The Woddafucka Thing

Film
Titel The Woddafucka Thing
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 2023
Länge 86 Minuten
Altersfreigabe
Produktions­unternehmen Finimondo Productions
Stab
Regie Gianluca Vallero
Drehbuch Gianluca Vallero
Produktion Gianluca Vallero
Musik Fab Beat
Kamera Francisco Dominguez
Schnitt Andreas Zitzmann
Besetzung

The Woddafucka Thing ist eine Schwarz-Weiß-Komödie, die im Berliner Kleinkriminellenmilieu spielt. Die Protagonisten – die meisten von ihnen Ausländer – versuchen auf unbeholfene Art und Weise, ihr Leben in den Griff zu kriegen und an Geld zu kommen. Sie sind naiv und verzweifelt, haben aber ein gutes Herz. Es geht um ihre Existenz, die ebenso prekär ist wie die vieler Menschen, die sich nicht an die Regeln der Marktwirtschaft anpassen wollen.

Der Film wurde von Gianluca Vallero gedreht, der ihn mit seiner Produktionsfirma Finimondo Productions produzierte. Dela Dabulamanzi wurde in ihrer ersten Kinohauptrolle für den Deutscher Schauspielpreis 2024 als beste Schauspielerin nominiert. Neben Dabulamanzi spielten in weiteren Hauptrollen Carlo Loiudice und Marc Philipps.

The Woddafucka Thing hatte 2023 Premiere beim Filmfest Bremen, wo er den 1. Jurypreis als bester deutschsprachiger Film gewann; am 24. Januar 2024 kam er in die deutschen Kinos.

Handlung

Als die taffe Afro-Berlinerin Sweety den Auftrag von Boss erhält, einen großen und lukrativen Deal abzuwickeln, scheint ihre kleinkriminelle Karriere endlich in Fahrt zu kommen. Doch noch am selben Abend, als sie der gesamten Beute beraubt wird, verwandeln sich Sweetys Zukunftsvisionen in Albträume. Boss gibt Sweety nur eine Woche Zeit, um ihre Schulden zurückzuzahlen.

Sweetys letzte Hoffnung sind der Italiener Gino und sein deutscher Kumpel Ninja. Die beiden erfolglosen Karatelehrer bieten Sweety die Möglichkeit, gemeinsam ein großes Ding zu drehen. Das könnte nicht nur Sweetys Leben retten, sondern auch Gino und Ninja helfen, die steigende Miete ihrer heruntergekommenen Karatehalle zu bezahlen – oder diese sogar zu kaufen und endlich dem Druck zweier fieser Immobilienhaie zu entkommen.

Die unkonventionellen Vorbereitungen für den großen Raubüberfall kommen ins Rollen. Von diesem Moment an beginnt für Sweety, Gino und Ninja das größte und gefährlichste Abenteuer ihres Lebens.

Hintergrund

Der Independent-Film The Woddafucka Thing entstand unter außergewöhnlichen Produktionsbedingungen und gilt als Beispiel für eine vollständig eigenfinanzierte Filmproduktion. Nachdem das Drehbuch bei verschiedenen Filmproduktionen auf kein Interesse gestoßen war, entschied sich der Regisseur und Filmproduzent Gianluca Vallero, das Projekt – wie bereits seine früheren Arbeiten – in Eigenregie umzusetzen.

Da keinerlei Filmfördermittel oder institutionelle Unterstützung zur Verfügung standen, wurde der Film vollständig unabhängig realisiert. Die gesamte Produktionsphase erstreckte sich über einen Zeitraum von sechs Jahren, von 2017 bis 2023. Das Gesamtbudget belief sich auf etwa 90.000 Euro, was im Vergleich zu konventionellen Filmproduktionen als äußerst gering gilt.

Die Dreharbeiten fanden in Berlin statt und spiegeln sowohl das ehemalige Ost- als auch West-Berlin wider. Gedreht wurde hauptsächlich in den Bezirken Kreuzberg, Mitte und Lichtenberg. Insgesamt umfassten die Dreharbeiten 26 Tage, die sich aus organisatorischen und finanziellen Gründen über einen Zeitraum von rund zwei Jahren verteilten. Die lange Produktionsdauer sowie die fragmentierte Drehphase spiegeln die Herausforderungen wider, die mit unabhängigen Filmprojekten ohne externe Filmfinanzierung verbunden sind.

Auszeichnungen

Einzelnachweise

  1. ↑ Falk Straub: The Woddafucka Thing: Gauner wie wir. spielfilm.de. Abgerufen am 26. März 2026.
  2. ↑ Gewinnerfilme 2023. Filmfest Bremen. Abgerufen am 26. März 2026.
  3. ↑ Tim Caspar Boehme: No-Budget-Film „The Woddafucka Thing“: Wärste doch bei der Mafia geblieben. Die Tageszeitung. 28. Januar 2024, abgerufen am 26. März 2026.
  4. ↑ Falk Straub: The Woddafucka Thing (2022). Eine Filmkritik von Falk Straub. kino-zeit.de. Abgerufen am 26. März 2026.
  5. ↑ Mattia Cirilli: ReviewsThe Woddafucka Thing. La recensione (italienisch). taxidrivers.it. 16. April 2023, abgerufen am 26. März 2026.
  6. ↑ Doris Kuhn: "The Woddafucka Thing" im Kino. Diebesnöte. Süddeutsche Zeitung. 23. Januar 2024, abgerufen am 26. März 2026.
  7. ↑ Federica Pace: ‘The Woddafucka Thing’: l’acclamata commedia indie arriva in Italia. In: Taxidrivers.it. 24. November 2025, abgerufen am 25. März 2026 (italienisch).
  8. ↑ The Woddafucka Thing. sabcat.media. Abgerufen am 26. März 2026.
  9. ↑ Antonio Maiorino: ‘The Woddafucka Thing’, sopravvivere a Berlino. Intervista al regista Gianluca Vallero. In: Taxidrivers.it. 14. April 2023, abgerufen am 25. März 2026 (italienisch).
  10. ↑ Daniela Noack: „Die Realität aus einem anderen Blickwinkel sehen“. Forum - Das Wochenmagazin, 19. Januar 2024, abgerufen am 26. März 2026.
  11. ↑ Bundesregierung verdoppelt Filmförderung auf 250 Millionen Euro jährlich und stärkt so den Filmstandort Deutschland. 30. Juli 2025, abgerufen am 26. März 2026.
  12. ↑ Low Budget bis Blockbuster: Die Welt der Filmproduktionskosten. Wissensportal, 1. Oktober 2023, abgerufen am 25. März 2026.
  13. ↑ Oliver Armknecht: Kritik zu The Woddafucka Thing. film-rezensionen.de. 25. Januar 2024, abgerufen am 26. März 2026.