| Tempest | |
|---|---|
| Allgemeine Informationen | |
| Genre(s) | Jazzrock |
| Gründung | 1972 |
| Auflösung | 1975 |
| Gründungsmitglieder | |
| Jon Hiseman | |
| Paul Williams | |
| Allan Holdsworth | |
| Mark Clarke | |
| Letzte Besetzung | |
Gitarre, Gesang | Ollie Halsall (ab 1973) |
Bass, Gesang | Mark Clarke |
Schlagzeug | Jon Hiseman |
| Ehemalige Mitglieder | |
Gesang | Paul Williams (bis 1973) |
Gitarre | Allan Holdsworth (bis 1973) |
Tempest war eine britische Jazzrockband.
Jon Hiseman, Schlagzeuger von Colosseum, gründete die Band 1972. Die Band startete mit Sänger Paul Williams (vormals Bluesbreakers und Juicy Lucy), Mark Clarke (vormals Colosseum und Uriah Heep) und Allan Holdsworth. Das Debütalbum Tempest erschien im Februar 1973 mit einem Cover von Mati Klarwein, blieb aber kommerziell erfolglos. Im Juni verließ Williams die Band, im Juli Holdsworth, der laut Zoppo wenig geneigt war, sich Gruppenregeln zu fügen. Neuer Gitarrist und zugleich Sänger wurde Ollie Halsall von Patto, der schon mit Brian Eno gearbeitet hatte. Den Gesang teilte er sich mit Bassist Mark Clarke. Als Trio trat Tempest erstmals am 26. August 1973 beim National Jazz, Blues & Rock Festival in Reading auf. Ab Oktober 1973 nahm die Band mit dem Toningenieur Geoff Emerick in den Londoner AIR Studios das zweite Album Living in Fear auf, das 1974 erschien.
1975 löste die Band sich auf und Hiseman gründete Colosseum II.
2005 wurde Under the Blossom: The Anthology als Rückblick auf das Schaffen der Band veröffentlicht.
Die deutsche Musikzeitschrift Sounds besprach das Debütalbum im Mai 1973. Der Rezensent Karl Lippegaus hielt fest, nach der Auflösung von Colosseum seien berechtigte Erwartungen in Hisemans neue Band gesetzt worden. Trotz der kleineren Besetzung sei Hiseman auf einen sehr dichten Sound bedacht, offensichtlich aber momentan nicht an großen Experimenten interessiert, obwohl das Potential dafür in ihm und seiner Gruppe stecke. Zwar hebe sich Tempest wohltuend von Bands wie Uriah Heep oder Free ab, Holdsworth improvisiere einfallsreich und Williams sei „momentan sicherlich einer der besten Sänger der Insel“, doch gelinge es der Band besonders auf der A-Seite nicht, aus den ausgetretenen Pfaden des harten Rock herauszukommen. Erst auf der B-Seite fahre Tempest richtig ab, allerdings „in alter Colosseum-Manier“. Lippegaus’ Fazit lautete: „Es bleibt die unerfüllte Hoffnung auf bessere Zeiten für Tempest.“