| Tobacco Bay | ||
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Tobacco Bay im Juni 2009 | ||
| Gewässer | Atlantischer Ozean | |
| Landmasse | Bermuda / Saint George’s Island | |
| Geographische Lage | 32° 23′ 18″ N, 64° 40′ 45″ W | |
| Breite | 90 m | |
| Tiefe | 120 m | |
Tobacco Bay von der Seeseite fotografiert | ||
Tobacco Bay ist eine Bucht auf Bermuda. Sie liegt an der Nordküste von Saint George’s Island im Verwaltungsbezirk Saint George’s Parish. Sie ist etwa 90 m breit und circa 120 m tief in die Küstenlinie eingeschnitten.
Die Bucht ist vor allem in den Sommermonaten stark vom Tourismus geprägt. Tobacco Bay ist für den Badebetrieb besonders gut geeignet, da der Meeresboden in Strandnähe sehr flach abfällt und die Bucht von zahlreichen Felsen umgeben ist, die als natürliche Wellenbrecher fungieren. In der Bucht besteht daher nur eine sehr geringe Brandung, was es auch Kindern und Nichtschwimmern ermöglicht, dort weitgehend gefahrlos zu baden. In der Nähe der am Außenrand der Bucht liegenden Felsen ergeben sich interessante Reviere für Schnorchler.
Tobacco Bay verfügt über eine vollständige touristische Infrastruktur mit Gastronomie und Verleih von Sonnenschirmen und Strandliegen. Aufgrund der geschützten Lage gibt es jedoch keinen Rettungsschwimmer.
Während des Amerikanischen Unabhängigkeitskriegs verhängten die amerikanischen Separatisten ein Handelsembargo gegen alle britischen Kolonien, darunter auch Bermuda. Dieses Embargo traf Bermuda besonders hart, da es auf Lebensmittelimporte aus Amerika angewiesen war. Um vom Handelsbann ausgenommen zu werden, erklärten sich einige Bewohner Bermudas bereit, 100 Fässer Schießpulver aus der britischen Garnison in Saint George’s zu entwenden und den Amerikanern zur Verfügung zu stellen. Die Fässer wurden am 14. August 1775 tatsächlich gestohlen und im Gebiet der Tobacco Bay auf ein amerikanisches Schiff verladen.