Theodor Lewandowski

Theodor Lewandowski (* 16. November 1927 in Allenstein (Ostpreußen); † 14. Dezember 1997) war ein deutscher germanistischer Linguist und ordentlicher Professor für Sprachwissenschaft.

Leben

Theodor Lewandowski wurde als Sohn von Margarete Lewandowski, geborene Hoffmann, und des Dekorateurs Theodor Lewandowski in Ostpreußen im heutigen Polen geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Allenstein absolvierte er ein Studium der russischen Sprache und Literatur am Pädagogischen Institut (Institut für Lehrerbildung) Brandenburg (Havel), war dort sowie in Weimar und Güstrow von 1950 bis 1954 Ober-Assistent und Dozent, machte 1958 ein externes Abitur in Düsseldorf, arbeitete als Lehrer in Köln und studierte Germanistik, Slawistik, allgemeinen Sprachwissenschaft und Psychologie an der Universität Köln von 1964 bis 1971. 1967 war er Förderassistent der PH Rheinland. Er arbeitete dann als Wissenschaftlicher Assistent und wurde 1971 zum Dr. phil. promoviert. Ab 1973 lehrte er als ordentlicher Professor für Deutsche Sprache und Literatur und ihre Didaktik, Schwerpunkt Linguistik, an der PH Köln, ab 1980 als Professor und Seminardirektor der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität Köln. 1981 wurde er zudem ordentliches Mitglied im Wissenschaftlichen Rat des Instituts für deutsche Sprache in Mannheim.

Er ist vor allem durch sein Linguistisches Wörterbuch bekannt geworden, das von 1973 bis 1994 in sechs, immer wieder überarbeiteten Auflagen erschien. Es wurde von anfangs über 1000 auf später rund 2000 Artikel erweitert und ist eines der wichtigen Handbücher der Linguistik.

Theodor Lewandowski war katholisch, ab 1956 verheiratet mit Gertrud Lewandowski, geborener Hempel (verwitwet 1968), hatte eine Tochter (Claudia), lebte in Münstereifel-Scheuerheck und starb 1997 im Alter von 70 Jahren. Seine Grabstätte befindet sich auf dem Kölner Melaten-Friedhof.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Festschrift

Biographische Skizzen

Nachruf

Einzelnachweise

  1. ↑ Siehe dazu Vorwörter in der 4. Auflage 1984.
  2. ↑ Walter Habel (Herausgeber): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, Seite 760.
  3. ↑ Grab in der Datenbank Find a Grave, abgerufen am 13. Dezember 2021.
  4. ↑ Theodor Lewandowski: Pragmatische Aspekte in Grammatiken des Deutschen.