Togo-Restsprachen ist eine veraltete Bezeichnung für eine Untergruppe der Kwa-Sprachen, die eine Untereinheit des Volta-Kongo-Zweiges der Niger-Kongo-Sprachen bilden. Die sog. Togo-Restsprachen bilden nach heutiger Terminologie innerhalb der Kwa-Sprachen zwei genetische Untereinheiten: das Ka-Togo und das Na-Togo. Die insgesamt 14 Sprachen dieser beiden Einheiten werden von etwa 300.000 Menschen im östlichen Ghana, zentralen Togo und nordwestlichen Benin gesprochen.
Die sog. Togo-Restsprachen wurden 1912 von Bernhard Struck als genealogisch zusammengehörig erkannt. Er nannte sie Semibantu von Mitteltogo. Diedrich Westermann ersetzte diese Bezeichnung 1922 zunächst durch Restsprachen in Mitteltogo, danach 1927 durch Togo-Restsprachen. Diese Bezeichnung wurde im Englischen durch Central Togo Languages ersetzt. Joseph Greenberg (1950, 1963) übernahm diese Sprachen in seine Kwa-Gruppe, heute spricht man von Na-Togo- und Ka-Togo-Sprachen innerhalb des Kwa.
Wie die meisten Niger-Kongo-Sprachen besitzen auch die sog. Togo-Restsprachen ein Nominalklassensystem, welches weitaus besser erforscht ist als dasjenige benachbarter Sprachgruppen. Die Togo-Restsprachen sind – wie die meisten anderen Kwa-Sprachen – Tonsprachen und haben ein ausgeprägtes Vokalsystem mit Vokalharmonie. Viele wurden stark von den dominierenden Sprachen Ewe und Twi beeinflusst.
Na-Togo- und Ka-Togo-Sprachen innerhalb der Kwa-Sprachen
Als Einzelsprachen sind hier nur die sog. Togo-Restsprachen aufgeführt.