Theodor Lingke

Johann Theodor Lingke (* 21. November 1720 in Torgau; † 10. April 1801 ebenda) war ein deutscher evangelischer Theologe.

Leben

Lingke war ein Sohn des kurfürstlich sächsischen Kammerherrn und Amtsverwalters Moritz Lingke. Nach anfänglichem Schulunterricht im Elternhaus besuchte Lingke die Landeseinrichtung Schulpforte. Danach absolvierte er ein Theologiestudium in Wittenberg, das er mit dem Erwerb des Magisters und schließlich der Promotion beendete. 1745 trat Lingke seine erste Stelle als zweiter Diakon der Kirche zum Hl. Geist in Torgau an. 1760 wurde er zum Archidiakon berufen und 1768 zum Superintendenten von Torgau.

Am 13. Dezember 1795 feierte Lingke sein 50-jähriges Amtsjubiläum, wobei er mit vielen Ehrenbezeigungen und mit verschiedenen zu seinem Lob verfassten Abhandlungen sowie Gedichten beschenkt wurde. 1800 trat er in den Ruhestand. Bei seinem Tod hinterließ Lingke eine Ehefrau, drei Söhne und drei Töchter.

Er war nicht nur ein vorzüglicher Kenner der orientalischen Literatur, sondern in vielen heterogenen Wissenschaften wie z. B. der Tonkunst bewandert. Auch hat er ein neues Instrument, das „Stahlspiel“ erfunden. Lingke betätigte sich zudem als Autor von Predigten, jedoch auch mehrerer Schriften zur Torgauer Kirchen- und Stadtgeschichte.

Schriften

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ N.N.: Allgemeiner litterarischer Anzeiger oder Annalen der gesammten Litteratur ... No. I. - XIII. Leipzig Januar 1797.
Personendaten
NAME Lingke, Theodor
ALTERNATIVNAMEN Lingke, Johann Theodor (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG deutscher evangelischer Theologe
GEBURTSDATUM 21. November 1720
GEBURTSORT Torgau
STERBEDATUM 10. April 1801
STERBEORT Torgau