| Tiguida تيغيدا Agadir n'Tguida | ||||
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| Basisdaten | ||||
| Staat: | ||||
| Region: | Guelmim-Oued Noun | |||
| Provinz: | Sidi Ifni | |||
| Koordinaten | 29° 30′ N, 9° 18′ W | |||
| Einwohner: | 500 (2026) | |||
| Fläche: | 4,5 km² | |||
| Bevölkerungsdichte: | 111 Einwohner je km² | |||
| Höhe: | 650 m | |||

Tiguida oder Agadir n'Tguida ist ein kleines Berberdorf (ksar) mit etwa 500 Einwohnern im südwestlichen Anti-Atlas. Es gehört administrativ zur Landgemeinde Boutrouch in der Provinz Sidi Ifni (früher fälschlicherweise der Provinz Tiznit zugeordnet) in der Region Guelmim-Oued Noun im Süden Marokkos.
Tiguida liegt in den südwestlichen Ausläufern des Anti-Atlas-Gebirges in einer Höhe von ca. 650 m. Das Klima ist halbwüstenartig trocken und warm; der spärliche Regen (ca. 100 mm/Jahr) fällt überwiegend im Winterhalbjahr.
Die allmähliche Aufgabe des alten Ortsteils führte zu einer Abwanderung eines Teils der Bevölkerung in die Großstädte des Nordens, von wo sie mit Geldtransfers ihre daheim gebliebenen Familien unterstützen. Die nicht abgewanderten Einwohner des Ortes leben – immer noch weitgehend nach den Prinzipien der Selbstversorgung – von den Erträgen der kleinen landwirtschaftlich nutzbaren Parzellen, op denen Gerste, Weizen und Gemüse wie Bohnen oder Zwiebeln angebaut wird.
Tiguida hat zu keiner Zeit in der marokkanischen Geschichte Erwähnung gefunden; die Berberkulturen waren allesamt schriftlos. Der alte Ortsteil dürfte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts noch bewohnt gewesen sein, doch ausbleibende Regenfälle haben seinen Untergang herbeigeführt oder beschleunigt. Im Jahr 2004 wurde die lokale Dorfvereinigung (Association Agadir Netkida pour le Développement et la Coopération) von den ansässigen Familien gegründet, um den Erhalt des kollektiven Speichers zu organisieren und die lokalen Rechte der Eigentümergemeinschaft zu schützen.