Thomas Hecken

Thomas Hecken (* 1964 in Bochum) ist ein deutscher Literatur- und Kulturwissenschaftler mit den Forschungsschwerpunkten Ästhetik, Avantgarde und Popkultur.

Leben und Arbeit

Hecken studierte Germanistik und Philosophie von 1983 bis 1992 an der Ruhr-Universität Bochum. Während des Studiums schrieb er Mitte der 1980er Jahre auch Artikel u. a. für die Zeitschriften Spex, Elaste und Der Alltag. Die Promotion erfolgte 1995 (Dissertationsschrift: „Gestalten des Eros“), die Erteilung der venia legendi für Deutsche Philologie im Jahr 2003 (Habilitationsschrift: „Witz als Metapher“). Ab 2004 arbeitete er als Privatdozent und ab 2007 als Vertretungsprofessor für Neugermanistik am Germanistischen Institut der Ruhr-Universität Bochum. Von 2012 bis 2025 lehrte er als Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft (ab 2017 mit dem Zusatz „insbesondere Pop & Populäre Kulturen“) an der Universität Siegen.

In seinen wissenschaftlichen und essayistischen Schriften beschäftigt er sich zentral mit Konzepten und Formen der anti-idealistischen Ästhetik: Reiz, Regel, Schock, Engagement, Entgrenzung von Kunst und Leben, Konsum, Populäres/Kommerzielles, Pop-Ästhetik.

Neben zahlreichen Aufsätzen liegen zu all diesen Dimensionen Bücher von ihm vor: 1. Reiz: „Gestalten des Eros“ (1997); „Der Reiz des Trivialen“ (1997). 2. Regel: „Witz als Metapher“ (2005). 3. Entgrenzung von Kunst und Leben: „Gegenkultur und Avantgarde 1950-1970“ (2006). 4. Schock: „Avantgarde und Terrorismus“ (2006). 5. politisiertes Engagement: „1968“ (2008). 6. Konsum: „Das Versagen der Intellektuellen“ (2010). 7. Populäres/Kommerzielles: „Populäre Kultur“ (2006); „Theorien der Populärkultur“ (2007); „Das Populäre als Kunst?“ (2024); „Gezählte Beachtung“ (2024). 8. Pop-Ästhetik: „Pop“ (2009); „Avant-Pop“ (2012); „Popliteratur“ (2015); „Handbuch Popkultur“ (2017).

Bekannt geworden ist er vor allem mit seinen Aufsätzen und Büchern zur Popkultur. Er hat in Deutschland wesentlich zur wissenschaftlichen Aufarbeitung von Theorien der Popkultur sowie zur Analyse verschiedener Pop-Bereiche beigetragen. Im Jahr 2012 gründete er die Zeitschrift Pop. Kultur und Kritik sowie die Website pop-zeitschrift.de. Von 2012 bis Mitte 2025 fungierte er als Hauptherausgeber und zugleich verantwortlicher Redakteur der Zeitschrift und der Website.

Schriften (Auswahl)

Herausgebertätigkeit (Auswahl)