
Therese Deecke, geborene Struve (* 7. Februar 1844 in Lübeck; † 9. Januar 1916 in Freiburg im Breisgau) war eine deutsche Autorin.
Therese Deecke, geboren als Therese Struve in der Lübecker Wahmstraße, war die Tochter des Gemischtwarenhändlers Johann Joachim Struve und einer Bäckerstochter; sie besuchte die Ernestinenschule. Nach ihrem Abschluss heiratete sie 1861 ihren Lehrer Wilhelm Deecke. Sie hatten drei Kinder. Der älteste Sohn war der Geologe Wilhelm Deecke. In der Folge lebte die Familie an den wechselnden beruflichen Wirkungsorten ihres Mannes, der 1870 Oberlehrer in Elberfeld, 1871 Konrektor und 1879 Rektor des Lyzeums in Straßburg, 1884 Rektor des Gymnasiums in Buchsweiler und 1890 Rektor des Gymnasiums in Mülhausen wurde, wo er zeitweilig Albert Schweitzer unterrichtete.
Therese Deecke schrieb Prosa, die in Zeitungen, Zeitschriften und Romanreihen veröffentlicht wurde. Für ihre Kinder und Enkelkinder hinterließ sie Lebenserinnerungen, die sie 70-jährig in Straßburg verfasst hatte und die ihr Ururenkel Klaus Ungerer 2023 unter dem Titel Mein frühreifes Herz veröffentlichte. Die Welt am Sonntag nannte das Buch einen „sensationellen Archivfund“ und die „Entdeckung des Jahres“. Im November 2024 veröffentlichte Ungerer auch Therese Deeckes Lübeck-Novelle Königin Minna Schmidt.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Deecke, Therese |
| ALTERNATIVNAMEN | Struve, Therese (Geburtsname) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Autorin |
| GEBURTSDATUM | 7. Februar 1844 |
| GEBURTSORT | Lübeck |
| STERBEDATUM | 9. Januar 1916 |
| STERBEORT | Freiburg im Breisgau |