Thomas Schauerte

Thomas Schauerte (2025)

Thomas Schauerte (* 18. Januar 1967 in Aachen) ist ein deutscher Kunsthistoriker und Direktor der Museen der Stadt Aschaffenburg. Seine Forschung konzentriert sich auf das Werk Albrecht Dürers.

Leben

Thomas Schauerte wurde 1967 in Aachen geboren und legte 1986 in Bayreuth sein Abitur ab. Nach dem Wehrdienst begann er ein Studium der Anglistik und Geschichte an der Universität Bayreuth. Dort wurde er Mitglied im Corps Pomerania-Silesia Bayreuth, einer pflichtschlagenden Studentenverbindung im Weinheimer Senioren-Convent. 1988 wechselte er an die Freie Universität Berlin, später an die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, wo er 1996 seinen Magisterabschluss in Kunstgeschichte, Neuere Geschichte und Christliche Archäologie erlangte. Seine Abschlussarbeit widmete er dem druckgraphischen Werk Albrecht Altdorfers. 1999 wurde er an der Freien Universität Berlin mit einer Dissertation über Albrecht Dürers „Ehrenpforte für Kaiser Maximilian I.“ promoviert.

Nach freier Mitarbeit am Germanischen Nationalmuseum Nürnberg (2000 bis 2002) erhielt er ein Forschungsstipendium an der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel. Parallel dazu nahm er Lehraufträge an mehreren Universitäten wahr, darunter Berlin, Heidelberg, Trier und Düsseldorf, Osnabrück, Erlangen und Regensburg. Von 2001 bis 2003 war er wissenschaftlicher Kurator der Ausstellung „Albrecht Dürer: Das große Glück. Kunst im Zeichen des geistigen Aufbruchs“ in Osnabrück. Es folgten weitere kuratorische Projekte, darunter der „Der Kardinal. Albrecht von Brandenburg, Renaissancefürst und Mäzen“ bei der Stiftung Moritzburg – Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt.

2007 erhielt er ein Habilitationsstipendium des Historisch-Kulturwissenschaftlichen Forschungszentrum der Universität Trier. Im selben Jahr wurde er als Guest Curator an der Academy of Arts in Honolulu-Hawaii eingeladen.

Ab dem 1. August 2009 übernahm Schauerte die Leitung des Albrecht-Dürer-Hauses sowie der Graphischen Sammlung der Museen der Stadt Nürnberg. 2013 wurde er Gesamtleiter der neu gegründeten „Kunstsammlungen der Stadt Nürnberg“. Ab 2015 verantwortete er das Stadtmuseums Fembohaus.

Seit 1. April 2019 ist Thomas Schauerte Direktor der Museen der Stadt Aschaffenburg. 2021 wurde er zum 1. Vorsitzenden des Kirchnerhaus Vereins Aschaffenburg e. V. gewählt, der das Geburtshaus von Ernst Ludwig Kirchner als Gedenk- und Ausstellungsstätte betreibt.

Am 15. April 2024 wurde ihm für seine Habilitationsschrift „Das totale Kunstwerk: Haus und Kirche des Egid Quirin Asam in München“ die Venia legendi für das Fach Kunstgeschichte an der Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart verliehen. Zu diesem Thema hatte er bereits zuvor populär- wie wissenschaftlich publiziert.

Werke

Monographien
Herausgeberschaft
Commons: Thomas Schauerte – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. ↑ Nürnberger Nachrichten, abgerufen am 5. Januar 2020.
  2. ↑ KirchnerHAUS Verein, auf kirchnerhaus.com
  3. ↑ Antrittsvorlesung von Dr. Thomas Schauerte, 15. Januar 2024; erneut abgerufen am 4. März 2025.
  4. ↑ Publikationsbeispiele:
    • Thomas Schauerte: Asamkirche München (= Kleine Kunstführer; 1277). Regensburg 2022
    • Thomas Schauerte: Ein Künstlerleben. Egid Quirin Asams Fassade seines Münchner Wohnhauses. In: Andreas Tacke, Thomas Schauerte, Danica Brenner (Hrsg.): Künstlerhäuser im Mittelalter und der Frühen Neuzeit / Artists’ Homes in the Middle Ages and the Early Modern Era (= artifex – Quellen und Studien zur Künstlersozialgeschichte, hrsg. von Andreas Tacke). Petersberg 2018, S. 303‒315;
    • Thomas Schauerte: Die Brüder Asam als Architekten ihrer Memoria. In: Dietrich Boschung, Julian Jachmann (Hrsg.): Selbstentwurf. Das Architektenhaus von der Renaissance bis zur Gegenwart (= Morphomata; 38). Paderborn 2018, S. 95‒116;
    • Thomas Schauerte: Die ‚Asamkirche‘ St. Johann Nepomuk in München und die Memoria des Egid Quirin Asam. In: Birgit Ulrike Münch, Marquard Herzog, Andreas Tacke (Hrsg.): Künstlergräber. Genese ‒ Typologie ‒ Intention ‒ Metamorphosen, Petersberg 2011, S. 185‒203.