Tissouhag (auch: Tchissouhagh, Tissouhagh) ist ein Weiler in der Landgemeinde Inatès in Niger.
Geographie
Der Weiler befindet sich rund 51 Kilometer südlich des Hauptorts Inatès der gleichnamigen Landgemeinde, die zum Departement Ayérou in der Region Tillabéri gehört. Zu den Siedlungen in der näheren Umgebung von Tissouhag zählen Theim und Karey Goussou im Südwesten.
Tissouhag ist Teil der Übergangszone zwischen Sahara und Sahel. Die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge beträgt hier zwischen 200 und 300mm.
Geschichte
Laut einem UNHCR-Bericht lebten 2018 aufgrund der sich verschlechternden Sicherheitslage in der Grenzregion zum Nachbarland MaliVertriebene aus anderen Dörfern in Tissouhag. Dazu zählten Menschen aus dem Norden der Gemeinde Inatès, die wegen Dschihadisten, die Abgaben forderten, in den Süden der Gemeinde flohen, neben Tissouhag beispielsweise auch nach Tarhabout.
Der Weiler wurde Mitte 2020 von einer der nichtstaatlichen bewaffneten Gruppen angegriffen, die in dieser Zeit das Grenzgebiet unsicher machten. Eine 2025 durchgeführte Untersuchung der nigrischen Regierung mit Unterstützung des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen stufte Tissouhag als einen der 1285 Orte in Niger ein, die in Hinblick auf die Ernährungssicherheit äußerst verwundbar waren.
Bevölkerung
Bei der Volkszählung 2012 hatte Tissouhag 282 Einwohner, die in 37 Haushalten lebten.
↑Damien Hauswirth, Hassane Yayé, Abdoulaye Sambo Soumaila, Badamassi Djariri, Issaka Lona, Malam Boukar Abba:Appui à la formulation concertée de la SPN2A pour la République du Niger. Identification et évaluation des options d’agriculture intelligente face au climat prioritaires pour l’adaptation face aux changements climatiques au Niger. Volume 2: Annexes. Ministère de l’Environnement, de la Salubrité Urbaine et du Développement Durable / Ministère de l’Agriculture et de l’Elevage / Conseil National de l’Environnement pour un Développement Durable / Haut-Commissariat à l’Initiative 3N / AFD / Facilité Adapt’Action / Baastel – BRL – ONFI, Niamey / Brüssel 2020, S.7 (spn2a.org[PDF; abgerufen am 8.August 2026]).