| Tasmandornschnabel | ||||||||||||
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Tasmandornschnabel (Acanthiza ewingii) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Acanthiza ewingii | ||||||||||||
| Gould, 1844 |
Der Tasmandornschnabel (Acanthiza ewingii) ist ein endemisch in Australien vorkommender Singvogel aus der Familie der Südseegrasmücken (Acanthizidae).
Der Tasmandornschnabel erreicht eine Länge von 10,5 bis 11,5 Zentimetern und ein Gewicht von ca. 7,0 Gramm. Das Gefieder ist auf der Oberseite olivbraun bis graubraun. Die Stirn ist ebenso wie ein kleiner Bereich auf den Flügeln und der Bürzel rotbraun. Die Unterseite ist cremig weiß mit einer diffusen, feinen, dunklen Sprenkelung an Kinn, Kehle und Brust. Arttypisch sind die weißen Unterschwanzdecken. Die Iris ist schwarzbraun. Schnabel, Beine und Füße sind dunkelgrau.
Der ebenfalls in Tasmanien vorkommende Rotstirn-Dornvogel (Acanthiza pusilla) unterscheidet sich durch die gelblichen Unterschwanzdecken sowie einen etwas kürzeren Schwanz.
Die Art kommt nur in Tasmanien und einigen in der Bass-Straße gelegenen Inseln vor. Ihr bevorzugter Lebensraum sind Wälder mit dichtem Unterholz sowie feuchte Seggen- und Strauchlandschaften. Die Höhenverbreitung reicht vom Meeresspiegel bis in die Gebirge. Neben der auf dem tasmanischen Festland und den Inseln der Furneaux-Gruppe lebenden Nominatform Acanthiza ewingii ewingii wird außerdem die Unterart Acanthiza ewingii rufifrons, die auf King Island vorkommt, geführt.
Tasmandornschnäbel leben einzeln, paarweise oder in kleinen Gruppen. Sie schließen sich zuweilen gemischten Vogelschwärmen mit Rotstirn-Dornvögeln und weiteren Arten an. Die Nahrung besteht aus Spinnen, Käfern, Fliegen, Wanzen und Schmetterlingen sowie einer Vielzahl weiterer kleiner Gliederfüßer. Gelegentlich werden auch Samen verzehrt. Sie suchen ihre Nahrung in allen Höhenlagen von Bäumen sowie auch am Erdboden.
Die Brutsaison umfasst die Monate August bis Januar. Das Nest wird von beiden Geschlechtern gebaut, zuweilen dauert der Bau 24 Tage. Es ist ein kompaktes, abgerundetes, kuppelförmiges Gebilde mit seitlichem Eingang, der meist mit einer haubenartigen Klappe versehen ist. Es besteht aus dicht gewebtem, weichem Moos oder Gras, Rindenstreifen, Blättern, Flechten und Spinneneiersäcken. Umhüllt wird es von Spinnweben und Baumfarnfasern und ausgekleidet mit feinem Gras, Federn, Fell oder Daunen. Das Nest hängt meist 0,05 bis 4,0 Meter über dem Boden an Zweigen, Farnwedeln oder Astgabeln von Sträuchern in dichter Vegetation, oft an Adlerfarn (Pteridium), Myrtenheiden (Melaleuca), Binsen oder Gräsern, häufig an Bächen oder Sümpfen. Das Gelege umfasst drei bis vier weiß oder hellrosa gefärbte Eier, die kastanienbraun gesprenkelt sind. Die Brut wird allein vom Weibchen übernommen. Es liegen keine Informationen zur Dauer der Brut- und Nestlingszeit vor. Die Nester werden von Fächerschwanzkuckuck (Cacomantis flabelliformis), Glanzbronzekuckuck (Chalcites lucidus) und Rotschwanzkuckuck (Chalcites basalis) parasitiert.
Obwohl die Populationen des Tasmandornschnabels im Rückgang begriffen sind, wird die Art von der Weltnaturschutzorganisation IUCN als „least concern = nicht gefährdet“ geführt.