Thorsten Keiser

Thorsten Keiser (* 26. April 1974 in Frankfurt am Main) ist ein deutscher Rechtswissenschaftler und seit 2016 Professor für Bürgerliches Recht und Rechtsgeschichte an der Justus-Liebig-Universität Gießen.

Werdegang

Keiser wurde im April 1974 in Frankfurt am Main geboren. Nach einem Studium der Rechtswissenschaft an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg sowie der Universität Bologna legte Keiser im Jahr 2000 sein erstes juristisches Staatsexamen ab.

Von 2002 bis 2004 war Keiser Doktorand am Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte in Frankfurt am Main. 2003 erwarb er einen Master in Comparative, European and International Legal Studies am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz. Bereits 2005 promovierte Keiser mit seiner Dissertation Eigentumsrecht in Nationalsozialismus und Fascismo. Im Jahr 2007 legte Keiser dann sein zweites juristisches Staatsexamen ab.

2012 folgte die Habilitation zum Thema Vertragszwang und Vertragsfreiheit im Recht der Arbeit von der Frühen Neuzeit bis in die Moderne und die Erteilung der Venia Legendi für die Fächer Bürgerliches Recht, deutsche und europäische Rechtsgeschichte, Neuere Privatrechtsgeschichte, Rechtsvergleichung und Europäisches Privatrecht an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main. 2014 war er Fellow am LOEWE-Schwerpunkt für Außergerichtliche und gerichtliche Konfliktlösung der Universität in Frankfurt. Nach Lehrstuhlvertretungen an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg 2013, der Friedrich-Schiller-Universität Jena 2014/2015 sowie der Universität zu Köln im Jahr 2015 erhielt Keiser schließlich den Ruf an die Justus-Liebig-Universität Gießen, wo er seit 2016 den Lehrstuhl für Bürgerliches Recht und Rechtsgeschichte innehat.

Seit 2019 ist Keiser Geschäftsführender Direktor des Rudolf-von-Jhering-Instituts für rechtswissenschaftliche Grundlagenforschung der Justus-Liebig-Universität Gießen. 2020 wurde er Fellow zur Geschichte des Arbeitsrechts der Europäischen Union am Max-Planck-Institut für Rechtsgeschichte und Rechtstheorie in Frankfurt am Main. 2021 wurde er in die Vereinigung für Verfassungsgeschichte aufgenommen. Er ist zudem Vorsitzender des Rechtshistorischen Studienkreises e. V. und Mitglied des Direktoriums der Initiative Arbeitsrechtsgeschichte des Hugo Sinzheimer Institut für Arbeits- und Sozialrecht in Kooperation mit dem Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte.

Preise und Stipendien (Auswahl)

Publikationen (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. 1 2 Thorsten Keiser. In: Kürschners Deutscher Gelehrten-Kalender Online. De Gruyter, ISSN 2193-2786 (degruyterbrill.com [abgerufen am 8. September 2026]).
  2. 1 2 Prof. Dr. Thorsten Keiser. Max-Planck-Institut für Rechtsgeschichte und Rechtstheorie, abgerufen am 8. September 2026.
  3. 1 2 Prof. Dr. Thorsten Keiser, LL.M. Justus-Liebig-Universität Gießen, abgerufen am 8. September 2026.
  4. ↑ Newsletter des Fachbereichs Rechtswissenschaft. (PDF) Sommersemester 2012. Fachbereich Rechtswissenschaft der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, April 2012, S. 7, abgerufen am 8. September 2026.
  5. ↑ Ausgezeichnete Nachwuchswissenschaftler. Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, 15. Juli 2005, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 2019; abgerufen am 8. September 2026.
  6. ↑ Preisträger. Hermann Conring-Preis 2012. Deutscher Rechtshistorikertag, abgerufen am 8. September 2026.
  7. ↑ Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis. (PDF) Sommersemester 2016. Fachbereich Rechtswissenschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen, April 2016, S. 19–20, abgerufen am 8. September 2026.
Personendaten
NAME Keiser, Thorsten
KURZBESCHREIBUNG deutscher Rechtswissenschaftler
GEBURTSDATUM 26. April 1974
GEBURTSORT Frankfurt am Main