Timmermahn (* 23. Oktober 1942 als Peter Klein in Lausanne; † 14. März 2026 in Bern) war ein Schweizer Kunstmaler, Poet, Theaterautor, Geschichtenerzähler und Berner Original. Er zählte zu den schillerndsten Figuren der Schweizer Kunst- und Kulturszene. Bekannt war er für seine surreale, volksnahe Kunst sowie für seine Walterli-Geschichten. Zu seinen Ehren wurde das grösste Wandbild der Schweiz geschaffen.
Timmermahn, Enkel des Läckerli- und Bonbonfabrikanten André Klein (Läckerli Huus), wuchs in Bern auf. Von 1959 bis 1963 liess er sich zum Schaufensterdekorateur ausbilden und arbeitete danach als Kulissenmaler am Stadttheater Bern.
Ab den Sechzigerjahren verdiente er sein Geld als Kunstmaler. Es folgten Reisen und Aufenthalte auf Kreta (1964), in Spanien (1966) sowie in Antwerpen, Breda und Israel (1967). Seinen ungewöhnlichen Künstlernamen mit dem mahnenden "H" in der Mitte legte sich Timmermahn bereits als 25-Jähriger zu.
1970 inszenierte Timmermahn im Zürcher Theater am Neumarkt das Stück Die Frühberger. Er schrieb das Stück als Alternative zum professionellen Theater. Der Erfolg der Aufführung mit ihm in der Hauptrolle des Bauern und Darstellern aus dem Zürcher Künstlermilieu, verschaffte ihm Engagements als Schauspieler in Zürich und im deutschen Fernsehen. Ein Jahr später fand seine erste Dichterlesung statt. Timmermahn inszenierte den Roman "Manda wartet" als theatralische Lesung, in der er seine Talente als Vorleser, Unterhalter und Publikumsanimator bewies.
Von 1978 bis 1984 hielt sich Timmermahn in Bern, Gurmels und auf Stromboli auf. Während dieser Zeit kannte man den Künstler unter dem Namen Blaui, der berndeutschen Abkürzung für Blaubart.
In den Neunzigerjahren stellte der Galerist Andy Jllien Timmermahns Werke aus.
Timmermahn wehrte sich stets, seine fantasievollen, von Sprachwitz strotzenden Geschichten in einem Buch zu veröffentlichen. Zu seinem 80. Geburtstag jedoch gab er nach und veröffentlichte sein einziges Buch 80 bärndütschi Gschichte.

2023 entstand zu Ehren von Timmermann das grösste Wandbild der Schweiz. Sein Bild Die Heiler wurde von den beiden Streetart-Künstlern Linus von Moos alias «Rips1» und Fabian Florinals als 35 Meter breites und 45 hohes Wandbild am Silo der Firma Niederhäuser Futter AG in Rothenburg geschaffen. Die Idee dazu hatte Timmermans langjährige Managerin Katharina P. Langstrumpf.
«Ich male und schreibe mit Stolz ohne Stil und lasse mich nicht klassifizieren. Ich brauche nicht verstanden zu werden. Ich mag nicht malen, wie es von mir erwartet wird. Ich liebe die Malerei.»
Das letzte Bühnenstück aus Timmermahns Feder hiess Jenseits, ein Schwank über den Tod, der im inklusiven Kulturort Heitere Fahne in Wabern aufgeführt wurde.
Timmermahn heiratete 1968 die Sopranistin Irene Weiss, mit der er von 1968 bis 1977 in Tremona lebte. Nach der Scheidung von Weiss heiratete er 1980 Sandra Mamie. Im folgenden Jahr hatte der leidenschaftliche Biker und Harley-Besitzer einen schweren Autounfall, der ihn für lange Zeit an den Rollstuhl fesselte. Von 1984 bis 1992 lebte er wieder im Tessin, in einem umgebauten Zoo in Lumino. Nach der Geburt seines Sohnes zog die Familie in ein 1748 erbautes Bauernhaus in Rüeggisberg. Dieses baute Timmermahn sanft um und richtete sich im obersten Stock ein grosses Atelier mit permanenter Ausstellung ein. 2016, nach 24 Jahren, suchte Timmermahn nochmals eine Veränderung und zog in die Stadt Bern in den 22. Stock eines Hochhauses in Wittikofen. Er starb am 14. März 2026 im Alter von 83 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit.
Sein Lebenswerk umfasst Gemälde, Zeichnungen, Erzählungen und Theaterstücke.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Timmermahn |
| ALTERNATIVNAMEN | Klein, Peter (Geburtsname) |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Maler, Autor, Erzähler |
| GEBURTSDATUM | 23. Oktober 1942 |
| GEBURTSORT | Lausanne, Schweiz |
| STERBEDATUM | 14. März 2026 |
| STERBEORT | Bern, Schweiz |