
Tan-Tan liegt ungefähr 27 km von der Küste des Atlantiks entfernt an den Ufern des nur zeitweise Wasser führenden Flusses Oued Khil. Durch den Ort führt die in Nord-Süd-Richtung entlang der Küste verlaufende Fernverkehrsstraße N1. Bis nach Agadir sind es etwa 330 km (Fahrtstrecke) in nordöstlicher Richtung; Tarfaya liegt etwa 210 km südwestlich. Die Einheimischen nennen Tan-Tan auch al-Hamra (die Rote). Das Klima ist wüstenartig; der äußerst spärliche Regen (ca. 95 mm/Jahr) fällt nahezu ausschließlich im Winterhalbjahr.
| Jahr | 1994 | 2004 | 2014 | 2024 |
| Einwohner | 45.821 | 60.698 | 73.209 | 76.134 |
Die Bevölkerungszahl des ehemals eher unbedeutenden Ortes ist seit Beginn der Unabhängigkeit Marokkos (1956) durch Zuwanderung von Berberfamilien enorm angestiegen.
Der Ort war während der spanischen Kolonialzeit ein Posten des spanischen Militärs und wurde erst im Jahr 1958 an Marokko übergeben.
An der Atlantikküste bei Tan-Tan ist seit Ende der 1990er Jahre mit chinesischer Unterstützung der erste marokkanische Atomreaktor (NHR-10) geplant. Der 10-MW-Reaktor soll mit einer Anlage zur Entsalzung von Meerwasser gekoppelt werden und zur Bewässerung der Landwirtschaft dienen. Durch Destillation sollen 8000 Kubikmeter trinkbares Wasser pro Tag erzeugt werden. Im Jahr 2010 war eine Vorstudie abgeschlossen. Inzwischen scheinen alle diesbezüglichen Planungen eingestellt worden zu sein.

Etwa auf halber Strecke zwischen Tan-Tan und Tarfaya befindet sich der im Jahr 2006 aus bereits früher eingerichteten Naturschutzgebieten gebildete Nationalpark Khenifiss, dessen Lagune hauptsächlich Wasservögeln als Brutplatz dient.