Tom Reinbrecht

Tom Reinbrecht (* 7. Juni 1969 in Rosenheim) ist ein deutscher Musiker (Alt- und Sopransaxophon, Komposition, Arrangement).

Leben und Wirken

Reinbrecht erlernte ab dem 10. Lebensjahr das Klarinettenspiel in der Blaskapelle Mühlbach. Mit 19 Jahren wechselte er zum Saxophon. Zwischen 1992 und 1998 studierte er Saxophon mit Schwerpunkt Popularmusik bei Leszek Zadlo am Richard-Strauss-Konservatorium in München. Im Juli 2002 legte er sein pädagogisches Diplom an der Hochschule für Musik Nürnberg ab. Von 1994 bis 2000 war er Mitglied im Landesjugendjazzorchester Bayern unter der Leitung von Harald Rüschenbaum. Unterricht bei Evan Tate, Rick Keller, Darmon Meader, Christoph Stöger, Karsten Gorzel, Workshops bei Kenny Werner, Wynton Marsalis, David Sanborn rundeten seine Ausbildung ab.

Nach seinem Studium spielte Reinbrecht als Lead-Altist in den Jazzorchestern von Dusko Goykovich, Al Porcino und Harald Rüschenbaum. In der Zeit zwischen 2000 und 2010 begleitete er unter anderem die New York Voices, Don Menza, Bobby Shew, Bill Ramsey, Claudio Roditi, Jay Ashby und Natalie Cole. Mit Claudio Roditi nahm er 2007 das Album Ten of a Kind (TCB Records) auf und tourte mit ihm in Quintett-Besetzung in der Schweiz und Deutschland (2008/2009). Mit Fritz Pauer, Andy Scherrer, Daniel Nösig und Stephan Kurmann bildete er 2010 das European Jazz Project, das Konzerte in der Schweiz, Österreich und Deutschland bestritt. In den Jahren 2011 und 2012 gehörte er zur festen Besetzung des Quartetts von Charly Antolini's Jazzpower und des Quartetts des Scatsängers Willi Johanns.

Mit dem portugiesischen Sänger und Gitarristen Paulo Alves gründete er 2010 das Quintett Chop Gelado, das sich ursprünglich in eigenen Arrangements der Música Popular Brasileira widmete, später ausschließlich Eigenkompositionen spielte. Im Juli 2016 veröffentlichten sie das Studio-Album Places, Faces, Traces.

2015 veröffentlichte Reinbrecht das Live-Album The Duo, das in verschiedenen Zweierbesetzungen langjährige musikalische Partner präsentiert, darunter Paulo Alves, Joe Kienemann, Chris Gall und Helmut Kagerer.

Mit seiner Formation The Cat’s Table spielte Reinbrecht kinematografischem Jazz und veröffentlichte 2025 bei GLM das Fusion geprägte Album Supernatural Soul Charade mit Eigenkompositionen.

Diskographie (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 Haakon Nogge: Heiß begehrt: Der Münchner Saxofonist Tom Reinbrecht. In: tz. 25. Oktober 2015, abgerufen am 6. Juli 2025.
  2. ↑ CD-Release-Tour “Ten of a Kind”: Tom Reinbrecht und Sacred Sounds, feat. Grammy nominee Claudio Roditi – special guest Timothy Peach. CD-Release-Konzert am 12. Mai 2009 in der Jazz Bar Vogler. Abgerufen am 1. Mai 2019.
  3. ↑ Haidhausen • Happy Birthday, Willi! - Konzert zum Geburtstag in der Unterfahrt. Abgerufen am 1. Mai 2019.
  4. ↑ Lauschangriff auf Tom Reinbrecht. In: jazzzeitung.de. ConBrio Verlagsgesellschaft, 4. März 2016, abgerufen am 10. April 2019.
  5. ↑ Ralf Dombrowski: Mehr Raum für Klang. In: sueddeutsche.de. 2016, ISSN 0174-4917 (sueddeutsche.de [abgerufen am 1. Mai 2019]).
  6. ↑ Tom Reinbrecht und Paulo Alves im "Le Pirate". OVB online, 13. Oktober 2015, abgerufen am 1. Mai 2019.
  7. ↑ Tom Reinbrecht in der Kontrapunkt Klavierwerkstatt. In: Jazzzeitung. 27. Oktober 2015, abgerufen am 6. Juli 2025.
  8. ↑ Thomas J. Krebs: Gelungene Alternative zur Faschingswoche im Jazzclub Unterfahrt. In: Jazzzeitung. 15. Februar 2024, abgerufen am 6. Juli 2025.
  9. ↑ Josef Engels: Supernatural Soul Charade The Cat’s Table. In: Rondo. 5. Juli 2025, abgerufen am 6. Juli 2025.
  10. ↑ Verena Düren: The Cat’s Table: Musik aus der Schatzkiste. In: Jazzthetik 7/8. 2025 (jazzthetik.de).
  11. ↑ EccoMeineke: vita. In: Eccoland. Abgerufen am 1. Mai 2019 (deutsch).
Personendaten
NAME Reinbrecht, Tom
KURZBESCHREIBUNG deutscher Jazzmusiker (Saxophon, Komposition, Arrangement)
GEBURTSDATUM 7. Juni 1969
GEBURTSORT Rosenheim