Tigin oder Tegin (in den Orchon-Inschriften: 𐱅𐰃𐰏𐰤; mit arabisch-persischen Buchstaben تكين geschrieben; Pl. tigit bzw. tegit) ist ein alttürkischer Titel mit der Bedeutung Prinz (oder Fürst), welcher im mittelalterlichen Orient (unter türkischen Immigranten) auch sehr häufig als Namensbestandteil verwendet wurde. Typische Zusammensetzungen sind dabei:
Name eines türkischen Militärsklaven, welcher 977 die Dynastie der Ghaznawiden begründete → siehe Sebük-Tegin
Toghril-Tegin („Falkenprinz“)
Name des Sohnes des Choresm-Schahs Ekintschi b. Qotschqar
Name eines 1074–1075 regierenden Qarachanidenherrschers
Tugh-Tegin
Name des Atabegs des Seldschukenherrschers Duqaq, welcher sich 1104 zum Herrscher von Damaskus aufschwang und die Dynastie der Buriden begründete → siehe Tugh-Tegin
Yal-Tegin („glänzender Prinz“)
Name eines türkischen Heerführers im Dienste des Fatimidenkalifen al-ʿAzīz