Timo Cavelius

Timo Cavelius (* 17. Oktober 1996 in Hof) ist ein deutscher Judoka.

Sportliche Karriere

Timo Cavelius kämpft seit 2016 in der Gewichtsklasse bis 81 Kilogramm. 2018 war er Dritter der U23-Europameisterschaften. Bei den Deutschen Meisterschaften unterlag er 2020 und 2021 im Finale jeweils Tim Gramkow und 2022 Schamil Dzavbatyrov, bevor er 2023 seinen ersten deutschen Meistertitel durch einen Finalsieg über Gramkow erkämpfte. Eine Woche nach dem Titelgewinn erreichte er das Finale beim Grand-Slam-Turnier in Paris und verlor dann gegen den Georgier Tato Grigalaschwili. In den nächsten zwei Monaten folgten zwei dritte Plätze bei den Grand-Slam-Turnieren in Tel Aviv und Tiflis. Im Mai 2023 bei den Weltmeisterschaften in Doha gewann Cavelius seine ersten beiden Kämpfe und schied dann im Achtelfinale gegen den Japaner Takanori Nagase aus. Bei den Europameisterschaften 2023 und 2024 verlor er jeweils seinen Auftaktkampf. Im Mai 2024 erreichte Cavelius das Finale beim Grand Slam in Astana und wurde Zweiter hinter dem Usbeken Sharofiddin Boltaboyev. Zehn Tage später traf Cavelius bei den Weltmeisterschaften in Abu Dhabi in seinem zweiten Kampf auf Tato Grigalaschwili und schied aus. Beim olympischen Judoturnier in Paris verlor Cavelius seinen Auftaktkampf gegen den Israeli Sagi Muki.

Cavelius trainiert in München und ist seit seinem Abitur in der Spitzensportförderung bei der bayerischen Polizei.

Angriff im September 2026

In der deutschen Judo-Bundesliga-Saison 2026 attackierte der für den JC Leipzig startende Georgier Akaki Japaridze Cavelius nach dem Ende ihres Kampfes. Er schlug ihn nieder und verletzte Cavelius schwer, wodurch dieser zwei Zähne verlor und einen Kieferbruch erlitt. Japaridze soll sich von einer Jubel-Geste des deutschen Judoka provoziert gefühlt haben. Der Deutsche Judo-Bund zeigte sich „fassungslos“ in einer Stellungnahme über die Körperverletzung des Georgiers und seine anschließende rechtfertigende Stellungnahme. Am 22. September 2026 teilte der Deutsche Judo-Bund (DJB) mit, dass Akaki Japaridze nach seinem Ausraster auf Lebenszeit für die Judo-Bundesliga gesperrt worden ist. Damit darf der Georgier künftig weder für einen Verein des DJB gemeldet werden noch in der Bundesliga kämpfen. Damit ist der Fall für Akaki Japaridze noch nicht abgeschlossen. Auch der Rechtsausschuss des DJB beschäftigt sich mit dem Vorfall. Zudem laufen Verfahren beim Georgischen Judoverband und beim Weltverband IJF sowie ein strafrechtliches Verfahren in Deutschland.

Fußnoten

  1. 1 2 3 Kampfbilanz bei judoinside.com
  2. ↑ Kurzlebenslauf bei polizei.bayern.de
  3. ↑ Gewaltexzess im Judo: Gegner nach Kampf in deutscher Liga krankenhausreif geprügelt. Abgerufen am 10. September 2026 (österreichisches Deutsch).
  4. ↑ „Fassungslos über das Statement“: Judo-Bund äußert sich nach Prügelattacke, auf tagesspiegel.de
  5. ↑ Gegner verprügelt: Lebenslange Bundesliga-Sperre für Judoka vom JC Leipzig. In: MDR. Abgerufen am 22. September 2026.
Personendaten
NAME Cavelius, Timo
KURZBESCHREIBUNG deutscher Judoka
GEBURTSDATUM 17. Oktober 1996
GEBURTSORT Hof