
Timon Karl Kaleyta (* 1980 in Bochum) ist ein deutscher Schriftsteller und Musiker.
Kaleyta studierte Medienwissenschaft, Germanistik und Soziologie in Bochum, Madrid und Düsseldorf. Mit seiner Band Susanne Blech veröffentlichte er ab 2008 vier Studioalben und schrieb u. a. Songs mit Benjamin von Stuckrad-Barre.
In Düsseldorf gründete er 2011 das Institut für Zeitgenossenschaft IFZ, mit dem er 2016 das Buch Die 100 wichtigsten Dinge (Hatje Cantz) u. a. mit Samira El Ouassil herausgab. Er schrieb für die Wochenzeitung der Freitag sowie für das Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, wo er bis 2021 die Kolumne Szenen aus dem Eheleben verfasste.
Von 2019 bis 2023 war er Autor für die Fernsehserie jerks. von und mit Christian Ulmen, 2024 Co-Autor der ARD-Miniserie Sexuell verfügbar. Gemeinsam mit Showrunner Johann Buchholz entwickelte er als Headautor die Serie Call My Agent – Berlin, die auf der französischen Produktion Dix pour cent basiert und im September 2025 bei Disney+ veröffentlicht wurde. 2026 folgte eine Nominierung für den Grimme Preis.
Eine Figur des autofiktionalen Romans Das neue Buch (2020) des Designers und Konzeptkünstlers Rafael Horzon ist nach ihm benannt. Im April 2021 erschien im Piper Verlag sein Debütroman Die Geschichte eines einfachen Mannes. 2021 wurde er zum Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb eingeladen, wo er für seinen Text Mein Freund am See den 3sat-Preis gewann.
Seinen 2024 erschienenen zweiten Roman Heilung erklärte Adam Soboczynski in der ZEIT zum „besten Roman des Frühjahrs“ – es folgten eine Nominierung für den Deutschen Buchpreis sowie eine SWR-Hörspieladaption durch die Regisseurin Rebekka David.
Kaleyta ist mit einer Kunsthändlerin verheiratet und lebt in Berlin.
| Personendaten | |
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| NAME | Kaleyta, Timon Karl |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Autor und Musiker |
| GEBURTSDATUM | 1980 |
| GEBURTSORT | Bochum |