| Thismiaceae | ||||||||||||
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Thismia rodwayi | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Thismiaceae | ||||||||||||
| J.Agardh |
Die Thismiaceae sind eine Pflanzenfamilie aus der Ordnung der Yamswurzelartigen (Dioscoreales) innerhalb der einkeimblättrigen Pflanzen. Es sind mykotrophe und chlorophylllose Pflanzen.
Alle Arten der Familie sind mykotrophe und chlorophylllose, ausdauernde krautige Pflanzen. Sie bilden verzweigte, korallenförmige Rhizome als Überdauerungsorgane. Die gegenständig, wechselständig und zweizeilig angeordneten Laubblätter sind parallelnervig, häutig, einfach, klein und ungestielt, oder zu Schuppen reduziert, mit glatten Blatträndern.
Die Blüten stehen einzeln oder in traubigen Blütenständen mit Tragblättern zusammen. Die radiärsymmetrischen bis zygomorphen Blüten sind dreizählig und zwittrig. Es sind zwei Kreise mit je drei Blütenhüllblättern vorhanden, sie sind glocken- bis urnenförmig verwachsen. Bei vielen Arten sind die inneren und äußeren Blütenhüllblätter stark verschieden. Es sind einer (nur bei Oxygyne) oder zwei Kreise mit drei Staubblättern vorhanden; sie sind untereinander frei aber mit den Blütenhüllblättern verwachsen; sie sind nach innen gebogen. Bei Haplothismia und Oxygyne sind die Staubfäden an der Basis verbreitert; bei den anderen Gattungen sind die Staubfäden entweder reduziert oder spezialisiert. Die Pollenkörner besitzen eine Apertur. Drei Fruchtblätter sind zu einem unterständigen Fruchtknoten verwachsen mit 50 bis 100 anatrope Samenanlagen. Der oft kurze Griffel endet in einer dreilappigen Narbe.
Die dickwandige Kapselfrüchte enthalten 50 bis 150 Samen und öffnet sich an ihre Spitze. Die winzigen Samen besitzen kein Endosperm und der Embryo ist bei reifen Samen nur noch rudimentär vorhanden.
Es werden Calciumoxalat-Kristalle als Rhaphide eingelagert.
Die Areale der Gattungen sind teils extrem disjunkt. Vorkommen gibt es hauptsächlich in Südostasien, Afrika, Amerika (besonders Brasilien), Australien und Neuseeland. Sie gedeihen meist in tropischen Gebieten, doch gibt es auch einige Arten in warm-gemäßigten Zonen, beispielsweise in Japan.
Die Erstveröffentlichung des Familiennamens erfolgte 1858 durch Jacob Georg Agardh. Die Typusgattung ist Thismia Griff. Ursprünglich als Tribus Thismieae innerhalb der Familie der Burmanniaceae eingegliedert, setzte sich nach zahlreichen molekulargenetischen Untersuchungen seit Anfang des 21. Jahrhunderts die Einstufung als eigenständige Familie durch, Schwestergruppe der Familie sind die Taccaceae. Die Familie besteht aus sechs Gattungen und umfasste 2024 rund 125 Arten, davon über 100 Thismia, kontinuierlich werden neue Arten beschrieben.