Thomas MacDonagh

Thomas MacDonagh

Thomas Stanislaus MacDonagh (irisch Tomás Anéislis Mac Donnchadha; * 1. Februar 1878 in Cloughjordan, County Tipperary; † 3. Mai 1916 im Gefängnis Kilmainham Gaol, Dublin) war ein irischer Unabhängigkeitsaktivist, Lyriker, Dramatiker und einer der Anführer des Osteraufstandes von 1916.

Leben

MacDonagh wurde 1878 in der Ortschaft Cloughjordan als Sohn des Lehrerpaares Joseph MacDonagh und Mary MacDonagh (geb. Parker) geboren. MacDonagh hätte eigentlich Priester werden sollen und besuchte das Rockwell College. Nachdem MacDonagh Rockwell verlassen hatte, arbeitete er als Lehrer an den Colleges in Fermoy und Cork. Während dieser Zeit veröffentlichte MacDonagh sein erstes Werk mit dem Titel Durch das Tor aus Elfenbein (1903). Dabei handelte es sich um einen Gedichtband, in welchem er seinen Glaubenszweifeln Ausdruck verlieh, die mit seinem Weggang vom Rockwell College und seiner Abkehr vom Priesterberuf zusammenhingen. Später trat er der Conradh na Gaeilge bei. Um seine Kenntnisse der irischen Sprache zu verbessern, besuchte MacDonagh die Aran-Inseln, wo er erstmals auf Patrick Pearse traf. Neben seinen Tätigkeiten studierte MacDonagh an der Universität Dublin und erhielt 1911 einen MA in Anglistik. Das Thema seiner Abschlussarbeit lautete Thomas Campion und die Kunst die Poesie. Im November 1913 schloss er sich den Irish Volunteers an. 1914 gründete er gemeinsam mit Joseph Plunkett und Edward Martyn das Irish Theatre in der Hardwicke Street, zuvor hatte MacDonagh drei Stücke verfasst, die sich mit der gesellschaftlichen Lage beschäftigen, so in When the dawn is come (1908), in welchem sich ein idealistischer Dichter in einen nationalistischen Revolutionär verwandelt. Auch MacDonagh radikalisierte sich zunehmend und vertrat die Ansicht, dass die Freiheit Irlands nur mit "eifrigen Märtyrern" zu erreichen sei.

Im April 1915 wurde er Mitglied der Irischen Republikanischen Bruderschaft. Einen Monat zuvor, im März 1915, wurde MacDonagh zum Kommandanten des 2. Bataillons der Dubliner Brigade der Irish Volunteers ernannt, mit der er ein Jahr später am Osteraufstand teilnahm. Nach dem Scheitern des Aufstandes wurde MacDonagh zum Tode verurteilt und am 3. Mai 1916 im Dubliner Gefängnis Kilmainham Gaol durch ein Erschießungskommando hingerichtet. Er war verheiratet mit Muriel MacDonagh (geb. Gifford) und hatte mit ihr zwei Kinder, Donagh und Barbara.

Werke (Auswahl)

Commons: Thomas MacDonagh – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 The Seven Signatories of the Proclamation Thomas MacDonagh, member of the Provisional Government of the Irish Republic and commandant of the 2nd Battalion of the Irish Volunteers. In: National Library of Irland. Abgerufen am 8. Juni 2026 (englisch).
  2. ↑ Through the Ivory Gate. In: macdonaghmuseum. Abgerufen am 8. Juni 2026 (englisch).
  3. ↑ Lawrence Willam White: MacDonagh, Thomas. In: Dictionary of Irish Biography. Abgerufen am 8. Juni 2026 (englisch).
Personendaten
NAME MacDonagh, Thomas
ALTERNATIVNAMEN MacDonagh, Thomas Stanislaus (vollständiger Name); Mac Donnchadha, Tomás Anéislis (irisch-gälisch)
KURZBESCHREIBUNG irischer Lehrer, Lyriker und Aufständischer
GEBURTSDATUM 1. Februar 1878
GEBURTSORT Cloughjordan
STERBEDATUM 3. Mai 1916
STERBEORT Dublin