Theo Simon

Theo Simon (* 16. April 1947 in Rothenberga; † 15. Februar 2025 in Fichtenberg) war ein deutscher Geologe. Er war in leitender Funktion am geologischen Landesamt in Stuttgart und später in Freiburg mit der geologischen Landesaufnahme von Baden-Württemberg betraut.

Leben und Werk

Simon war zunächst Vermessungstechniker und studierte Geodäsie an der Fachhochschule Stuttgart (Diplom-Ingenieur 1971). Danach studierte er Geologie und Paläontologie an der Universität Stuttgart mit dem Diplom-Abschluss 1975. Er wurde dort 1980 mit der Dissertation Hydrogeologische Untersuchungen im Muschelkalk-Karst von Hohenlohe promoviert und arbeitete dann als Geologe mit Werkverträgen für die Regionalverband Nord-Württemberg, die Landeswasserversorgung und die Stadt Stuttgart. 1981 wurde er Geologe im staatlichen geologischen Dienst von Baden-Württemberg zunächst in der Abteilung Ingenieurgeologie und ab 1983 in der Hydrogeologie. Ab 1995 war er in leitender Funktion am (1998 aufgelösten und im Zug einer Verwaltungsreform dem Regierungspräsidium Freiburg zugeordneten) Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau und zuständig für die geologische Landesaufnahme. 1995 wurde er Honorarprofessor an der Universität Stuttgart. 2010 ging er in den Ruhestand und wohnte in Fichtenberg.

Simon befasste sich besonders mit der regionalen Geologie von Baden-Württemberg (auch Hydrogeologie, Salzvorkommen) und insbesondere der Trias und dem Perm. Er war Vorsitzender der Subkommission Perm-Trias der Deutschen Stratigraphischen Kommission.

Er veröffentlichte auch Werke über regionale Geologie in Baden-Württemberg für breites Publikum, arbeitet mit Sammlern zusammen und organisierte regelmäßig geologische Wanderungen.

Seit 2013 war er Vorsitzender der Gesellschaft für Naturkunde in Württemberg und seit 2019 einer der stellvertretenden Vorsitzenden. Außerdem war er Mitglied des Arbeitskreises Geologie und Paläontologie im Museums- und Kulturverein Kirchberg an der Jagst. Simon befasste sich auch mit Geologie-Geschichte.

Ehrungen

Für 2020 wurde Simon die Serge-von-Bubnoff-Medaille zugesprochen.

Im November 2024 erhielt Simon die Ehrenmitgliedschaft der Gesellschaft für Naturkunde in Württemberg.

Schriften

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Traueranzeige Theo Simon, Südwest Presse, abgerufen am 26. Februar 2025.
  2. ↑ Struktur Deutsche Stratigraphische Kommission, abgerufen am 27. April 2014.
  3. ↑ Theo Simon: Mitgliederversammlung am 10. Oktober 2019 in Stuttgart. In: Jahreshefte der Gesellschaft für Naturkunde in Württemberg. Jahrgang 175. Stuttgart 15. Dezember 2019, S. 439.
  4. ↑ Serge-von-Bubnoff-Medaille verliehen an Prof. Dr. Theo Simon, auf researchgate.net, abgerufen am 19. Februar 2025.
  5. ↑ Sammler von Feuersteinen aus der Trias, Muschelkalk-Fossilien und fossilen Hölzern aus dem Keuper im Hohenloher Land, wohnhaft in Rot am See. Eine von ihm gefundene fossile Ginkgo-Art ist nach ihm benannt. (Baieroxylon schuessleri)
  6. ↑ Erläuterungen zur Stratigraphischen Tabelle von Deutschland, Schweizerbart