

Julius Theodor Grawert (* 18. Juli 1858 in Zellin; † 27. Januar 1927 in Berlin) war ein deutscher Musiker.
Theodor Grawert war der Sohn des Musikus Johann August Grawert und seiner Ehefrau Louise Wilhelmine Voigt. Von 1883 bis 1906 war er Stabshoboist beim Königlich Preußischen 13. Infanterie-Regiment in Münster i. W. Nach seinem Studium an der Königlichen Hochschule für Musik in Berlin-Charlottenburg wurde er 1908 dort zum Professor der Musik ernannt. 1910 trat er die Nachfolge des verstorbenen Gustav Roßberg (1838–1910) im Amt des Ersten Armee-Musik-Inspizienten der Königlich Preußischen Armee an, das er bis 1918 innehatte. Quasi in seinem Schatten agierte seit 1908/1909 Oskar Hackenberger als Zweiter Armee-Musik-Inspizient.
Grawert gab 1914 ein Verzeichnis der preußischen Armeemarschsammlung heraus, die er bei dieser Gelegenheit um eine eigene, IV. Sammlung erweiterte, die allerdings nicht als offiziell anzusehen ist. Im Jahre 1920 wurde er in die Reichswehr übernommen und übte das Amt des Musikinspizienten bis 1924 aus. Ferner war er Mitglied der Münsteraner Freimaurerloge Zu den drei Balken.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Grawert, Theodor |
| ALTERNATIVNAMEN | Grawert, Julius Theodor (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Musiker |
| GEBURTSDATUM | 18. Juli 1858 |
| GEBURTSORT | Zellin |
| STERBEDATUM | 27. Januar 1927 |
| STERBEORT | Berlin |