Todtshorn

Todtshorn
Gemeinde Otter
Koordinaten: 53° 13′ N, 9° 47′ OKoordinaten: 53° 13′ 9″ N, 9° 46′ 57″ O
Fläche: 13,3 km²
Einwohner: 316
Bevölkerungsdichte: 24 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 21259
Vorwahl: 04182
Todtshorn (Niedersachsen)
Todtshorn (Niedersachsen)
Lage von Todtshorn in Niedersachsen

Todtshorn ist ein Ortsteil und eine Gemarkung der Gemeinde Otter im Landkreis Harburg in Niedersachsen. Bis 1972 bildete Todtshorn eine eigenständige Gemeinde.

Geographie

Zur Gemarkung Todtshorn gehören das Dorf Groß Todtshorn sowie die Weiler Klein Todtshorn und Otternmoor. Die südliche Grenze der Gemarkung wird von der Wümme gebildet.

Ortsmitte von Groß Todtshorn

Geschichte

Groß Todtshorn und Klein Todtshorn gehörten vor den Napoleonischen Kriegen zum Amt Harburg des Kurfürstentums Hannover. Von 1811 bis 1813 gehörten beide Orte zu Frankreich und dort zum Kanton Tostedt im Departement der Elbmündung. 1814 fielen sie an Hannover zurück. Die Gemeinde Groß Todtshorn, zu der auch Klein Todtshorn gehörte, gehörte dort zunächst wieder zum Amt Harburg, dann von 1852 bis 1859 zum Amt Moisburg und seitdem zum Amt Tostedt. 1867 fiel die Gemeinde Groß Tostedt mit dem gesamten Königreich Hannover an Preußen und gehörte dort seit 1885 zum Landkreis Harburg. In den 1920er Jahren wurde der amtliche Name der Gemeinde zu Todtshorn verkürzt. Im Rahmen der Gebietsreform in Niedersachsen wurde Todtshorn am 1. Juli 1972 Teil der Gemeinde Otter.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle
1845151
1871166
1885138
1895147
1910157
1925205
1939156
1950285
1961199
1970190

Bau- und Bodendenkmale

Die Hofanlage Dorfstrasse 24, das Häuslingshaus Dorfstraße 6 und Reste einer alten Landwehr stehen unter Denkmalschutz. Mehrere Grabhügel sowie zwei alte Wallanlagen sind Bodendenkmale.

Öffentliche Einrichtungen

Die Ortsfeuerwehr Todtshorn hat ihr Gerätehaus an der Dorfstraße 10 in Groß Todtshorn.

Einzelnachweise

  1. 1 2 Daten und Karte der Gemarkung Todtshorn
  2. ↑ Christoph Barthold Scharf: Der Politische Staat des Churfürstentum Braunschweig-Lüneburg. Johann Georg Berenberg, Lauenburg 1777, S. 154 (google.de).
  3. ↑ Albrecht Friedrich Ludolph Lasius: Der Französische Kayser-Staat unter der Regierung des Kaysers Napoleon des Grossen im Jahre 1812. Kißling, Osnabrück 1813, S. 60 (google.de).
  4. ↑ Verordnung, die Bildung der Amtsgerichte und untern Verwaltungsbehörden betr., vom 7. August 1852
  5. ↑ Verordnung, die Bezirke der unteren Verwaltungsbehörden betr., vom 27. März 1859, Nr. 86
  6. 1 2 Preußisches Gemeindelexikon 1933
  7. ↑ Statistisches Bundesamt: Gebietsänderungen 1972
  8. ↑ Friedrich W. Harseim, C. Schlüter (Hrsg.): Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover. Schlüter, Hannover 1848, S. 93 (google.de).
  9. ↑ Volkszählung 1871
  10. ↑ Volkszählung 1885
  11. ↑ Volkszählung 1895
  12. ↑ Der Landkreis Harburg im Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 27. April 2023.
  13. ↑ Michael Rademacher: Harburg. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com.
  14. 1 2 3 Regionales Gemeindeverzeichnis-Informationssystem GV-ISys (mit historischen Bevölkerungszahlen)
  15. ↑ Webseite der Ortsfeuerwehr Todtshorn