Theodor Dumba

Theodor Dumba

Theodor N. Dumba (auch Teodor Dumba, griechisch Θεόδωρος Ν. Δούμπα; * 1818 in Serres, Osmanisches Reich; † 1880 in Wien, Österreich-Ungarn) war ein griechisch-aromunischer Kaufmann und Mäzen, der im Kaisertum Österreich bzw. in Österreich-Ungarn wirkte.

Herkunft und Familie

Die Familie Dumba war aromunischer, hellenisierter Herkunft, stammte ursprünglich aus dem Dorf Linotopi im Pindos-Gebirge und ließ sich später im makedonischen Serres nieder. Als Stammvater gilt der Händler Mihail Dumba, der vier Söhne und eine Tochter hatte: Theodor (1778–1823), Nikolaus (1780–1840), Rafael (1782–1830), Sterio (Stere; 1794–1840, Vater des bedeutenden Unternehmers und Kunstmäzens Nikolaus Dumba) sowie Maria (* 1796).

Nikolaus Dumba, der zweitälteste Sohn, heiratete 1817 Zoe Ghermani (1800–1855), die ebenfalls aus Serres stammte. Aus dieser Ehe gingen fünf Kinder hervor: Theodor, Constantin, Anastasia, Sterio und Michael.

Leben und Wirken

Theodor Dumba übersiedelte in jungen Jahren in das Kaisertum Österreich und ließ sich zunächst in Pest und danach in Wien nieder. In Pest heiratete er die adelige Anna de Vrani, die ebenfalls aromanischer Abstammung war. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor; darunter der spätere Diplomat Konstantin Dumba, der als letzter k. u. k. Botschafter in den Vereinigten Staaten bekannt wurde.

In Wien etablierte sich Theodor Dumba als erfolgreicher Kaufmann und Unternehmer und war geschäftlich eng mit seinem Onkel Sterio Dumba verbunden. Aus Stolz auf seinen bürgerlichen Stand lehnte er – wie schon sein Onkel und später sein Cousin Nikolaus – die Verleihung von Adelstiteln ab.

Dumba trat als großzügiger Philanthrop und Förderer hervor. Seine Zuwendungen kamen Projekten und Institutionen in Wien und in seiner Geburtsstadt Serres zugute. Darüber hinaus unterstützte er die rumänische Volksgruppe innerhalb der Habsburgermonarchie und war ein bedeutender Förderer der rumänischen akademischen Vereinigung România Jună in Wien.

Theodor Dumba starb 1880 in Wien.

Einzelnachweise

  1. ↑ https://vlahoi.net/diaspora-ton-vlahon/oi-vlahoi-kai-oi-serres-18os-19os-ai-stergios-laitsos
  2. ↑ https://vlahoi.net/diaspora-ton-vlahon/oi-vlahoi-kai-oi-serres-18os-19os-ai-stergios-laitsos
  3. ↑ https://romanintezet.hu/files/Egyeb/Familii_si_personalitati_macedoromane.pdf