| Simsenlilien | ||||||||||||
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Illustration der Gewöhnlichen Simsenlilie (Tofieldia calyculata), links (A) und der Kleinen Simsenlilie (Tofieldia pusilla), rechts (B) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Tofieldia | ||||||||||||
| Huds. |
Die Simsenlilien (Tofieldia) sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Simsenliliengewächse (Tofieldiaceae). Die etwa zwölf Arten gedeihen hauptsächlich in den gemäßigten Gebieten der Nordhalbkugel.
Die Simsenlilien sind ausdauernde krautige Pflanzen. Als Überdauerungsorgane bilden sie Rhizome. Die oberirdischen Pflanzenteile sind kahl.
Ihre zweizeilig angeordneten Laubblätter sind schmal-schwertförmig und reitend, wie bei den Schwertlilien (Iris).
Die Blüten stehen über einem endständigen Blütenstandsschaft in ährigen, traubigen, seltener rispigen Blütenständen zusammen. Die Blüten sind gestielt oder fast sitzend.
Die zwittrigen Blüten sind dreizählig. Es gibt zwei Kreise mit je drei haltenbaren Blütenhüllblättern, die an ihrer Basis verwachsen sind. Die sechs Staubblätter besitzen kahle Staubfäden. Der drei Fruchtblätter sind unten zu einem oberständigen, eiförmigen Fruchtknoten verwachsen und oben frei; sie enden in drei kurzen, bleibenden Griffeln.
Die kugeligen bis ellipsoiden Kapselfrüchte öffnen sich bei Reife septizid mit Nähten und enthalten zahlreiche Samen. Die kleinen Samen sind rötlich-braun und besitzen keine Anhängsel.
Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 15.
Die Gattung Tofieldia wurde 1778 durch William Hudson in seiner Flora Anglica, 2. Auflage, Seite 157 (175) aufgestellt. Der Gattungsname Tofieldia ehrt den englischen Wasserbauingenieur und Botaniker Thomas Tofield (1730–1779). Tofield arbeitete 1765–1777 an der Trockenlegung von Marsch- und Sumpfgebieten und lernte dadurch die Flora solcher Biotope kennen. Synonyme für Tofieldia Huds. sind: Isidrogalvia Ruiz & Pav. nom. superfl., Cymba Dulac nom. superfl., Asphodeliris Möhring ex Kuntze nom. superfl., Narthecium Gérard nom. rej., Heriteria Schrank, Hebelia C.C.Gmel., Conradia Raf., Leptilix Raf.

Die erste Art aus dieser Gattung wurde 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus I, Seite 311 unter dem Namen (Basionym) Anthericum calyculatum veröffentlicht. Da Hudson diese Art bei der Veröffentlichung der Gattung Tofieldia erwähnt, ist dies die Typusart der Gattung Tofieldia. In Großbritannien – das Gebiet der Flora Anglica von Hudson – kommt nur eine Art der Gattung Tofieldia vor, sie trägt den Namen Tofieldia pusilla; sie wurde 1803 von André Michaux unter dem Basionym Narthecium pusillum erstveröffentlicht und wurde 1805 durch Christian Hendrik Persoon in die Gattung Tofieldia gestellt. Erst Göran Wahlenberg stellte in seiner Flora Lapponica 1812 formal die Tofieldia calyculata in diese Gattung Tofieldia. In dieser Zeit, als es noch keine strengen Nomenklaturregeln gab, bildete Hudson neu für seine neue Gattung den Namen Tofieldia palustris, obwohl er besser den Namen Tofiedia calyculata gewählt hätte. Tofiedia palustris ist also ein überflüssiger und illegitimer Name. Im Jahr 1806 bildete auch Karl Christian Gmelin für die Tofieldia calyculata einen ganz ähnlich überflüssigen Namen, Hebelia allemannica (in Flora Badensis-Alsatica, Band 2, Seite 117), weil er seinem Freund Johann Peter Hebel, dem Dichter und Verehrer des alemannischen Dialekts, diese Art widmen wollte, auch dieser Name ist nicht regelgerecht.
Die Gattung Tofieldia enthält seit 2020 etwa 13 Arten: