Thomas Schipperges

Thomas Schipperges (* 1959 in Bonn) ist ein deutscher Musikwissenschaftler und Hochschullehrer.

Leben

Schipperges studierte Musikwissenschaft, Religionswissenschaft, Philosophie, Kunstgeschichte und Literaturwissenschaft in Bonn, Karlsruhe, Freiburg, Kiel und Heidelberg sowie anschließend Theologie und Religionswissenschaft in Heidelberg. Von 1983 bis 1993 war er hauptberuflich in Haushalt und Familie tätig. Im Jahr 1988 wurde er zum Dr. phil. promoviert; sein Doktorvater war Ludwig Finscher, dessen letzter Assistent Schipperges dann war. Zunächst arbeitete er als freiberuflicher Redakteur bei der Enzyklopädie Die Musik in Geschichte und Gegenwart, schrieb Musikkritiken für verschiedene Tageszeitungen und arbeitete im Lehrauftrag am Musikwissenschaftlichen Seminar der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Von 1993 bis 1999 war er dort Wissenschaftlicher Assistent, zuletzt von Silke Leopold. 1999 bis 2000 war er Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (Die Akte Heinrich Besseler). Er habilitierte sich 2000 mit einer Arbeit zur Geschichte der Musikfeindschaft (gedruckt nur die Einleitung: Vom leeren Schein der Musik. Paradoxa der effectus musicae in Heinrich Cornelius Agrippa von Nettesheims „Declamatio“ De incertitudine et vanitate scientiarum et artium (1530), in: Zeitschrift für Religions- und Geistesgeschichte 55, 2003, S. 205–226).

Nach Vertretungen an den Universitäten Jena und Kiel war er von 2003 bis 2010 Professor für Musikwissenschaft an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig. Einen Ruf an die Hochschule für Künste Bremen lehnte er ab. Von 2010 bis 2013 war er Professor für Historische Musikwissenschaft an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim. Von 2013 bis 2026 hatte er als Nachfolger von Manfred Hermann Schmid den Lehrstuhl für Musikwissenschaft an der Eberhard Karls Universität Tübingen inne. Er wirkt seit März 2026 als Seniorprofessor weiter mit im Sonderforschungsbereich 1391 "Andere Ästhetik" Universität Tübingen mit dem Thema der Bade- und Kurmusik in der Frühen Neuzeit.

Thomas Schipperges ist eines von vier Kindern von Ruth Schipperges, geborene Niessen, und Heinrich Schipperges. Er selbst hat fünf Kinder und neun Enkelkinder.

Bücher

Als Autor

Als Herausgeber und Mitverfasser

Einzelnachweise

  1. ↑ Prof. Dr. Thomas Schipperges, auf uni-tuebingen.de
  2. ↑ SFB Andere Ästhetik | Universität Tübingen. Abgerufen am 3. Juni 2022.
Personendaten
NAME Schipperges, Thomas
KURZBESCHREIBUNG deutscher Musikwissenschaftler und Hochschullehrer
GEBURTSDATUM 1959
GEBURTSORT Bonn