Teilerfunktion

Die ersten Werte von σ0 ... σ4
n=σ0(n)σ1(n)σ2(n)σ3(n)σ4(n)
1111111
22235917
3324102882
422372173273
552626126626
62‧3412502521394
7728503442402
823415855854369
932313917576643
102‧5418130113410642
1111212122133214642
1222‧3628210204422386
1313214170219828562
142‧7424250309640834
153‧5424260352851332
1624531341468169905
1717218290491483522
182‧326394556813112931
19192203626860130322
2022‧56425469198170898
213‧74325009632196964
222‧1143661011988248914
232322453012168279842
2423‧386085016380358258
255233165115751391251
262‧1344285019782485554
273344082020440538084
2822‧7656105025112655746
292923084224390707282
302‧3‧5872130031752872644

In der Zahlentheorie ist die Teilerfunktion die Funktion, die einer natürlichen Zahl die Summe ihrer Teiler, erhoben zu einer gewissen Potenz, zuordnet. Sie wird üblicherweise mit dem griechischen Buchstaben σ bezeichnet.

Definition

Für eine natürliche Zahl n ist definiert:

σk(n):=∑d|ndk.

Hierbei erstreckt sich die Summe über alle positiven Teiler von n, einschließlich 1 und n. Beispielsweise ist demnach σ2(6)=12+22+32+62=50.

Spezialisierungen

Eigenschaften

Werte und durchschnittliche Größenordnung von σ1
Werte und durchschnittliche Größenordnung von σ2
Werte und durchschnittliche Größenordnung von σ3
∑x≤nd(x)=nln⁡n+(2C−1)n+O(n).

Reihenformeln

Speziell für σ0 gilt:

∑i=1nσ0(i)=∑i=1n⌊ni⌋

Dies kann man sich klarmachen, in dem man die rechte Summe als ∑i=1∞⌊ni⌋ schreibt: Wenn man nun n durch n+1 substituiert, werden genau die Summanden der Summe um 1 größer, die n+1 teilen.

Zwei Dirichletreihen mit der Teilerfunktion sind: (S. 285, Satz 291)

∑n=1∞σa(n)ns=ζ(s)ζ(s−a)  für  s>1,s>a+1,

was speziell für d(n) = σ0(n) ergibt:

∑n=1∞d(n)ns=ζ2(s)  für  s>1

und (S. 292, Satz 305)

∑n=1∞σa(n)σb(n)ns=ζ(s)ζ(s−a)ζ(s−b)ζ(s−a−b)ζ(2s−a−b).

Eine Lambert-Reihe mit der Teilerfunktion ist:

∑n=1∞σa(n)qn=∑n=1∞∑k=1∞naqkn=∑n=1∞naqn1−qn

für beliebiges komplexes |q| ≤ 1 und a.

Die Teilerfunktion lässt sich für k>0 mittels Ramanujansummen auch explizit als Reihe darstellen:

σk(n)=ζ(k+1)nk∑m=1∞cm(n)mk+1.

Die Berechnung der ersten Werte von cm(n) zeigt das Schwanken um den „Mittelwert“ ζ(k+1)nk:

σk(n)=ζ(k+1)nk[1+(−1)n2k+1+2cos⁡2πn33k+1+2cos⁡πn24k+1+⋯]

Identitäten aus der Fourierentwicklung von Eisensteinreihen

Ein wesentlicher Bestandteil der Fourierentwicklung von Eisensteinreihen von Gewicht k≥4, gerade, sind die Teilerfunktionen σk−1. Aus Relationen zwischen den Eisensteinreihen können die Werte einiger Faltungen von Teilerfunktionen hergeleitet werden, so ist zum Beispiel für alle n∈ℕ:

120∑m=1n−1σ3(m)σ3(n−m)=σ7(n)−σ3(n),
5040∑m=1n−1σ3(m)σ5(n−m)=11σ9(n)−21σ5(n)+10σ3(n).

Siehe auch

Quellen

  1. ↑ Eric W. Weisstein: Divisor Function. In: MathWorld (englisch).
  2. ↑ E. Krätzel: Zahlentheorie. VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften, Berlin 1981, S. 134.
  3. ↑ Godfrey Harold Hardy, E. M. Wright: Einführung in die Zahlentheorie. R. Oldenbourg, München 1958, S. 285, 292.
  4. ↑ E. Krätzel: Zahlentheorie. VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften, Berlin 1981, S. 130.
  5. ↑ Tom M. Apostol: Modular Functions and Dirichlet Series in Number Theory. 2. Auflage. Springer-Verlag, 1990, S. 140.