Tepe Chaqa Narges

Koordinaten: 34° 19′ 55″ N, 46° 43′ 26″ O

Karte: Iran
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Tepe Chaqa Narges​

Tepe Chaqa Narges (auch Tappeh Chogha Narges oder Tappeh Tschogha Narges, persisch چقانرگس) ist eine bedeutsame, aber bisher wenig erforschte archäologische Fundstätte, die ihren Namen nach dem Dorf Chaqa Narges im Bezirk Mahidasht der Provinz Kermanschah im Westen des Iran trägt. Die Siedlung wurde am 10. Juli 1969 unter Nr. 863 in die iranische Denkmalliste eingetragen. Sie ist nicht zu verwechseln mit dem jüngeren Narges Tepe im Nordosten des Irans.

Lage und Beschreibung

Die Fundstelle befindet sich bei 34°19′55″ N / 46°43′26″ E auf einer Hochebene im Zagros-Gebirge. Bemerkenswert ist die Lage: Die Überreste der rechteckigen bis trapezförmigen Häuser von Tepe Chaqa Narges sind halbkreisförmig in zwei bis drei unregelmäßigen Reihen um einen erloschenen Vulkan herum angeordnet. Sie sind durch Wassererosion teilweise freigelegt und gefährdet.

Tepe oder Tappeh bedeutet im Persischen „Hügel“, meist im Sinne von Siedlungshügel. Die fruchtbare Hochebene von Mahidascht, die vom Merek durchflossen wird, weist eine dichte Abfolge solcher oft mehrschichtigen Siedlungshügel vom frühen Neolithikum bis zum Chalkolithikum auf. Keramikfunde (die sog. J ware) aus dieser Region zeigen große Ähnlichkeiten mit der Keramik der Halaf-Kultur (ca. 5900-5000 v. Chr.) in Nordmesopotamien und deuten auf Verbindungen nach Uruk hin. Eine erneute Analyse der Funde aus einem ersten Oberflächensurvey von 1975–1978 unter Louis D. Levine belegt, dass auch in Chaqa Narges J ware gefunden wurde (Fundstelle Nr. 17). Weitere Fundberichte sind derzeit (2026) noch nicht publiziert.

Einzelnachweise

  1. ↑ Sirvan Mohammadi Ghasrian, Om Albanin Gafoori, Morteza Zamani Dadaneh: The Halaf period in western Iran: New insights into the Late Neolithic-Early Chalcolithic J ware of the Mahidasht 1975-78 survey project, 2025.
  2. ↑ L D. Levine: Archaeological investigations in the Mahidasht, western Iran, 1975, in: Paléorient 2 (1975), S. 487–490.
  3. ↑ Sirvan Mohammadi Ghasrian, Om Albanin Gafoori, Morteza Zamani Dadaneh: Investigation of J ware of Mahidasht project at National Museum of Iran, December 2025. DOI:10.22034/JINM.2023.2004475.1073