Pentaphylacaceae

Pentaphylacaceae

Ternstroemia gymnanthera am Kumano-Nachi-Schrein

Systematik
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Eudikotyledonen
Kerneudikotyledonen
Asteriden
Ordnung: Heidekrautartige (Ericales)
Familie: Pentaphylacaceae
Wissenschaftlicher Name
Pentaphylacaceae
Engl.

Die Pentaphylacaceae sind eine Pflanzenfamilie aus der Ordnung der Heidekrautartigen (Ericales) mit etwa zwölf Gattungen und etwa 337 Arten.

Beschreibung

Tribus Ternstroemieae: Illustration von Anneslea fragrans
Tribus Freziereae: Blüten des Sperrstrauchs (Cleyera japonica)

Die Taxa der Familie Pentaphylacaceae sind Sträucher oder kleine Bäume. Die wechselständig, oft zweizeilig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die ledrige Blattspreite ist einfach. Der Blattrand ist gezähnt, gewellt oder ganzrandig. Nebenblätter sind meist keine vorhanden.

Die Blüten stehen meist einzeln in den Blattachseln oder selten zu vielen in end- oder seitenständigen Blütenständen zusammengefasst. Die eingeschlechtigen oder zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und meist fünfzählig mit doppelter Blütenhülle (Perianth). Wenn die Blüten eingeschlechtig sind dann sind die Arten zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch) oder androdiözisch. Die fünf Kelchblätter sind frei. Die fünf freien Kronblätter sind meist grünlich bis gelblich, selten beispielsweise bei Balthazaria orange-rot. Es ist nur ein Kreis mit fünf Staubblättern oder es sind meist bis zu 30 freie, fertile Staubblätter vorhanden. Die Staubfäden sind kurz und die Staubbeutel sind lang. Beim Tribus Frezierieae sind drei (ein bis zehn) und bei den anderen Tribus fünf Fruchtblätter sind zu einem meist oberständigen, synkarpen Fruchtknoten verwachsen; es ist ein Griffel mit fünf Narbenlappen vorhanden; einige Autoren gehen davon aus, dass es sich um fünf Griffel handelt.

Es werden meist Beeren oder Steinfrüchte gebildet, gelegentlich auch holzige Kapselfrüchte mit mehr oder weniger stark geflügelten Samen. Der Embryo ist U-förmig.

Systematik und Verbreitung

Tribus Ternstroemieae: Laubblätter von Ternstroemia gymnanthera

Die Familie Pentaphylacaceae wurde 1897 durch Adolf Engler in Die Natürlichen Pflanzenfamilien, 1, S. 214 aufgestellt. Bei manchen Autoren besteht die Familie aus wenigen Gattungen bis hin zu nur einer Art: Pentaphylax euryoides. Neue Forschungsergebnisse haben zu einer relativ starken Erweiterung der Familie geführt. Ein Synonym für Pentaphylacaceae Engl. ist Ternstroemiaceae Mirb. ex DC. Die meisten neu hinzugefügten Gattungen waren früher in einer Unterfamilie Ternstroemioideae innerhalb der Theaceae eingeordnet.

Die Familie besitzt ein disjunktes Areal. In der Paläotropis kommen sie vom südlichen China bis zur Malaiischen Halbinsel und Sumatra vor, ebenso in Afrika und auf den Kanarischen Inseln. Vorkommen gibt es weiterhin in der Neotropis.

Die Familie der Pentaphylacaceae enthält heute etwa zwölf Gattungen mit etwa 337 Arten. Die Familie wird in drei Tribus gegliedert:

Tribus Freziereae: Laubblätter und Blüten von Eurya emarginata
Tribus Freziereae: Visnea mocanera mit Früchten

Quellen

Einzelnachweise

  1. 1 2 Tianlu Min & Bruce Bartholomew: Pentaphylacaceae s. str., S. 365 – textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven & Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China, Volume 12 – Hippocastanaceae through Theaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis 2007. ISBN 978-1-930723-64-1
  2. 1 2 Beschreibung der Familie Pentaphylacaceae s. str. bei DELTA. (Memento des Originals vom 30. März 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (mit nur einer Art)
  3. ↑ Tianlu Min & Bruce Bartholomew: Ternstroemioideae, S. 365 – textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven & Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China, Volume 12 – Hippocastanaceae through Theaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis 2007. ISBN 978-1-930723-64-1
  4. ↑ Pentaphylacaceae im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.
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