| Tibetamsel | ||||||||||||
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Tibetamsel (Turdus maximus), Weibchen | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Turdus maximus | ||||||||||||
| (Seebohm, 1881) |


Die Tibetamsel (Turdus maximus) ist ein Singvogel aus der Familie der Drosseln (Turdidae).
Der Vogel kommt im Himalaya von Nordpakistan, Nepal und Nordostindien bis Südosttibet vor.
Die Art war ursprünglich als eigenständig beschrieben, wurde dann als Unterart (Ssp.) der Amsel (T. merula) angesehen, mit dieser in die Gattung Turdus verschoben worden. Im Jahre 2008 wurde die Art aufgrund phylogenetischer Untersuchungen wieder als eigenständig anerkannt.
Der Lebensraum umfasst subalpine Lebensräume, gebrütet wird in kleinen Wacholderbüschen, und Rhododendron auf steilen, grasbewachsenen, felsigen Hängen und Alpenwiesen knapp oberhalb der Baumgrenze von 3200–4800 m. ü. M., überwintert wird in etwas geringeren Höhenlagen, meist jedoch nicht unterhalb von 3000 m.
Der Artzusatz kommt von lateinisch maximus ‚größter‘.
Der Vogel misst 23–28 cm. Das Männchen ist bräunlich schwarz, an Kopf, Brust, den Flügeln und dem Schwanz deutlicher schwarz. Der Schnabel ist matt orangefarben gelb, die Beine sind dunkel. Das Weibchen ist schwärzlich braun an der Oberseite, brauner an der Unterseite mit angedeuteter Strichelung der Kehle. Der Schnabel ist grau gelblich. Jungvögel sind weibchenartig, aber geschuppt gräulich gelbbraun am Rücken, den Flügeldecken und am Bürzel, gestrichelt an der Kehle und an Bauch und Steiß grau bis gelbbraun gebändert.
Die Art unterscheidet sich von der Amsel durch das Fehlen eines gelben Augenringes und besonders im Gesang.
Die Art ist monotypisch.
Die vorgeschlagene Unterart T. m. buddae Meinertzhagen, R und Meinertzhagen, AC,1926 unterscheidet sich lediglich durch etwas kürzeren Schnabel, ist aber nicht konstant und nicht allgemein anerkannt.
Der Gesang wird von einer Singwarte aus vorgetragen und besteht aus einer Folge von schnellen metallisch klingenden Lauten, unangenehm Drongo-artigen quäkenden, keuchenden und kehlig krächzenden Lauten. Gelegentlich ist auch ein klagendes Pfeifen „piew-piew“ zu hören. Rufe sind ein wiederholtes leises „chut-ut-ut“, harsches schnelles „chak-chak-chak-chak“ im Fliegen, der Alarmruf ist ein rasselndes „chow-jow-jow-jow“.
Die Art ist ein Standvogel, allerdings kommt es zu Höhenwanderungen im Winter in etwas niedrigere Lagen.
Die Nahrung besteht hauptsächlich aus regenwürmerartigen Crassiclitellata, Weichtieren, Insekten einschließlich Raupen, kleinen Echsen, Früchten, Beerenobst und Pflanzensamen. Gesucht wird am Erdboden, gegen Sommerende auch in kleinen Gruppen von bis zu 10 Individuen.
Die Brutzeit liegt zwischen Mai und Juli mit Schwerpunkt Juni und Anfang Juli. Das Nest ist eine voluminöse, aber kompakte, mit Haaren und dünnem Gras ausgelegte Schale am Boden zwischen Wurzeln, am Fuß von Felsen, in kleinen Büschen oder auf einer Felswand. In China wird das Nest bevorzugt in Kleinblättriger Zwergmispel (Cotoneaster microphyllus) angelegt. Das Gelege besteht aus 3 – 4 großen, matt gelbbraunen bis grauen Eiern mit großen braunen Flecken. Gebrütet wird über 12–13 Tage. Der Bruterfolg liegt in China bei 59 %.
Die Tibetamsel gilt als nicht gefährdet (Least Concern).