Der Tirrillregler ist ein Zweipunktregler zur Konstanthaltung bzw. Regelung der Ausgangsspannung von Wechsel- bzw. Drehstromgeneratoren. Benannt ist er nach dem US-amerikanischen Elektrotechniker Allen Augustus Tirrill (1872–1925).
Der Tirrillregler greift in den Erregerkreis des Generators ein. Er besteht im Prinzip aus zwei Kontakten, die im geschlossenen Zustand einen Widerstand im Erregerstromkreis überbrücken. Wird der Widerstand überbrückt, fließt ein großer Erregerstrom, die Generatorspannung steigt. Öffnet nun einer der beiden Kontakte, liegt der Widerstand im Erregerstromkreis und vermindert die Erregung; die Generatorspannung sinkt. Die geregelte Ausgangsspannung schwankt um einen Mittelwert. Die Kontakte schalten meistens fünf- bis siebenmal pro Sekunde.
Die beiden Kontakte werden mechanisch über Hebel und Eisenkerne von Tauchspulen angesteuert.
Der zweite Kontakt besitzt außerdem oftmals noch eine Feder. Der „Generatorspannungs-Kontakt“ ist häufig mit einer Öldämpfung ausgestattet, die das Zeitverhalten des Reglers bestimmt.