Therese Hilbert

Therese Hilbert (* 1948 in Zürich) ist eine Schweizer Goldschmiedin.

Leben

Von 1964 bis 1969 liess sich Therese Hilbert an der Schule für Gestaltung in Zürich bei Max Fröhlich zur Goldschmiedin ausbilden.

Anschliessend arbeitete sie in verschiedenen Werkstätten in Zürich und Bern. 1972 ging sie nach München, um an der dortigen Akademie der Bildenden Künste bei Hermann Jünger zu studieren. Sechs Jahre später erhielt sie ihr Diplom. Seit ihrem Studium lebt und arbeitet Therese Hilbert in München. Sie ist verheiratet mit dem Schmuckkünstler Otto Künzli und Mutter der Fotografin Miriam Künzli. Therese Hilberts Arbeiten werden international gezeigt und gesammelt, vor allem in Deutschland, Österreich, der Schweiz, den Niederlanden, Australien, Japan und den USA.

Werk

Im Mittelpunkt steht das Thema der Gefühle, umgesetzt in der Gestalt des Vulkans als eines natürlichen Phänomens und bedeutsamer kultureller Metapher. Unter anderem gibt es den Bezug zur künstlerischen Arbeitsweise als einem Aus-sich-selbst-Schöpfen. Diese wie andere der historisch häufig als männlich gedachten Vulkandeutungen erscheinen bei ihr geschlechtsneutral oder als eine Darstellung von Weiblichkeit, „in der Wehrhaftigkeit und Verteidigungsbereitschaft nicht im Widerspruch stehen zu Schönheit, Eleganz und Anmut“. Ebenso wichtig ist das in ihren Arbeiten aufscheinende „Generalthema vom Widerstreit der Antagonismen Sanftheit und Aggression, Schutz und Bedrohung, also von Liebe und Hass“ All das variierte sie über die Jahre ihres Schaffens in Motivgruppen. Bevorzugtes Material ist Silber. Teilweise fügte sie weitere Materialien hinzu wie Koralle oder das durch vulkanische Aktivität entstandene Obsidian. Selten nutzte sie MDF und Stahl. Teilweise übermalte sie die Arbeiten mit farbigem Lack. Besondere Merkmale ihrer Kunst sind die formale Strenge, konzeptuelle Konzentration und gestaltete Abstraktion, welche eine „symbolische Potenz von universeller Dimension“ repräsentiert.

Arbeiten in öffentlichen Sammlungen (Auswahl)

Ausstellungen (Auswahl)

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Maribel Königer: Kraterwanderung. In: Maribel Königer, Ursula von Haeften: Therese Hilbert. Weiss und Schwarz. Galerie für angewandte Kunst, München 1996, S. 8.
  2. ↑ Maribel Königer: Kraterwanderung. In: Maribel Königer, Ursula von Haeften: Therese Hilbert. Weiss und Schwarz. Galerie für angewandte Kunst, München 1996, S. 11.
  3. ↑ Ellen Maurer Zilioli: Therese Hilbert. Maurer Ziliol Contemporary Arts, München 2013.