Thomas Hertfelder (* 13. September 1959 in Ansbach) ist ein deutscher Historiker. Von 1997 bis 2025 war er Geschäftsführer der Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus in Stuttgart.
Hertfelder studierte von 1979 bis 1985 Geschichte, Germanistik und Politische Wissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München und absolvierte dort 1985 das Erste Staatsexamen. Von 1985 bis 1987 wirkte er als Dozent in München am Goethe-Institut und an der Volkshochschule München, bevor er von 1987 bis 1990 als Referendar und Studienrat an verschiedenen Gymnasien tätig war und 1989 das Zweite Staatsexamen bestand. Von 1989 bis 1997 arbeitete er als Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Bayerische Geschichte der Universität München. 1995 wurde er mit einer Biographie über den Historiker Franz Schnabel promoviert.
Von 1997 bis 2002 baute Hertfelder als Gründungsgeschäftsführer die Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus in Stuttgart auf, die er anschließend bis 2025 leitete. Von 1999 bis 2015 nahm er Lehraufträge am Historischen Institut der Universität Stuttgart wahr. Im Jahr 2010 wurde er zum Stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands der Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus gewählt.
Hertfelders Arbeitsschwerpunkte sind die Geschichte der Weimarer Republik und der Bundesrepublik, die Geschichte des Liberalismus, die historische Bildforschung und die Erinnerungskultur.
Hertfelder ist u. a. Mitglied im Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands und im wissenschaftlichen Beirat „Orte der Demokratiegeschichte in Bayern“ des Bayerischen Landtags. Er war u. a. Mitglied im Kuratorium der Theodor-Heuss-Stiftung, im wissenschaftlichen Beirat des Bundespräsidialamts zum Forschungsprojekt „Die Bundespräsidenten, das Bundespräsidialamt und der Nationalsozialismus“, im Kuratorium der Wolf-Erich-Kellner-Gedächtnisstiftung sowie des Deutsch-Türkischen Forums Stuttgart.
| Personendaten | |
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| NAME | Hertfelder, Thomas |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Historiker |
| GEBURTSDATUM | 13. September 1959 |
| GEBURTSORT | Ansbach |