| Film | |
| Titel | The Dive |
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| Produktionsland | Deutschland |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 2023 |
| Länge | 91 Minuten |
| Altersfreigabe |
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| Stab | |
| Regie | Maximilian Erlenwein |
| Drehbuch | Maximilian Erlenwein Joachim Hedén |
| Produktion | Jonas Katzenstein Maximilian Leo |
| Musik | Volker Bertelmann Raffael Seyfried |
| Kamera | Frank Griebe |
| Schnitt | Philipp Thomas |
| Besetzung | |
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The Dive ist ein deutscher Thriller aus dem Jahr 2023. Es handelt sich um eine Neuverfilmung des skandinavischen Films Breaking Surface – Tödliche Tiefe.
Die beiden Schwestern May und Drew sind auf dem Weg ans Meer, weil sie wie in den vergangenen Jahren wieder zusammen tauchen wollen. Doch sie haben sich zuletzt entfremdet und schon während der Hinfahrt ist die Stimmung angespannt. An einer einsamen Steilküste bereitet die ältere und erfahrenere May die Ausrüstung vor und deponiert zwei Reserve-Tauchflaschen sowie die Autoschlüssel und Handys am Felsen.
Dann tauchen die Schwestern in Höhlen hinab. In einer Luftkammer, in der sie vorübergehend ohne Tauchgerät atmen können, machen sie eine Pause. Dabei spricht Drew May auf ihre Gefühle an. May weicht dem Gespräch aus und taucht weiter nach unten, bevor Drew ihr folgt. Sie werden von einem Felssturz überrascht. Drew verliert den Kontakt zu May und sieht durch das getrübte Wasser zunächst trotz Taschenlampe wenig. Die ältere Schwester wird in fast 30 Metern Tiefe von einem großen Felsbrocken an den Beinen eingeklemmt.
Nach einer mühsamen Suche findet Drew ihre Schwester, kann sie aber nicht von dem schweren Felsen befreien. Da May allmählich der Sauerstoff ausgeht, drängt sie die nervöse Schwester, möglichst ruhig zu bleiben, und erklärt ihren Plan. Drew soll innerhalb von 20 Minuten auftauchen, die Ersatz-Taucherflasche und einen Wagenheber aus dem Auto holen und zu ihr zurückkehren. Während die jüngere Schwester aufsteigt, beginnt May sich an die ersten Tauchversuche mit dem Vater zu erinnern.
An der Küste muss Drew feststellen, dass die Taucherflaschen und die Taschen mit Handy und Schlüssel ebenfalls von Felsen eingeklemmt sind. Daher schlägt sie die Autoscheibe mit einem Stein ein. Sie holt zwei weitere Ersatzflaschen aus dem Auto, kann den Kofferraum jedoch nicht öffnen und auch der Versuch, die Rückbank aufzuschlitzen, misslingt. Sie versucht vergeblich, ein Boot auf dem Meer um Hilfe zu rufen. Da die Zeit knapp wird, springt sie zurück ins Wasser. Dabei rutscht ihr die Tauchflasche ab und sinkt zu Boden. Sie taucht zu May und gibt ihr zunächst ihren eigenen Luftvorrat, bevor sie ohne Sauerstoffgerät die versunkene Tauchflasche holt.
May wird in ihrer Not von Visionen gequält. Dabei bemerkt sie, dass der Schlauch an Drews Tauchflasche ein Loch hat. Drew gibt May die frische Sauerstoffflasche und erwähnt ein nahegelegenes Haus, das sie auf der Landkarte gesehen hat. Bevor sie wieder auftaucht, weist die ältere Schwester auf den defekten Schlauch hin. Drew ignoriert die Forderung für die nötige Dekompression und hat an Land mit Übelkeit zu kämpfen. Sie geht zu dem Haus, das sich als verlassene Kirche erweist. Dort hinterlässt sie die Karte mit einem Hilferuf. Auch ein Hammer hilft nicht beim Aufbrechen des Kofferraums. Deshalb stößt Drew das Auto die Klippe hinunter. Der Kofferraum öffnet sich, enthält aber keinen Wagenheber, sondern nur ein Spray zum Reparieren von Reifen. Sie nutzt das Spray, um den Schlauch an ihrem Tauchgerät zu reparieren. Beim nächsten Abtauchen nimmt sie auch eine Holzstange von einem Schild mit.
May ist mittlerweile wie in Trance. Gemeinsam versuchen die Schwestern, mit der Stange den Felsen anzuheben, aber das Holz bricht. Außerdem stellt Drew fest, dass sie den Schlauch beim Reparieren mit dem Spray verstopft hat. Da der Sauerstoff nun bei beiden Frauen schwindet, verliert May allmählich die Hoffnung. Sie bittet Drew, wieder aufzutauchen und sie zurückzulassen. Doch Drew hat noch eine Idee. Sie will ihre Tarierweste unter dem Felsen aufpumpen. Doch das Sicherheitsventil lässt die Luft heraus. Drew taucht nochmal auf, um das Spray zu holen, mit der sie das Ventil schließen will. In der Zwischenzeit erinnert sich May, wie ihr Vater sie damals beim Luftanhalten an die Grenzen trieb.
Drew schafft es dann tatsächlich, die Tarierweste mit dem Spray so zu manipulieren, dass der Druck reicht, um den Felsen weit genug anzuheben und May zu befreien. Sie ist jedoch von den vielen schnellen Tauchgängen so belastet, dass sie zusammenbricht. May bringt sie in die Luftkammer in der Höhle. Dann holt sie eine Taucherflasche, deren Ventil zuvor nicht funktionierte, und schlägt das Ventil auf. So kommt frischer Sauerstoff in die Kammer. May rettet Drew durch eine Mund-zu-Mund-Beatmung. Dann tauchen die Schwestern gemeinsam wieder auf. An der Küste folgt eine lange Umarmung.
Die Dreharbeiten fanden 2021 statt. Auf Malta wurden Aufnahmen mit Stuntleuten im Meer gedreht. Die beiden Schauspielerinnen filmten Unterwasser-Szenen im Waldbad Hilden. Weitere Szenen entstanden im GreenTEC Campus auf einem ehemaligen Bundeswehr-Gelände in Enge-Sande. Die Produktion der Kölner Firma Augenschein wurde von der Film- und Medienstiftung NRW mit einer Million Euro gefördert.
Die Kritik fällt unterschiedlich aus. Harald Mühlbeyer lobt bei Kino-Zeit Bilder „voller Faszination und Gefahr“ sowie „das äußerst realistischen Unterwasser-Setdesign“ und meint, dass „der Film das Abenteuer-Überlebens-Genre bestens bedient“. Ähnlich positiv zeigt sich Barbara Schweizerhof bei EPD Film: „Selbst die fordernden Unterwasserszenen gehorchen dabei einer Logik und Dramaturgie, die den Zuschauer mitnimmt. Sowohl das ungewöhnliche Setting als auch die Inszenierung zweier weiblicher Figuren, die sich hier selbst retten müssen, ohne fremde männliche Hilfe, setzen Erlenweins Film in angenehmer Weise von anderer Genre-Ware ab.“ Michael Meyns ist bei Filmstarts kritischer: „Zumindest stilistisch kann [der Film] mit spektakulären Unterwasser-Bildern überzeugen. Inhaltlich bleibt die Story aber zu dünn, um mehr zu sein als ein rohes, kleines B-Picture, das so eher (noch) nicht dazu beitragen wird, Genrekino aus Deutschland zu mehr Kinoerfolgen zu verhelfen.“ Oliver Armknecht bezweifelt bei film-rezensionen.de den Sinn der Neuverfilmung und konzentriert sich vor allem den Unterschied zwischen der eisigen, düsteren Kulisse des Originals und der wärmeren Umgebung im Remake: „Das könnten manche als Rückschritt empfinden, schließlich geht auf diese Weise ein Teil der beklemmenden Atmosphäre verloren. Gleichzeitig sorgt der Thriller […] auf diese Weise für einen reizvollen und irgendwie gemeinen Kontrast. Gerade weil das hier eigentlich ein Urlaubssetting ist, ist es so bitter, dass May dem Tod ins Auge blickt.“