
Theodor Friedrich Wilhelm Hermann „Theo“ Berkelmann (* 17. April 1894 in Le Ban-Saint-Martin; † 28. Dezember 1943 in Posen) war ein deutscher Politiker (NSDAP), SS-Obergruppenführer und General der Polizei.
Theo Berkelmann war ein Sohn des Zollbeamten Fritz Otto Berkelmann. In seiner Kindheit besuchte er die Volksschule (1900–1904), die Realschule (1904–1910) und zuletzt die Oberrealschule in Colmar, an der er 1913 die Reifeprüfung ablegte.
Im Oktober 1913 trat Berkelmann als Einjährig-Freiwilliger in das Jägerbataillon Nr. 11 der preußischen Armee ein. Ab August 1914 nahm er als Soldat am Ersten Weltkrieg teil.
Nach Kriegsende schloss Berkelmann sich im März 1919 dem Freikorps Hülsen an, das 1920 aufgelöst wurde. Es folgte eine kurze Arbeitslosigkeit, bevor er von 1920 bis Ende 1922 als Bergarbeiter und von 1922 bis 1926 im kaufmännischen Bereich und für Versicherungen tätig war.
In den Jahren 1926 bis 1930 verdiente Berkelmann seinen Lebensunterhalt als Sportlehrer beim Landesschützenband in Oberschlesien beschäftigt. Während dieser Zeit trat Berkelmann zum 1. Mai 1929 der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 128.245), ohne sich vorerst aktiv in der Partei zu betätigen.
Von Anfang Februar 1930 bis Anfang März 1931 lebte Berkelmann als Farmarbeiter in Kanada.

Nach seiner Rückkehr nach Deutschland wurde Berkelmann im März 1931 Mitglied der SS (SS-Nummer 6.019). Unmittelbar nach seinem Eintritt in die SS wurde er von der SS-Führung mit der Aufstellung der SS-Standarte 23 „Oberschlesien“ beauftragt. Am 15. Juni 1931 wurde er als SA-Standartenführer in die Oberste SA-Führung versetzt und als Lehrer sowie stellvertretender Leiter an die Reichsführerschule der NSDAP i München kommandiert.
Am 6. März 1932 kehrte Berkelmann zur SS zurück und wurde Adjutant des Reichsführers SS, Heinrich Himmler. Vom 1. Oktober 1932 bis zum 1. April 1933 war er Stabsführer bei der SS-Gruppe „Nord“ in Altona. Anschließend übernahm er die Führung der SS-Standarte 24 „Ostfriesland“. Am 9. Dezember 1933 wurde er zum Führer des SS-Abschnitts VI „Südost“ in Breslau und am 1. April 1936 zum Führer des SS-Oberabschnitts 11 „Elbe“ in Dresden ernannt. Parallel dazu wurde Berkelmann in der SS mehrfach befördert: am 30. Januar 1934 zum SS-Oberführer, am 9. September 1934 zum SS-Brigadeführer, am 13. September 1936 zum SS-Gruppenführer und am 30. Januar 1942 zum SS-Obergruppenführer.
Von Juni 1938 bis April 1940 war Berkelmann Höherer SS- und Polizeiführer Elbe mit Dienstsitz Dresden und übernahm danach Vertretungsaufgaben. Ab 1940 wurde er als Höherer SS- und Polizeiführer beim Reichskommissar für die Saarpfalz und Chef der Zivilverwaltung in Lothringen eingesetzt. Im November 1943 wechselte er in gleicher Funktion in den Reichsgau Wartheland.
Von März 1936 bis zu seinem Tode gehörte er dem Reichstag an. Berkelmann erlag am 28. Dezember 1943 einem Krebsleiden.
Theo Berkelmann war in erster Ehe seit 1923 mit Gertrud Paul (* 27. März 1892 in Deutschhof) verheiratet. Diese Ehe wurde am 27. März 1942 geschieden. In zweiter Ehe heiratete er am 8. April 1942 Gabriele Alexandra von Wolffersdorff (* 21. Januar 1918 in Züllichau; 28. Oktober 1992 in Kassel), deren erster Ehemann 1940 im Krieg umgekommen war.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Berkelmann, Theo |
| ALTERNATIVNAMEN | Berkelmann, Theodor; Berkelmann, Theodor Friedrich Wilhelm Hermann (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker (NSDAP), MdR und SS-Obergruppenführer |
| GEBURTSDATUM | 17. April 1894 |
| GEBURTSORT | Le Ban-Saint-Martin bei Metz |
| STERBEDATUM | 28. Dezember 1943 |
| STERBEORT | Posen |