Thomas Kistner

Thomas Kistner (* 1958 in Karlsruhe) ist ein deutscher Sport-Journalist und Redakteur der Süddeutschen Zeitung, sowie kritischer Profi-Sport-Experte und Buch-Autor, der vor allem für investigative Beiträge zu den Schattenseiten des Sports, etwa Doping und Korruption bekannt ist („das schlechte Gewissen des deutschen Sportjournalismus“).

Leben

Nach einem Politikstudium in Heidelberg begann er bei den Badischen Neuesten Nachrichten, wechselte später zur Münchner Abendzeitung und schließlich zur Süddeutschen Zeitung, bei der er für Sportpolitik zuständig ist.

Unter den Sachbüchern, die er seit den späten 1990er Jahren schrieb, sticht die Kriminalgeschichte des größten Sportverbandes FIFA unter dem Titel FIFA-Mafia besonders hervor. Dazu schrieb Christof Siemes in der Wochenzeitung Die Zeit: „Seit das Buch Fifa-Mafia erschienen ist, kann es keinen Zweifel mehr daran geben, dass die Führung des Weltfußballverbands in ihrer geheimnisumwitterten Zentrale oberhalb der Stadt Zürich ein krummes Ding nach dem andern dreht.“

Er kommt auch seit den späten 1990er bzw. den frühen 2000er Jahren regelmäßig mit aktuellen Recherchen als Experte und Kommentator im Deutschlandfunk zu Wort.

2018 machte er als Kritiker von DFB-Präsident Reinhard Grindel auf sich aufmerksam. Er nannte Grindel „ein sportpolitisches Leichtgewicht“.

Schriften

Auszeichnungen

Einzelnachweise

  1. ↑ Spiegel
  2. ↑ Thomas Kistner, Eintrag auf archiv.reporter-forum.de
  3. ↑ Zeit 2012
  4. ↑ Thomas Kistner im Gespräch mit Klaas Reese: DFB - "Unsouveräner geht es nicht". In: deutschlandfunk.de. 21. Juli 2018, abgerufen am 17. Februar 2024.
  5. ↑ Droemer Knaur: Thomas Kistner
  6. ↑ Kicker 2012
Personendaten
NAME Kistner, Thomas
KURZBESCHREIBUNG deutscher Sportjournalist
GEBURTSDATUM 1958
GEBURTSORT Karlsruhe