Braunbart-Grabfledermaus

Braunbart-Grabfledermaus
Systematik
Überordnung: Laurasiatheria
Ordnung: Fledertiere (Chiroptera)
Familie: Glattnasen-Freischwänze (Emballonuridae)
Unterfamilie: Taphozoinae
Gattung: Grabfledermäuse (Taphozous)
Art: Braunbart-Grabfledermaus
Wissenschaftlicher Name
Taphozous achates
Thomas, 1915
Verbreitung
Verbreitungsgebiet der Braunbart-Grabfledermaus

Die Braunbart-Grabfledermaus oder Indonesien-Grabfledermaus (Taphozous achates) ist ein Fledertier in der Gattung der Grabfledermäuse, das in Indonesien auf verschiedenen Kleinen Sundainseln und auf Inseln der Molukken verbreitet ist. Die Zugehörigkeit der Population auf Timor ist sehr wahrscheinlich. Eine genauere Überprüfung wird jedoch erwünscht. Die Populationen zählten zeitweilig als Unterart der Schwarzbart-Grabfledermaus (Taphozous melanopogon).

Unterarten und Verbreitung

Es werden zwei Unterarten unterschieden:

Merkmale

Diese kleine Grabfledermaus erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 74 bis 78,5 mm, eine Schwanzlänge von etwas über 25 bis etwas über 27 mm und ein Gewicht von 21 bis 23,5 g. Die Unterarme sind 59,5 bis fast 64 mm lang, die Länge der Hinterfüße liegt bei 5,5 bis 6,5 mm und die Ohren sind 19 bis fast 21 mm lang. Ein deutscher Name bezieht sich auf den dunkelbraunen Bart auf der Kehle erwachsener Männchen. Auch die Haare der Oberseite sind dunkelbraun, wobei der kurze helle Bereich an der Wurzel nicht sichtbar ist. Auf der Unterseite haben die Haare eine cremefarbene bis weiße Basis und dunkelgraue Spitzen. Die Unterarme tragen auf dem körpernahen Drittel oberseits dunkelbraune Haare. Zusätzlich befinden sich an den Ohrkanten und auf der Schwanzflughaut wenige Haare.

Lebensweise

Das Tier bewohnt Wälder im Flachland und in mittelhohen Gebirgen bis 1000 Meter Höhe. Die Art ruht in Kalksteinhöhlen, die sie mit anderen Fledermäusen wie Hipposideros cervinus, Philippinen-Freischwanzfledermaus, Kleine Australische Langflügelfledermaus, Myotis stalkeri und Rhinolophus euryotis teilt. Die Braunbart-Grabfledermaus jagt Insekten im Flug. Zwei Weibchen auf den Kei-Inseln hatten im Juni keine aktiven Zitzen.

Gefährdung

In Zukunft könnten Höhlen verstärkt als Unterstände für Haustiere und zur Gewinnung von Kalkstein genutzt werden. Da die Populationsgröße unbekannt ist, wird die Braunbart-Grabfledermaus von der IUCN mit unzureichende Datenlage (data deficient) gelistet.

Wikispecies: Braunbart-Grabfledermaus (Taphozous achates) – Artenverzeichnis

Einzelnachweise

  1. ↑ Don E. Wilson, DeeAnn M. Reeder (Hrsg.): Mammal Species of the World. A taxonomic and geographic Reference. 3. Auflage. 2 Bände. Johns Hopkins University Press, Baltimore MD 2005, ISBN 0-8018-8221-4 (englisch, Taphozous achates).
  2. 1 2 3 4 Wilson, Lacher Jr. & Mittermeier (Hrsg.): Handbook of the Mammals of the World. 9 - Bats. Lynx Edicions, 2019, ISBN 978-84-16728-19-0, S. 354 (englisch, Taphozous achates).
  3. 1 2 3 Taphozous achates in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2016. Eingestellt von: Hutson, A.M., Schlitter, D. & Kingston, T., 2015. Abgerufen am 9. August 2026.