Technisches System

Technisches System ist ein fachübergreifender Grundbegriff für ein künstlich erzeugtes, zweckorientiertes, Gebilde, das aus einer Anordnung von Bauteilen besteht, die durch ihr Zusammenwirken eine vorgegebene Funktion ausführen.

Beschreibung

Als umfassender gegenständlicher Begriff wird es verwendet, um die Zusammengehörigkeit von mehreren technischen Komponenten (Maschinen, Geräte, Bauteile usw.) in einer größeren Einheit (Anlage, Maschine, Gerät usw.) – dem System – zu kennzeichnen. Der Systemtheoretiker Günter Ropohl wählte dafür den Begriff Technisches Sachsystem.

Im Sinne von systemtheoretischer Abstraktion ist technisches System ein Abbild (vgl. Modell) eines in der Regel komplexen technischen Produkts. Dabei werden die Wechselwirkungen zwischen den Komponenten des offenen Systems und zwischen dem System und seiner Umgebung abgebildet und untersucht. Die Wechselwirkungen geschehen durch Stoff-, Energie- und/oder Informations- bzw. Daten-Fluss. Genauer gesagt gibt es keinen reinen Informationsfluss, da eine Information immer an eine kleine Menge Stoff oder Energie gebunden ist.

Struktur

Von den Flüssen durch ein System (oder durch eine Komponente) wird jeweils deren Eingangs- und Ausgangsgröße betrachtet. Das in der Regel mit der Zeit veränderliche Verhältnis zwischen beiden Größen wird mit Hilfe der sogenannten Übertragungsfunktion dargestellt:

Eingang ------------Verarbeitung/Verknüpfung---------Ausgang
Stoff       →                                      → Stoff
Energie     →                                      → Energie
Information →                                      → Information

Oftmals bleiben Komponenten bzw. mögliche Untersysteme eines Systems unbeachtet. Das System ist dann

Ein technisches System kann folgendermaßen unterteilt werden:

System → Einrichtung → Gruppe → Element

Bedeutungen:

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Horst Czichos: Mechatronik: Grundlagen und Anwendungen technischer Systeme. Springer Fachmedien Wiesbaden, Wiesbaden 2019, ISBN 978-3-658-26293-8, doi:10.1007/978-3-658-26294-5 (springer.com [abgerufen am 18. November 2025]).